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Geschichte ohne Happy-End

Dieser Tage erinnern wir uns an den 1970 verstorbenen Champion - Ferdi Kräling legt dazu eine fotografische Reminiszenz vor.

Mehrheitlich in Schwarzweiß gehalten, nehmen die in diesem Buch gesammelten Abbildungen uns mit auf die Zeitreise von den Anfängen einer Karriere über ihre Glanzpunkte bis zum vorzeitigen, tragischen Ende. Neben dem international renommierten Kräling sind auch Fotos beispielsweise von McKlein oder dem verstorbenen Artur Fenzlau vertreten.

Erfasst sind Rindts große Rennen, das Leben abseits des Rennzirkus, und seine Familie. Nina und Natasha Rindt gelten einige der berührendsten Beiträge. Neben Bildern, die auch eingefleischten Fans neu sein werden, finden sich Klassiker wie das Pelzmantel-Foto oder die eindrücklichen Fahrfotos, die uns in der Zeit der offenen Helme noch den Blick in die Gesichter der Fahrer erlaubten.

Neben der Formel 1 wird auch den "anderen" Aktivitäten Rindts breiter Raum gegeben, so seinem erfolgreichen Ausflug nach Le Mans 1965 oder den Rennen in Zeltweg, Aspern und ähnlichen nationalen Schauplätzen. Blicke hinter die Kulissen der Teams (nicht nur Lotus) rufen Schaudern über die damaligen (Un)sicherheitsstandards hervor - Arbeitsalltag eines Rennfahrers in den 1960ern.

Die knapp gehaltenen Texte nehmen nur zwölf der insgesamt 152 Seiten ein, sie wurden von Herbert Völker beigesteuert. Aus ihnen erfährt man keine umwälzenden Neuigkeiten, sie dienen sozusagen als Zusammenfassung der Person, der Karriere und des Mythos. Sie erzählen die Geschichte ohne Happy-End mit melancholischen Unterton und tragen zur zur elegischen Note des Buches bei.

Sir Jackie Stewart wird in seinem Vorwort beinahe feierlich. Die persönliche Betroffenheit der Kollaborateure an diesem Buch schwingt mit jeder Seite mit - sicher nichts zum Lachen also, aber doch eine beeindruckende Hommage.

Ferdi Kräling/Herbert Völker, "Jochen Rindt - Der erste Popstar der Formel 1", Verlag Delius Klasing
152 Seiten, 12 Farbfotos, 98 S/W Fotos
ISBN-Nr. 978-3-7688-2650-1

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