CLASSIC

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Geschichte ohne Happy-End

Dieser Tage erinnern wir uns an den 1970 verstorbenen Champion - Ferdi Kräling legt dazu eine fotografische Reminiszenz vor.

Mehrheitlich in Schwarzweiß gehalten, nehmen die in diesem Buch gesammelten Abbildungen uns mit auf die Zeitreise von den Anfängen einer Karriere über ihre Glanzpunkte bis zum vorzeitigen, tragischen Ende. Neben dem international renommierten Kräling sind auch Fotos beispielsweise von McKlein oder dem verstorbenen Artur Fenzlau vertreten.

Erfasst sind Rindts große Rennen, das Leben abseits des Rennzirkus, und seine Familie. Nina und Natasha Rindt gelten einige der berührendsten Beiträge. Neben Bildern, die auch eingefleischten Fans neu sein werden, finden sich Klassiker wie das Pelzmantel-Foto oder die eindrücklichen Fahrfotos, die uns in der Zeit der offenen Helme noch den Blick in die Gesichter der Fahrer erlaubten.

Neben der Formel 1 wird auch den "anderen" Aktivitäten Rindts breiter Raum gegeben, so seinem erfolgreichen Ausflug nach Le Mans 1965 oder den Rennen in Zeltweg, Aspern und ähnlichen nationalen Schauplätzen. Blicke hinter die Kulissen der Teams (nicht nur Lotus) rufen Schaudern über die damaligen (Un)sicherheitsstandards hervor - Arbeitsalltag eines Rennfahrers in den 1960ern.

Die knapp gehaltenen Texte nehmen nur zwölf der insgesamt 152 Seiten ein, sie wurden von Herbert Völker beigesteuert. Aus ihnen erfährt man keine umwälzenden Neuigkeiten, sie dienen sozusagen als Zusammenfassung der Person, der Karriere und des Mythos. Sie erzählen die Geschichte ohne Happy-End mit melancholischen Unterton und tragen zur zur elegischen Note des Buches bei.

Sir Jackie Stewart wird in seinem Vorwort beinahe feierlich. Die persönliche Betroffenheit der Kollaborateure an diesem Buch schwingt mit jeder Seite mit - sicher nichts zum Lachen also, aber doch eine beeindruckende Hommage.

Ferdi Kräling/Herbert Völker, "Jochen Rindt - Der erste Popstar der Formel 1", Verlag Delius Klasing
152 Seiten, 12 Farbfotos, 98 S/W Fotos
ISBN-Nr. 978-3-7688-2650-1

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Die ARBÖ Classic (5. und 6. Juni) bringt mit 165 Fahrzeugen ab Jahrgang 1928 einmal mehr die Freude am Automobil in die Admonter Gesäuse Region und darüber hinaus. Und: Schon jetzt trudeln Nennungen für die im September steigenden Austrian Rallye Legends ein

Die Opfer des Wunders

Helden auf Rädern: BMW Glas 3000 V8

Weil das Wirtschaftswunder schneller Wohlstand brachte, als es manche Firma recht war, griff Glas mit dem 3000 V8 gleich nach den Sternen. Dazu fehlte es dann aber doch an Strahlkraft.

Oldtimertreffen in Ebersdorf

Gelungener Einstand an der Zaya

Etwa 60 historische Pkw versammelten sich am 13. Juni auf dem Sportplatz in Ebersdorf an der Zaya. Dazu kamen zahlreiche Traktoren und viele Zweirädrige mit Geschichte. Ein voller Erfolg für die Veranstalter mit insgesamt etwa 200 Fahrzeugen. Samt Kurzvideo!

Kleiner Bruder, das Luder

Helden auf Rädern: Renault 6

Plattformübergreifende Entwicklungen waren schon in Mode, bevor sie wirklich in Mode kamen. Im Falle des Renault 6, brachte das Gleichteileprinzip aber fast mehr Nach- als Vorteile mit sich.

Gutes Rezept, falscher Zeitpunkt

Helden auf Rädern: MG ZS 180

Als praktisch alles schon verloren war, lieferte MG Rover ein Paradebeispiel für cleveres Engineering. Vor allem, weil der ZS ursprünglich der Unsportlichste der Modellpalette war.

Wenig Auto, viel Design für viel Geld – eine Idee, die hätte funktionieren können. Die Optik eines Bonsai-Mercedes war für den Gurgel XEF dann aber doch zu wenig.