
Ratgeber: Oldtimer als Wertanlage | 15.11.2018
Vom Oldie zum Goldie
Wer clever ist und ein wenig Glück hat, kann mit einem Oldtimer echte Gewinne einfahren. Wir geben Tipps, was man tun bzw. vermeiden sollte.
Foto: Erik Fuller/RM Sotheby's
Wer kennt das nicht: Ein schnuckeliger, gepflegter Oldtimer fährt in der Stadt vorbei und die Augen aller Autofans beginnen zu leuchten. Fans historischer Technik stecken viel Zeit und Geld in ihr Hobby, um die alten Karossen auf Hochglanz und die Motoren zum Laufen zu bringen.
Wer clever ist und ein wenig Glück hat, kann mit einem Oldtimer echte Gewinne einfahren. Dabei sollte man sich auf bestimmte Marken und Modelle konzentrieren, um das Risiko zu minimieren. Alte Autos können eine rentable Geldanlage sein.
Welche Preise erzielen die wertvollsten Oldtimer?
Eine der teuersten und beliebtesten Marken auf dem Markt der Oldtimer ist zweifellos Ferrari. Ein Ferrari 335 Sport Scaglietti aus dem Jahre 1957 wurde für sagenhafte 35.800.000 € verkauft, ein Ferrari 250 GT Berlinetta SWB aus den 1960er Jahren (Bild oben) wechselte für ganze 28.400.000 € den Besitzer.
Dann wird die Reihe der wertvollsten Oldtimer der Welt von einem deutschen Modell unterbrochen: Der Mercedes-Benz W 196 wird mit einem Wert von 26.800.000 € angegeben. Er wurde in den Jahren 1954 und 1955 gebaut. Aktuell gibt es nur noch 14 Stück dieser ehemals erfolgreichen Rennwagen. Das davon abgeleitete Uhlenhaut-Coupé 300 SLR wird gar auf 65-70 Millionen Euro geschätzt, die beiden existierenden Fahrzeuge gehören aber der Daimler-Sammlung und sind unverkäuflich. Neben weiteren kostbaren Modellen von Ferrari komplettieren der DBR1 Aston Martin für 22.500.000 €, der Jaguar D-Type für 21.800.000 € und der Alfa Romeo 8C 2900B Lungo Spider für 17.600.000 € die Liste.
Stetige Preisentwicklung seit mehreren Jahren
Verfolgt man die Preisentwicklung für Oldtimer, kann man eine kontinuierliche Steigerung ablesen. Seit 1999 bis zum Jahr 2017 haben sich die Preise in Deutschland um das 2,5-fache gesteigert. Dabei stieg die Kurve in der Zeit nach der Finanzkrise besonders steil an. Viele Anleger suchten nach Alternativen und kauften Wertgegenstände anstelle von Aktien. In letzter Zeit hat sich der Hype ein wenig beruhigt - das könnte ein guter Moment sein, um interessante Schnäppchen auf dem Markt für Oldtimer zu machen. Oldtimer sind auch aus steuerlicher Sicht interessant, da für sie nur eine Pauschale für die Kfz-Steuer bezahlt werden muss. Als Oldtimer gelten Fahrzeuge mit einem Alter über 30 Jahren. Allerdings nicht alle, sondern nur jene, die in den approbierten Listen der deutschen und österreichischen Verkehrsministerien zu finden sind.
Wie kann man sich an dem Run beteiligen?
Wer sich einen echten Oldtimer oder einen nicht ganz so alten Youngtimer anschaffen möchte, sollte sich vorher über alle entstehenden Kosten informieren. Neben Versicherung und Steuern kommen Kosten für die Wartung und Pflege sowie bei kostbaren Stücken für die Unterbringung hinzu. Ist das gekaufte Modell nicht in fahrbereitem Zustand, muss man Kosten für die Reparaturen einplanen. Die können schnell in die Höhe steigen, wenn bestimmte Ersatzteile knapp sind. Wer handwerklich geschickt ist, kann hier viel Geld sparen. Manchmal bietet sich eine gute Gelegenheit, man hat aber gerade nicht so viel Geld flüssig. In so einem Fall hilft ein Darlehen. Günstige Autofinanzierungen lassen sich online vergleichen und direkt abschließen. So kann der Traum vom eigenen Oldtimer bald Realität werden.