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Ennstal-Classic startet in ihre 28. Auflage
Ennstal Classic

Nur noch drei Mal schlafen ...

Nach einer Corona bedingten Zwangspause im letzten Jahr, startet die Ennstal-Classic vom 22. – 25. Juli in ihre 28. Auflage. 227 Teams aus 20 Nationen, auf 42 verschiedenen Marken, darunter auch das 5-Wagen Team aus dem Porsche Werksmuseum, wollen endlich wieder „Autofahren im letzten Paradies“.

Das lange Warten hat sich gelohnt. Nach 725 Tagen startet in der Obersteiermark wieder die Ennstal-Classic. Dieses Mal in ihre 28. Auflage. „Zu unserem Erstaunen war das Interesse so groß wie schon lange nicht“, freut sich Ennstal-Classic-Chef Michael Glöckner. „Und das, obwohl das Startfeld aus dem Vorjahr übernommen wurde und bereits zu 90% feststand, weshalb wir auch keine offizielle Ausschreibung durchgeführt haben“. Porsche hat mit 40 Nennungen den größten Marktanteil im Feld, gefolgt von Mercedes Benz mit 22, Jaguar mit 17 und Alfa Romeo mit 16.

Das Who is Who im Starterfeld und ein 103 Jahre altes Auto
Auch dieses Jahr bietet die Ennstal-Classic nicht nur historische Fahrzeuge von 1918 bis 1972, sondern auch eine ganze Reihe von Prominenz. Mit dabei die Motorsportpiloten Mark Webber und Timo Bernhard, der Leiter Porsche Motorsport Fritz Enzinger, Rennfahrer Rauno Aaltonen und Jo Ramirez oder abseits des Motorsports der Schauspieler Richy Müller, bekannt als Stuttgarter Tatort-Kommissar Thorsten Lannert. Fährt die Prominenz auch in Nachkriegsfahrzeugen, wagen sich 41 Teilnehmer mit Fahrzeugen älter als Baujahr 1939 auf die Strecke. Eine besondere Preziose ist das älteste Auto im Starterfeld, ein American LaFrance. Ein Monster mit 14.5 Liter Hubraum und 150 PS aus dem Jahre 1918. American LaFrance (ALF) war ein im Jahr 1873 gegründeter Hersteller von Feuerwehr-und
Rettungsfahrzeugen in Summerville, South-Carolina (USA). Die Fabrik stellte ab 1903 geschätzte 10 bis 15 Personenkraftwagen her.

Die Ennstal-Classic bleibt ihrer Tradition treu
Treu bleiben sich die Macher der Ennstal-Classic auch, was die Auswahl der Streckenführung betrifft. In Summe geht es am Donnerstag und Freitag über 821 malerische Kilometer durch die Obersteiermark, Oberösterreich und das Salzburger Land. Der Donnerstag-Prolog führt die Teilnehmer über vier Pässe. Gleich nach dem Start geht es über den Sölkpass, den Triebener Tauern zum „Kripperl der Steiermark“ nach Pürgg. Weiter ins Salzkammergut über den Pötschenpass in die Kaiserstadt Bad Ischl, vorbei an den Salzkammergut-Seen Atter-, Mond- und Wolfgangsee über die Postalm ins Ennstal nach Schladming und zurück nach Gröbming. Am Freitag steht der 424 km lange Marathon auf dem Programm. Nach dem Start in Gröbming geht es über Admont und St. Gallen durch den Nationalpark Gesäuse bis in den Wallfahrtsort Mariazell. Über Lunz am See und Waidhofen an der Ybbs führt der Weg in die Autostadt Steyr, weiter über den Pyhrnpass. Vor der Ankunft in Gröbming gibt es noch die traditionelle Sonderprüfung am Flugplatz Niederöblarn. Am Samstag startet um 07:30 Uhr die Bergwertung am Stoderzinken und um 13:00 Uhr der Porsche Design Grand-Prix in Gröbming.

Obersteiermark – Hotspot und automobiles Mekka Österreichs
Corona bedingt ist die Obersteiermark mehr denn je für vier Wochen zum automobilen Mekka in Österreich geworden: Am 27.06. der Große Preis der Steiermark, am 04.07. der Große Preis von Österreich und jetzt Ende Juli die Ennstal-Classic. Eine derart geballte Kraft an faszinierenden Automobilevents hat wohl weltweit kaum eine Region zu bieten. Stehen die Formel-1-Events auch im besonderen Fokus der Öffentlichkeit, steht ihnen die wohl faszinierendste und traditionsreichste Motorsport- und Oldtimer-Rallye-Veranstaltungen Österreichs, die Ennstal-Classic, in nichts nach.

Die Ennstal-Classic - ein 29-jährige Erfolgsgeschichte
Die Ennstal-Classic wurde im September 1992 in den Ardennen nahe der deutsch-belgischen Grenze, unweit der Grand Prix-Rennstrecke von Spa-Francorchamps aus der Taufe gehoben.

Ihre Gründer Michael Glöckner und Helmut Zwickel waren über die Entwicklung der damaligen Formel 1 total frustriert und entwickelten die Idee, für die Zuschauer „Motorsport zum Angreifen“ zu bieten. Mann der ersten Stunde war Walter Röhrl, der als damaliger „Promi“ zur Teilnahme verpflichtet werden konnte. Neben ihm standen im Laufe der Zeit weitere, aus heutiger Sicht illustre Teilnehmer, wie Karl Wendlinger, Dieter Quester, ein gewisser Dietrich Mateschitz oder Österreichs erfolgreichster Rallye-Pilot Franz Wittmann am Start der Ennstal-Classic.

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