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Kia Ceed SW 1.6 PHEV Platin im Test

Viele Plug-in-Hybride sind in Premium- und Luxussegmenten angesiedelt, Kia bringt nun auch einen Ansteck-Kombi in der Kompaktklasse, den wir näher unter die Lupe genommen haben.

Wirft man einen Blick auf die verfügbaren Plug-in-Modelle unterschiedlicher Hersteller, so finden sich auffallend viele Premium-Fahrzeuge darunter. Dass gerade schwere Limousinen und SUV teilelektrifiziert werden, hat gleich mehrere Gründe. Zum einen ist die geneigte Kundschaft in diesen Segment von Haus aus bereit, mehr Geld auf den Tisch zu legen, zum anderen haben die - auf dem Papier - extrem niedrigen Verbräuche doppelte Wirkung. Zum einen ist oftmals gar keine NoVA fällig, zum anderen bleibt man damit auch mit großen Fahrzeugen im niedrigeren Sachbezug. Kein Wunder, dass sich die "Steckerautos" bei Firmen ganz besonders großer Beliebtheit erfreuen. Und so das Fahrprofil passt und man regelmäßig auflädt, macht das ja auch Sinn.

Kompakter Plug-in-Kombi

Mit Kia bringt nun der erste Hersteller auch in der Klasse der Kompakt-Kombis - Škoda und Seat stehen auch bereits in den Startlöchern - ein Plug-in-Hybrid-Modell. Bis auf die Steckerklappe am vorderen linken Kotflügel und andere Armaturenanzeigen gibt es keinen Unterschied zu den konventionell angetriebenen Schwestermodellen des Ceed SW PHEV. Und auch der Kofferraum scheint zunächst ident, der Unterschied befindet sich aber unter dem Laderaumboden. Während dort normalerweise einiges an zusätzlichem Stauraum zu finden ist, gibt's im PHEV nur eine kleine Klappe mit Platz für Ladekabel und Co. Unterm Strich sind es 220 Liter weniger. Immerhin: Während mancher Luxus-Kombi mit einer Stufe im Kofferraum leben muss, gibt es diese im Grundsetup beim Ceed SW nicht. Dank umlegbarer Rücksitzlehnen steht auch der variablen Nutzung nichts im Wege.

Über 40 Kilometer E-Reichweite

Angetrieben wird der Plug-in Ceed von einem 1,6-Liter-Benziner mit 105 PS, der von einem 44,5 kW starken E-Motor unterstützt wird. Das Duo arbeitet gut zusammen, Dynamik gibt's aber erst durch Drücken der Sport-Taste, sonst ist das Temperament überschaubar. Der 136-PS-Turbodiesel ist jedenfalls etwas spritziger, was sich auch im Beschleunigungswert zeigt. Positiv: Die rein elektrische Praxisreichweite pendelte sich in unserem Test zwischen 40 und 45 Kilometer ein, trotz starken Einsatzes der Klimaanlage und der im Platin-Modell serienmäßigen Sitzkühlung. Ist der Akku leer, kommt man im reinen Hybrid-Modus auf einen Verbrauch um die fünf Liter, das kann der Diesel auch. Die Plug-in-Variante kostet mit 41.190 Euro zwar 5.500 Euro mehr als der vergleichbare Diesel, zieht man die Förderung von 2.500 Euro ab, liegt der Preisvorteil aber bei nur noch 3.000 Euro. Und wenn das erwähnte Fahrprofil passt, dann ist der Plug-in eine echte Alternative.

Kia Ceed SW

Vergleichsmodell Diesel:
1.6 CRDi Aut. Platin

Testmodell:
1.6 PHEV Platin

Hubraum | Zylinder

1.598 cm3 | 4

1.580 cm3 | 4

Leistung

136 PS (100 kW)

105 PS + 44,5 kW E-Motor

Drehmoment

320 Nm bei 2.000 U/min

147 Nm + 170 Nm E-Motor

0–100 km/h | Vmax

10,1 s | 200 km/h

10,8 s | 171 km/h

E-Reichweite | Antrieb

- | Vorderrad, aut.

47 km | Vorderrad, aut.

Ø-Verbrauch | CO2

5,1 l D | 133 g/km (EU6d-T)

1,3 l S | 29 g/km (EU6d)

Kofferraum | Zuladung

625–1.694 l | 563 kg

405–1.506 l | 497 kg

Basispreis | NoVA

35.690 € (inkl.) | 4 %

41.190 € (inkl.) | 0 %

Das gefa?llt uns: elektrische Reichweite, Ausstattung, Verarbeitung
Das vermissen wir: eine preisliche Anna?herung an den Diesel
Die Alternativen: S?koda Octavia Combi iV, Seat Leon Kombi e-Hybrid

Spezifikation

Kia Niro Plug-in-Hybrid Kia Niro Plug-in-Hybrid Kia Niro Plug-in-Hybrid Kia Niro Plug-in-Hybrid

Tests

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