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E-Auto-Versicherungen

So versichert ihr euer Elektro- oder Hybrid-Auto richtig

Die Elektrifizierung unserer Autos ist nicht mehr aufzuhalten. Die Marktanteile steigen, die Angebotsvielfalt, sowohl in Hinblick auf Marken aber auch Modelle, wird immer größer und auch die Angst vor Stromern nimmt immer mehr ab. Doch spätestens nach der Kaufentscheidung folgt bald das große Kopfkratzen: „Gibt es bei der Versicherung für E-Autos oder Plug-in Hybride etwas Besonderes zu beachten?“ Wir haben die Antworten.

2020 war kein leichtes Jahr fürs Auto. Und dennoch gab es einen ganz klaren Gewinner: elektrifizierte Fahrzeuge. Während etwa in Österreich der Gesamtmarkt um 33 Prozent einbrach, konnten KFZ mit alternativen Antrieben ihren Marktanteil um 90 Prozent steigern. Und dabei waren es vor allem Benzin/Elektro-Hybridfahrzeuge (+ 105,5 Prozent) und E-Fahrzeuge (+ 72,8 Prozent), die für das Wachstum sorgten. Auch in Deutschland sieht es ähnlich aus. Während 2018 noch nur rund 36.000 E-Autos neu zugelassen wurden, waren es mit über 120.000 im vergangenen Jahr bereits drei Mal so viele. Das Thema der richtigen Versicherung für ein E-Auto oder einen Plug-in Hybriden wird also immer wichtiger. Doch was gilt es zu beachten?

Versicherungsbefreit?

Schaffen wir die wichtigste Frage, die vermutlich auch die mit der am wenigsten überraschenden Antwort ist, gleich zu Beginn aus dem Weg: Braucht man für ein E-Auto oder einen Plug-in Hybriden überhaupt auch eine Versicherung? Die Antwort: Ja, natürlich. Wie jedes andere Auto auch darf auch ein Voll- oder Teilzeitstromer nicht auf die Straße, ohne dass es zumindest eine aufrechte Haftpflichtversicherung für ihn gibt. Eine solche deckt ja bei einem selbst-verschuldeten Unfall insbesondere die entstehenden Ansprüche des Unfallgegners ab – dieser Schutz ist quasi das Rückgrat des Individualverkehrs schlechthin. Dass jemand schuldlos auf horrenden Kosten für Auto-Reparatur oder im schlimmsten Fall auch medizinische Leistungen sitzen bliebe, darf freilich nicht sein. Und diese können elektrifizierte Autos logischerweise ganz genauso verursachen wie der älteste Diesel-PKW.

Wer jetzt aber denkt „Aber ich habe doch gehört, die Kosten für Versicherung und Steuern seien bei E-Autos günstiger“, hat dennoch Recht. E-Autos werden nach wie vor kostentechnisch vielerorts begünstigt. Neben Prämien für den Kauf selbst locken die Regierungen nämlich vor allem mit Steuerbefreiungen. Heißt: Bei E-Autos fällt die motorbezogene Versicherungssteuer weg – und die kann, gerade bei stärkeren und/oder teureren Autos schon eine ganze Menge ausmachen.

Thema Kasko-Versicherung

Spannender wird es, wenn man über die Pflicht im Sinne von Haftpflicht und Steuern hinausgeht und sich der „Kür“ widmet, also Kasko-Versicherungen. Hier gibt es einige Besonderheiten, die bei Autos zum Aufladen berücksichtigt werden sollten.

Der Akku
Mit einer der wichtigsten und gleichzeitig teuersten Bestandteile an einem E-Auto ist dessen Akku. Sowohl bei PHEVs, als auch E-Autos sollte also unbedingt darauf geachtet werden, dass es für diesen explizite Regellungen in der abgeschlossenen Kasko-Versicherung gibt. Und das in mehreren Ebenen: Einerseits sollten dessen Funktionstüchtigkeit selbst – eventuell auch durch Nutzungsfehler wie etwa Tiefenentladungen – andererseits auch eventuell durch ihn verursachte Schäden abgedeckt sein (Stichwort Brand). Passend dazu sollte auch auf die Deckung von indirekten Blitzschlägen geachtet werden.

Wichtig hierbei: Je nach Hersteller und Erwerbsmodell ist der Akku eines E-Autos manchmal nur gemietet, während das Auto selbst gekauft ist. In so einem Fall ist die Batterie idR auch durch den Hersteller versichert. Man sollte also bei der eigenen Versicherung darauf achten, dass der Akku explizit ausgenommen ist. So verhindert man eine Doppel-Versicherung und spart bares Geld.

Das Zubehör
Der Strom für den Vortrieb eines PHEV oder E-Autos muss bekanntermaßen irgendwie aus dem Stromnetz ins Auto kommen. Hier kommen Kabel ins Spiel. Diese sind aufgrund ihrer aufwändigen Konstruktion oft selbst alles andere als günstig und könnten Langfingern ebenso zum Opfer fallen wie Vandalen. Auch das sollte am besten durch die KFZ-Versicherung gedeckt sein.

Aber Achtung: Auf privatem Grund und Boden installierte Wallboxen sind keinesfalls durch eine KFZ-Versicherung abgedeckt. Sie sollten extra in der Eigenheim- oder Haushaltsversicherung miteingeschlossen werden.

Folgekosten
Wenn es mit einem E-Auto oder PHEV kracht, muss oft mehr beachtet werden als bei einem Unfall, an dem ausnahmslos konventionell angetriebene Fahrzeuge beteiligt waren. Das kann auch höhere Kosten für den Verursacher bedeuten. Vor allem, wenn ein E-Auto Feuer fängt, wird es in jeder Hinsicht brenzlig. Diese müssen nämlich mit speziellem Equipment erstickt werden und auch der Abtransport und die Entsorgung sind heikel und überaus kostenintensiv. Solche Schäden sollten also gedeckt sein.

Auch Schäden durch unsachgemäßes Abschleppen sollten einen eigenen Passus erhalten. Dadurch, dass bei E-Autos, aber auch manchen PHEVs, bei denen der E-Motor direkt an einer Achse sitzt, der Antrieb auch Strom erzeugen kann, könnte es durch unsachgemäßes Abschleppen zu einem Schaden am Akku oder, im schlimmsten Fall, einem Brand kommen.

Fazit

Ihr seht also: Am Ende gibt es bei der Versicherung von E-Autos und Plug-in Hybriden doch einige Spezifika zu beachten. Spannenderweise gibt es aber dennoch noch recht wenige Versicherungen, die sich diesen Themen auch explizit annehmen. Eine Ausnahme bietet die Verti, die neben der klassischen Kfz Auto-Versicherung auch eine Versicherung für E-Autos im Angebot haben, die nicht nur mit niedrigeren Tarifen, sondern eben auch speziellen Deckungsumfängen für E-Auto-spezifische Themen überzeugen kann.

 

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