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Mit vier Pfoten auf Gipfelsturm
Andrea Fehringer, Fred & Otto

Wanderurlaub mit Hund – die besten Touren im Salzkammergut

Warum man als Hundebesitzer am besten und ausschließlich auf Wanderurlaub fährt, erläutert Autorin Andrea Fehringer – und hat Marketinglady Daniela Loibl auf Wander-Tour geschickt. Alle Routen sind im neuen Buch „Fred & Otto – unterwegs im Salzkammergut “. zu finden. Wir bringen einen kleinen Auszug.

Andrea Fehringer

Was hat die Karibik, was Österreich nicht hat? Das fragt man sich nicht als Hundebesitzer mit Auto, das weiß man. Während man in irgendeiner Bucht liegt und auf türkisfarbenes Wasser schaut, träumt man von seinem Hund, der daheim herumliegt und von einer Bucht mit türkisfarbenem Wasser träumt. So kommt kein Bacardi-Feeling auf, egal, was man für einen Leihwagen hat. Die Lösung ist einfach. Man fliegt halt nicht weg.

Car-Check-in
Was nicht heißt, dass man nicht Urlaub machen kann. Urlaub kommt gleich hinter ­Leckerli, jede Reise ein Hochgenuss, jede Fahrt ein Aben­teuer. Sofern man ein Hundeauto hat. Vom Hund aus gesehen ist das immer genau jenes, das gerade da ist. Hunde sind unkompliziert. Da versucht sich eine Dogge in ­einen Mini zu schlichten und ein Mops einen ­Range Rover zu entern. Auf Marke, PS und sonstige Extras kommt es ihnen also nicht an.
Darauf, wie es drinnen riecht, schon. Hat man einen charakterstarken Hund, braucht man entweder noch mehr Charakter. Oder ein Keksi. Was heißt eines? Wenn man bedenkt, dass so ein Urlaub bis zu zwei Wochen dauern kann, lässt man drei Paar Stöckelschuhe und ein paar Bücher, die man mit Hund ohnehin nicht braucht, daheim. Man greift also in den Keksi-Koffer, wirft eins auf den Rücksitz und hopp, schon ist das Boarding abgeschlossen.

Bitte anschnallen
Der Hund ist im Auto, das Keksi in ihm verschwunden, es kann losgehen. Naja, es könnte losgehen. Sofern der Hund dort sitzt, wo ihn das Gesetz haben will. Hinten, auf der Rückbank oder im Heckkofferraum, durch einen Gurt oder in einer Transportbox gesichert, damit er bei einem Unfall nicht durchs Auto geschleudert werden kann.
Das klingt alles sehr vernünftig, außer in Hundeohren. Hunde sind aufgeweckte Wesen, sie wollen alles sehen, alles riechen, überall dabei sein, am liebsten selber fahren. Und das Lenkrad ist nun mal vorn. Natürlich kommt Hund von vorn aus auch besser ans Autoradio (bessere Musik!) und ans Handschuhfach (Kekse!) ran. Kurz: Das Tier will nach vorn. Der Trick ist derselbe wie beim Einsteigen: Man wirft ein Keksi auf den Rücksitz.

Nur die Ruhe
Sollte man sich dabei Gedanken um das schöne Sitzleder machen, kann man genauso gut schauen, wann der nächste Flieger in die Karibik geht. Denn Hunde machen nicht nur Dreck. Hunde lieben Dreck. Hunde bringen ihren Menschen den Dreck. Als Geschenk. Selbstverständlich auch ins Auto.
Das weiß man natürlich, aber im Urlaub zeigt sich das geballt. Man wird Haare im Wagen finden, die niemals vorher auf einem einzigen Hund gewesen sein können. Scheiben werden Nasenabdrücke, Sitzflächen Flecken und das gesamte Auto einen strengeren Geruch haben. Kein Problem, solange man nicht aussteigt.

Aber Hunde brauchen Zwischenstopps, auch wenn sie das selbst gar nicht merken. Sie werden im Auto schnell müde und fallen in eine Art Wachkoma. Trotzdem muss Wasser aus ihnen heraus und in sie hinein, und das in regelmäßigen Abständen. Hin und wieder ist es natürlich auch Zeit fürs Futter. Essen im Wageninneren mitzuführen, ist übrigens keine gute Idee. Denn er wird es finden. Und er wird es fressen. Auch das, was er gar nicht verträgt: Schokolade, Avocados, Zwiebel, Alkohol, Weintrauben.

Die idealen Vierbeiner-Ferien?
Hunde machen alles mit. Wenn ihr Mensch stundenlang Kirchen besichtigen will, besichtigen sie eben stundenlang Kirchen. Sofern sie das dürften. Sightseeing mit Hunden ist also etwas eingeschränkt. Sie im Auto zu lassen, während man sich in Museen, Bibliotheken oder Klöstern herumtreibt, ist keine Alternative. In geparkten Autos besteht schon bei kurzen Wartezeiten ab 20 Grad Außentemperatur Lebensgefahr für den Hund. Er hat im Sommer allein im Auto nichts zu suchen. Und wenn man nicht gerade einen soeben aus Alaska importierten Husky hat, besteht bei winterlicher Kälte Verkühlungsgefahr.

Hundewanderurlaub!
Bildungsurlaub wird es also keiner werden. Dafür zeigt einem der Hund die Natur, als hätte man sie noch nie gesehen. Zum Beispiel beim Wandern.
Fred & Otto haben die Pfoten unter die Arme genommen und sind dreißig Routen in drei Schwierigkeitsstufen im gesamten Salzkammergut abgegangen. Drei davon stellen wir hier zum Beschnuppern vor.

1. Leichtes Level: Spaziergang

Die Tour Nr. 21 rund um die Langbathseen bei Ebensee (OÖ) ist genau das Richtige für Einsteiger & Couch-Potatoes, ein gemütlicher Spaziergang mit Traum-Panorama entlang der beiden Seeufer.

Der vordere und hintere Langbathsee liegen am Fuße der Nordabstürze des Höllengebirges im Salzkammergut. Eingebettet in dieser herrlichen Gebirgslandschaft ziehen sie Schwärme von Wanderern und Spaziergängern an, die auf einem einfachen Forstweg die beiden Seen umrunden. Auch wenn Hunde nicht ganz hinein dürfen, zum Abkühlen reicht es.

Länge: ca. 7,5 km rund um beide Seen
(alternativ kann auch nur ein See umrundet werden)
Dauer: 2 Stunden
Aufstieg: ca. 90 Höhenmeter

2. Mittleres Level: Wanderung

Die Tour Nr. 09 auf den Großen Schoberstein bei Weißenbach am Attersee (OÖ) ist etwas für Fortgeschrittene, eine leichte Wanderung für erste gemeinsame Bergabenteuer. Der Aufstieg ist sozusagen ein Welpenspiel, dann muss man sich die prächtige Aussicht auf den Attersee ein bisschen verdienen. Die Herausforderung lauert im oberen Teil, wo der Weg ein kurzes Stück über einen seilgesicherten Pfad führt. Außerdem gibt es keine Wasserstellen unterwegs, man darf also die Trinkflaschen nicht vergessen.

Der Schoberstein ist ein 1.037 Meter hoher Berggipfel im Höllengebirge direkt oberhalb des Attersees. Der Ausblick vom Gipfel kann was. Der gesamte See posiert wie für einen Landschaftswettbewerb, man sieht bis zum Schafberg und zum Mondsee.

Länge: ca. 6 km
Dauer: 3 bis 3,5 Stunden
Aufstieg: 550 Höhenmeter

3. Schwieriges level: Bergtour

Die Tour Nr. 28 zur Goiserer Hütte mit Startpunkt in Bad Goisern (OÖ) und Erweiterung der Tour zum Hohen Kalmberg ist ideal für ambitionierte Zwei- und Vierbeiner. Mit dem neuen Hüttenwirt Max und seiner Australian-Shepard-Hündin Shanti herrscht eine sehr hunde- und gastfreundliche Stimmung. Nicht zu vergessen: die besten Kaspressknödel der Welt.

Der Hohe Kalmberg ist ein Glücksplatz der Region, den Einheimische auch Indianer nennen. Schon ab der Kalmooskirche und dann kurz vor dem Gipfel erkennt man die außergewöhnliche Felsformation, die an einen Indianerhäuptling erinnert. Bis zur Hütte schafft man die Tour ohne Kraxeleien.

Länge: ca. 9 km
Dauer: 5 Stunden
Aufstieg: 650 Höhenmeter

Weitere Wanderungen und Tipps für Hunde und Besitzer in „Fred & Otto unterwegs im Salzkammergut – Wanderführer für Hunde.“ (Erhältlich bei fredundotto.de, Amazon und Thalia; UVP: 14,99 Euro). Noch mehr Tipps für Ausflüge mit Hunden finden Sie in „Fred & Otto unterwegs in Wien“, „Fred & Otto unterwegs in Niederösterreich“, „Fred & Otto unterwegs in Oberösterreich & Salzburg“.

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