FAMILIENAUTOS

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Adn. Adn. Ghrrr!* Und Bim.**
Alexander Seger

Toyota Highlander im Familienautostest

Die Liebe zum Auto ist Alexander wohl in die Wiege gelegt. Was liegt also näher, als einen Autotest gleich mal dem perfekten Tester zu überlassen, zumindest zum Teil. Und ja, an der Linguistik wird noch ein wenig gearbeitet. ** steht nämlich für Auto. Auto. Großes Auto! Und das ist der Highlander in der Tat.

Bernd Hammer

Gelegentlich kann diese „Liebe“ ein wenig „nervend“ sein, vor allem in Wien. Nämlich wenn etwa am Fußweg zum Bäcker der Bub bei jedem geparkten Auto stehen bleibt, dieses berühren möchte und man ihm dauerschleifenmäßig erklärt: „Modell XY, aber das ist nicht unser Auto, komm, wir gehen weiter.“ Der Bub hat’s ja im Auto immer am besten – ein bequemer, neigungsverstellbarer Sessel, immer was zu essen und trinken dabei, dazu Unterhaltung auf „Schrei-/Keppeldruck“. Bei mehr als drei klassischen Beifahrern wird’s aber rasch eng auf den billigen Plätzen. Gut, dass unser Testwagen Platz für sieben hat.

Wirklich Ghrrr, äh, groß.
Die Abmessungen lassen Alexander staunen. Mit fast fünf Metern Länge überragt er etwa seinen „Ghrrr, äh, den Konzern-Bruder“, den Landcruiser um mehr als zwölf Zentimeter. Somit ist wirklich Platz für die ganze Familie, na ja, zumindest für Eltern, Großeltern, Kinderwagen, Roller, Bobbycar und vieles mehr. Durch die (relativ) geringe Höhe von 1,75 Meter wirkt er gar nicht so mächtig, die gestreckten Linien helfen ebenfalls, nicht gleich als klassisches Stadt-SUV schief angesehen zu werden. Mit 248 PS Systemleistung ist er auch ausreichend motorisiert für so ziemlich alle Lebenslagen. Im Testverbrauch kamen wir (vollbesetzt) auf 8,2 Liter, ein passabler Wert für die Größe. Dezent, bequem und leise, dank Hybridsystem, kann der Highlander aber auch akustisch. So bequem, dass unser „Shootingstar“ auf dem Weg zur Foto­location auch gleich eingeschlafen ist.

Knöpferl drücken, juchhuuuu!
Gewiss, manche Fortschritte der Automobil­industrie möchte man nicht mehr missen, dazu zählen nätürlich die Sicherheits­klassiker wie ABS, Totwinkelwarner, aber auch die komfortablen Features wie Sitz- und Lenkradheizung, 360-Grad-Kamera und vieles mehr. ABER: Wenn man sich ansieht, was einige Nerds beim Gestalten der Cockpits machen, denkt man, dass ebendiese noch nie ein Auto gelenkt haben. Zu sehr werden einfachste Bedienelemente in Touchpads am Lenkrad verpackt oder in diversen Untermenüs auf dem Display versteckt. Umso erfreulicher, dass der Bub (der kleine wie der große) auch wieder am Rad drehen und richtige Knöpfe drücken darf. Neben den vielen Ablageflächen finden auch 5 Stecker für USB Platz, Induktionsladen funktioniert in der Mittelkonsole.

VIP an Bord
Das Leben als VIP, also am Chefsessel rechts hinten, ist ja grundsätzlich in Ordnung. Aber manchmal will der Bub selbst ans Steuer und sein
(T)Raum-Auto erkunden. Auch der Highlander besitzt VIP-Status, nämlich in der höchsten Aus­stattungsstufe. Diese gesamt aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen, unter anderem bietet sie belüftete Sitze vorn, 3-Zonen-Klima­automatik, das JBL-Premium-Soundsystem oder ein Panorama­schiebedach. Wünsche bleiben so kaum offen. Die Rücksitze sind in der Länge verschiebbar, somit steht Erwachsenen in der dritten Reihe genügend Platz zur Verfügung. Legt man alle Sitze um, bietet der Kofferraum 1.909 Liter Stauraum. Klar, falls ein Familien­urlaub ansteht, wird man um eine Dachbox nicht herumkommen, es bleiben ja nur mehr 241 Liter Platz im Kofferraum, dafür sind alle dabei.

Highlander versus Bim**
Irgendwann geht jeder Ausflug zu Ende, und Alexander will wieder nach Hause. Man kennt das Gesetz des Stärkeren, frei nach dem Credo „Es kann nur einen geben!“, aus dem 80er-Jahre-Kultfilm. Und in einem „Wettstreit“ verliert der Highlander. Nämlich den gegen „Bim“. Nein, hier fehlt kein Artikel, und bevor jemand einen Schreck bekommt, schnell die Auflösung. **Bim steht für den Bub nämlich für Blinis, auf Deutsch ­Palatschinken. Und die macht immer noch Oma am besten. Da bleibt selbst für den Highlander nur der zweite Platz.

Toyota Highlander 2,5 l Hybrid AWD-i VIP
Preis: 72.420,27 € (Einstiegspreis ab 58.890,– €)
247 PS/182 kW | 0–100 km/h in 8,3 sec
Getriebe: Allradantrieb
Ø Verbrauch lt. Hersteller (im Test): 6,6–7,1 (8,2) /100 km
Ø CO2-Emission lt. Hersteller: 149–160 g/km
Kofferraum: 241–1.909 | 7 Sitzplätze, 2 ISOFIX- (Reihe 2) und 4 Top-Tether-taugliche (3 in Reihe 2) Fondplätze

Resümee: Mit ausgeklügeltem Hybridantrieb kann man auch ein 4,95-Meter-SUV ohne Tankstellen-Schock bewegen.
Was uns gefällt: sein sportliches und gleichzeitig dezentes Auftreten.
Was uns fehlt: ein Skisack, Winter is coming und der Bub muss ja auch Skifahren lernen.

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