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Kann ein SUV denn öko sein?
Christian Houdek

Toyota RAV4 Hybrid im Familienautostest

Er sieht kantig und wuchtig aus, ist jedoch alles andere als ein Spritfresser. Der Toyota RAV4 ist sogar sehr sparsam, geräumig und lässt sich dank Hybridantrieb zeitweise auch lautlos und lokal emissionsfrei fahren. Unsere Testfamilie freut‘s!

Petra Walter

Wollte eine frischgebackene Familie früher einmal – und das ist noch nicht so lange her – ein Familienauto kaufen, so war dies ein relativ simpler Vorgang. Man entschied zwischen Kombi und Van oder Bus und zwischen Benzin- oder Dieselmotor. Die sparsamste Kombination war dann meistens ein Kombi mit Dieselantrieb. Heutzutage ist die Qual der Wahl viel größer: Der Frage nach der Karosserie (traditioneller Kombi, Raumkaiser Van oder trendiges SUV) folgt die Frage: Und welchen Antrieb soll unser Auto haben? Diesel will man oft nicht mehr, Elektroantrieb noch nicht so ganz, dafür aber SUV, auch wenn sie in den seltensten Fällen die geräumigsten sind, dafür aber so schick und man hat diese gute Übersicht …
Fragen über Fragen, Wünsche über Wünsche, die überraschend alle mit einem Hybrid-SUV beantwortet sind, dem ­Toyota RAV4, der vor rund 20 Jahren der Vorreiter in Sachen SUV war: Seine Reichweite als Hybrid ist schier unendlich, dennoch kann man zwischendurch und vor allem bei Stop-and-go-Verkehr in der Stadt oder niedrigen Geschwindigkeiten rein elektrisch und somit lokal emissionsfrei fahren, ohne jemals aufladen zu müssen. Der Verbrauch ist ­sparsam. Der RAV4 lässt sich bequem besteigen, man sitz gut und hat eine exzellente Übersicht. Und: Er ist mega-geräumig, im Cockpit, im Fond und auch im Kofferraum. Unser Testpapa Rainer hat’s getestet: Trotz 1,90 Meter Körperlänge hatte er im Fond bequem in alle Richtungen Platz, im Cockpit sowieso. Das Kofferraum-Erobern überließ er seinen Töchtern Anna und Carina, die die 580 bis maximal 1.690 Liter (bei umgeklappter Rücksitzlehne) Fassungsvermögen auf ihre Art und Weise begutachteten.

Holla, Hybrid-Hype
Toyota hat in über 20 Jahren bereits über 12 Millionen Mal einen Hybridantrieb gebaut – dennoch erfährt diese Antriebsart aus eingangs erwähnten Gründen derzeit einen regelrechten Aufschwung und verleitet zum entspannten Gleiten. Auch wenn die Systemleistung unseres Test-RAV4 satte 218 PS beträgt und das kantige SUV in 8,4 Sekunden von null auf hundert trägt, verlieren Beschleunigungszeiten völlig an Bedeutung. Vielmehr genießt man jede noch so kurze oder auch lange Fahrt. Nicht zuletzt dank der zahlreichen Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme, zusammengefasst als Toyota Safety Sense, bereits ab dem Einstiegsmodell serienmäßig. Zu diesem gehören unter anderem adaptiver Tempomat mit Spurverfolgungsassistent, Pre-Collision-System mit Fahrradfahrer­erkennung, automatisches Fernlichtsystem, Spurwechselwarner mit Lenkeingriff oder auch das e-Call Notrufsystem. Ein gutes Gefühl auf jedem Meter und in jeder Sekunde.

Alles immer im Blick
Das hohe Sitzen und die gute Rundumsicht würden schon genügen, um den doch dicken RAV4 präzise auch durch enge Gassen oder in knapp bemessene Parklücken zu pilotieren. Aber er unterstützt zusätzlich mit dem 360-Grad-Kamera-System mit Rundumsicht inklusive Vogel-, Weitwinkel-, Durchsichts- und Panoramaperspektive und dem Smart-Innenrückspiegel. Letzterer ein faszinierendes Assistenzsystem, das auf den ersten Blick wie ein normaler, automatisch abblendender Innenspiegel aussieht. Aber er kann weitaus mehr: Er lässt sich in einen Monitor-Modus umschalten und überträgt damit Weitwinkelbilder einer hochauflösenden Kamera, die oberhalb der Heckscheibe montiert ist. Der Vorteil: Selbst bei einer Beladung bis zum Dach hat man nach hinten stets den „Durchblick“.

Mit einem Quäntchen Schwarz
Sehr gut stehen dem RAV4 die schwarzen Akzente, die ein typisches Merkmal der Test-Ausstattung Style (weiters gibt es City, Active und VIP) sind: das Dach in schwarzer Kontrastfarbe, schwarzer Dachhimmel, schwarz lackierter Kotflügelschutz und abgedunkelte Scheiben. Zu den serienmäßigen Highlights zählen weiters die 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, das JBL Soundsystem und die induktive Ladestation für Mobiltelefone. Der kantige dicke Typ ist also nicht nur ein optimistisches und freundliches, sondern auch durchaus innovatives Familien-SUV.

Toyota RAV4 2,5 2WD Hybrid Style in Daten & Fakten
Preis: 46.934 € (Einstiegspreis ab 32.990 €) | 218 PS/160 kW (Systemleistung) 0–100 km/h in 8,4 sec | Antrieb: Automatik | Ø Verbrauch lt. Hersteller (im Test): 4,6 (6,0) /100 km | Ø CO2-Emission lt. Hersteller: 105 g/km | Kofferraum: 580–1.690 | 5 Sitzplätze | 2 kindersitztaugliche Fondplätze

Resümee: Dick, aber nicht durstig. Eckig, aber sehr effizient. Entspanntes Hybrid-SUV mit viel Platz und Familiensinn.
Was uns gefällt: der Hybridantrieb
Was uns fehlt: Wir hätten lieber das Allrad-Modell
Familienbonus: Raum, Raum, Raum, geringer Verbrauch

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