FAMILIENAUTOS

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Hast du Töne!
Ing. Alexander Seger

Honda Jazz Crosstar e:HEV im Familienautostest

Spätestens dann, wenn der Nachwuchs lautstark sein Dasein verkündet, muss ein geeignetes Familienfahrzeug her. Bald danach wird klar: Ein adäquates Zweitauto wär’ auch fein! Wir haben ein sehr passendes – Alice und Luis testen es mit Mama und Oma.

Petra Walter

Was braucht das ideale Zweit­auto für die Familie? Vor allem Platz. Für Kind(er) und (Schul-)Koffer, also vier Sitze und ein g’führiger Kofferraum müssen es schon sein. Gesellen sich noch ein etwas höheres Sitz­angebot und supersparsames Verhalten hinzu, bleibt im Grunde kein Wunsch mehr offen – und ist in Summe der neue Honda Jazz ­Crosstar e:HEV.

Am Kürzel „e:HEV“, das nunmehr alle neuen Jazz tragen, lässt sich erkennen: Den neuen Jazz gibt’s nur mehr mit Hybridantrieb. Dabei wählt der clevere Jazz, je nach Fahrsituation, selbstständig die entsprechende Energiequelle aus und switcht dafür automatisch zwischen Motorantrieb, Hybridantrieb oder reinem Elektroantrieb. Ja, richtig gelesen, die spezielle Hybridtechnologie von Honda erlaubt auch reinen Elektrobetrieb, zum Beispiel beim Anfahren, Einparken etc., und unterscheidet sich dabei von etlichen anderen, bei denen der Elektromotor ausschließlich unterstützend agiert. Konkrete Zahlen gibt es keine, sind auch nicht gefragt, aber gefühlte zwei bis drei Kilometer in gemächlichem Tempo haben wir im jazzigen Test wohl zurückgelegt.

Stramm und robust
Das offensichtlich Exklusive am Crosstar ist seine SUV-Erscheinung: 16 Millimeter mehr
Bodenfreiheit als seine „gemeinen“ Geschwister, dazu die robustere Front, das strammere Hinterteil, die Dachreling, die exklusive Farbe Surf Blue (hinreißend!) und die figurbetonenden schwarzen Seitenschweller – das macht was her und den coolen Crosstar zum Hingucker. Noch fescher ist er – so wie unser Test-Jazz – mit dem aufpreispflichtigen Robustpaket (Unterfahrschutz vorne und hinten). Diese 490 Euro legen wir jedem Crosstar-Interessierten ans Herz und eigentlich auch die 890 Euro Aufpreis für die 2-Tone-Lackierung, da sind „Fensterrahmen“ und Dach in Schwarz gehalten.

Echt magisch!
Seit jeher zählt der Jazz zu den absoluten ­Geräumigkeitskünstlern. Dies tut er vor allem via Magic Seats. Das Konzept der Rücksitze ist und bleibt genial: Deren Rückenlehnen lassen sich einerseits umklappen und völlig eben im Boden versenken – was viele Autositze können. Andererseits lassen sich die Sitzflächen aber auch hochklappen, und man kann, beispielsweise für den Transport von Pflanzen, dadurch die volle Ladehöhe nutzen. Darüber hinaus hat er auch zahlreiche praktisch-clevere Fächer und Ablagen, etwa die Getränkehalter links und rechts am Armaturenbrett.
Apropos Raumkünstler und immer wieder besonders erwähnenswert: Sowohl vorne als auch hinten können Großgewachsene bequem und bei guter Rundumsicht sitzen. So lassen sich nicht nur Kinder, sondern auch Oma und Opa kommod hinten mitnehmen.

Voll drauf abgefahren
Mit all diesen Vorzügen haben wir Mama Nicole mit ihren beiden Kids Alice und Luis sowie Oma Heidi für den ausgiebigen Test neugierig gemacht. Und tatsächlich fanden Kinder und Erwachsene auf allen Sitzen Platz, so gut und gemütlich, dass Alice das Steuer übernehmen und am liebsten „nach Italien fahren“ wollte. Auch das wäre mit dem großen Kleinen absolut drin, verfügt er doch über eine sehr gute Federung und Dämpfung. Mit der leichtgängigen Lenkung und der eCVT-Automatik ist er also absolut langstreckentauglich. Nur spontane Sprints liebt unser Jazz Crosstar nicht so sehr, denn wer ambitioniert aufs Gaspedal tritt, erntet angestrengt klingenden Widerspruch.

Viel Sicherheit serienmäßig
Wie alle Eltern und Großeltern interessierten sich auch Nicole und Oma Heidi für die sicherheitstechnischen Aspekte des potenziellen neuen Familien-Zweitwagens. Und, wie könnte es anders sein, trifft der Jazz Crosstar auch hier voll ins Schwarze: Serienmäßig sind zehn (!) Airbags, darunter ein neuer zentraler Frontairbag, sowie eine ganze Reihe nützlicher Fahrerassistenten – vom Kollisionswarnsystem über Spurhaltewarner und präventives Spurhaltesystem bis hin zur adaptiven Geschwindigkeitsregelung (mit Stauassistent) an Bord. Alles zusammengefasst unter dem Überbegriff „Honda Sensing“.

Da wäre noch die Sache mit dem Handy
Auch wenn die dreijährige Alice und der knapp sechsjährige Luis noch kein eigenes Smart­phone besitzen und ihnen das Konnektivitätspotenzial des Autos noch herzlich egal ist – Musik hören wollen sie unbedingt oder über Mamas Smartphone spannenden Hörbüchern lauschen. Und dass sie dieses dank „Wireless Apple Car Play“ eben kabellos mit dem Auto verbinden kann, sorgt für einen weiteren Pluspunkt auf der Potenzieller-neuer-Zweitwagen-Liste. Kann also gut sein, dass unsere Test­familie zum nächtsten Fototermin bereits mit ihrem neuen Jazz Crosstar anreist. Übrigens unbedingt in diesem freundlichen Zartblau, auch darüber waren sich die Kids einig.

Jazz Crosstar e:HEV 1.5 i-MMD Hybrid Executive in Daten & Fakten
Preis: : 28.370,– € (Basismodell ab 26.990,– €) Leistung: 98 PS/72 kW | 0–100 km/h in 9,9 sec
Antrieb: CVT-Automatik | Ø Verbrauch lt. Hersteller (im Test): 4,8 (5,0) /100 km | Ø CO2-Emission lt. Hersteller: 110 g/km | Kofferraum: 298–838 | 5 Sitzplätze | 2 kindersitztaugliche Fondplätze
Resümee: Pfiffiger Alltagspraktiker mit viel Raum und Effizienz und somit zauberhafter Familien-Zweitwagen
Was uns gefällt: Honda Sensing ist serienmäßig
Was uns fehlt: günstigerer Preis wär‘ uns recht!
Familienbonus: die Magic Seats!

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