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Formel 1: Jerez-Test

Fahrverhalten steht im Vordergrund

Pirelli setzt bei den Tests in Jerez eine spezielle Wintermischung für kalte Temperaturen ein und möchte die Strecke am Freitag für einen Regentest bewässern.

Nicht nur für zehn der elf Formel-1-Teams beginnt morgen mit dem ersten Test des Jahres 2014 in Jerez eine neue Ära. Auch Reifenlieferant Pirelli muss sich im vierten Jahr in der Formel 1 auf die großen Veränderungen des Technischen Reglements einstellen. Dazu entwickelten die Italiener, die trotz teils heftiger Kritik im vergangenen Jahr ihren Vertrag als Ausrüster der Formel 1 um drei Jahre bis Ende 2016 verlängert haben, völlig neue Reifen.

"Der Test in Jerez wird sehr interessant, denn wir erleben den 2014er-Autos und die Motoren erstmals auf der Rennstrecke und werde sehen, wie sie mit unseren Reifen interagieren", sagt Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery. "Vor allem dieser erste Test ist eine gute Gelegenheit um festzustellen, wie sich die neuen Autos auf unseren Reifen verhalten, nachdem es einige Unterschiede zwischen den Autos des Jahrgangs 2014 gibt."

"Die Reifen des Jahrgangs 2014 unterscheiden sich von ihren Vorgängern genau so sehr wie die Autos", so Hembery. Bei den Slicks handelt es sich um völlig neu entwickelte Reifen mit einer neuen Konstruktion und neuen Mischungen. Diese sind etwas schwerer als ihre Vorgänger, sodass das Mindestgewicht der Autos in der vergangenen Woche von 690 auf 691 Kilogramm erhöht wurde. Die Mischungen wurden mit Blick auf das höhere Drehmoment der Turbomotoren etwas härter gewählt. "Unsere Vorbereitung wurde vor allem mit fortschrittlichen Simulationen durchgeführt, aber auch mit Tests auf der Strecke", sagt Hembery. Dazu hatte Pirelli kurz vor Weihnachten einige Teams nach Bahrain eingeladen.

Für den Test in Jerez hat sich Pirelli etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Winterreifen für die Formel 1. "Im vergangenen Jahr haben die Teams durch die extrem niedrigen Temperaturen in Spanien Fahrzeit verloren, einmal sahen wir sogar Eis auf der Strecke. Um so etwas zu verhindern, haben wir eine spezielle Winterversion der harten Mischung entwickelt", erklärt Hembery. "Diese wird nur in Jerez eigesetzt und sollte auch unter kalten Bedingungen effektiv arbeiten."

Zudem möchte Pirelli in Jerez die neuen Regenreifen testen, die über ein neues Profil und eine neue Mischung verfügen. "Die neuen Regeln sehen vor, dass an einem Tag der Vorsaisontests die Intermediate- und Regenreifen auf nasser Strecke getestet werden. Das ist für den letzten Tag in Jerez vorgesehen, damit die Teams ihre neuen Autos so früh wie möglich unter verschiedenen Bedingungen testen können", sagt Hembery. Dies könnte allerdings hinfällig werden, denn in den nächsten Tagen könnte der Kurz in Jerez auch auf natürliche Weise gewässert werden, nachdem Regen vorhergesagt ist.

In der Saison 2014 stehen den Teams für Tests insgesamt 135 Reifensätze zur Verfügung. Bei den drei Tests vor Beginn der Saison werden davon 85 Sätze verwendet - 25 in Jerez und je 30 in Bahrain. Für Jerez stellt Pirelli in Absprache mit den Teams ein Basis-Set von 18 Reifensätzen zur Verfügung: Zwei Medium, vier Hart, sechs der Winter-Mischung der harten Reifen, die Graining vermeiden soll sowie je drei Sätze Intermediate und Regenreifen. Sieben weitere Sätze dürfen die Teams aus allen Mischungen frei wählen.

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