Formel 1

Inhalt

Formel 1: News

„Hätte es anders gemacht als Liberty“

Bernie Ecclestone erklärt, wieso er gegen Liberty trotz des Rauswurfs keinen Groll hegt, wie er agiert hätte und zu wie vielen Rennen er 2017 reisen wird.

Anfang 2017 wurde Bernie Ecclestone völlig überraschend als Formel-1-Boss abgesetzt. Laut eigenen Angaben hegt der 86-Jährige aber keinen Groll gegen die neuen Formel-1-Besitzer von Liberty Media. "Und zwar überhaupt nicht, denn ich weiß wie die Welt funktioniert", meint der Brite gegenüber Sky Sports News. Zumal die Vorgehensweise laut Ecclestone typisch US-amerikanisch sei. "Sie haben das Auto gekauft, also wollen sie es selbst fahren."

Er selbst hätte allerdings "wahrscheinlich" auf eine andere Herangehensweise gesetzt, hätte er die Formel 1 von Liberty Media übernommen. "Ich hätte sie gebeten, eine Zeitlang mit mir zu arbeiten, hätte ein Jahr gewartet und mich dann gefragt: 'Hat es funktioniert oder nicht?' Es hat nicht funktioniert? Dann tut es mir Leid, ihr müsst gehen..."

Nachdem die Formel 1 über mehrere Jahrzehnte alleine von Ecclestone geführt wurde, setzt Liberty Media nun auf eine Dreierspitze aus Geschäftsführer Chase Carey sowie Ross Brawn und Sean Bratches, die sich um den sportlichen und den kommerziellen Bereich kümmern.

Ecclestone selbst wurde als mit dem Titel Chairman emeritus für seine Verdienste gewürdigt, doch das bedeutet dem Briten nichts. Das heißt allerdings nicht, dass er das Formel-1-Fahrerlager in Zukunft meiden will, wie er ankündigt. "Ich wurde gebeten und eingeladen, zu den meisten Rennen zu kommen, also muss ich mir das anschauen. Ich werde wahrscheinlich zumindest die Hälfte besuchen."

Dass er für die Krise in der Formel 1, die kleinen Teams nagen am Hungertuch und die Zuschauerzahlen sinken, verantwortlich ist, will er nicht gelten lassen, obwohl er glaubt, dass dies mit seinem Rauswurf in Zusammenhang stehen könnte.

"Die Leute denken - und das hat auch Chase gesagt -, dass ich in den vergangenen drei Jahren keine sehr gute Arbeit geleistet habe", erklärt Ecclestone. "Ich bin aber anderer Meinung, CVC ist anderer Meinung, denn ich habe Einnahmen von 1,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr gewährleistet, weshalb ihre Anteile sehr viel wert waren. Hätte ich schlecht gearbeitet, dann hätten die Leute die Anteile günstiger kriegen können."

Drucken
Mercedes-Nein zu Anteilen Mercedes-Nein zu Anteilen Brawn will Expertengruppe Brawn will Expertengruppe

Ähnliche Themen:

01.10.2017
GP von Malaysia

Sepang-Chef Razlan Razali übt scharfe Kritik an der Formel 1 und Rechteinhaber Liberty Media und ärgert sich über Fake-Dokumente auf Social Media.

15.07.2017
GP von Großbritannien

Der Poker um den Großbritannien-GP spitzt sich zu: Ein Verkauf des Kurses ist ausgeschlossen, der BRDC sieht sich als "Wächter des Motorsports".

30.01.2017
Formel 1: News

Nach seinem Formel-1-Aus hätte Bernie Ecclestone bald den nächsten Prozess am Hals gehabt, doch man einigte sich außergerichtlich.

Formel 1: News

Mehr Strom Facelift für den Elektro-Renault Zoe

Facegelifteter Renault Zoe: bis zu 390 Kilometer Reichweite, mehr Leistung, mehr Ladeflexibilität, neue Assistenzsysteme und ein neues Cockpit.

Bergrallye: Neudorf Der sechste Streich von Karl Schagerl

Im Regen, erst recht aber bei auftrocknender Strecke, war gegen Karl Schagerl im VW Golf TFSI-R einmal mehr kein Kraut gewachsen.

Bayerisches Big Bike Concorso d'Eleganza: BMW Concept R18

Lang, flach, bärenstark: So sehen Big Cruiser aus, und so wird 2020 auch die BMW R18 den Markt dieser wuchtigen Motorrad-Gattung bereichern.

Ganz im Q-Stil Facelift für das große SUV Audi Q7

Audi hat seinem großen SUV Q7 eine technische und optische Auffrischung spendiert. Zu haben ab Mitte September, erste Infos gibt es schon jetzt.