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Sauber fordert neue Verträge

Monisha Kaltenborn fordert, die Geldverteilung in der Formel 1 so schnell wie möglich zu verändern und nicht bis 2020 zu warten.

Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn hat die neuen Formel-1-Eigentümer von Liberty Media aufgefordert, die kommerziellen Vereinbarungen mit den Teams so schnell wie möglich neu zu verhandeln und nicht bis zum Ablauf der bestehenden Verträge im Jahr 2020 zu warten. Denn dann sei es für einige Rennställe vielleicht schon zu spät.

Liberty Media hatte nach der Übernahme der Formel 1 in dieser Woche angekündigt, auch die Geldverteilung an die Rennställe auf den Prüfstein zu stellen. Allerdings hatte Ross Brawn, der neue Sportchef der Serie, bereits erklärt, dass man aufgrund der bestehenden Verträge vor dem Jahr 2020 nur wenig ausrichten könne.

Das ist Kaltenborn aber zu spät. "Ich hoffe, dass es nicht bis 2020 dauert. Wenn Leute eine solche Investition tätigen, sollten sie sofort mit der Arbeit anfangen und nicht bis 2020 warten", wird die Wienerin vom Magazin RACER zitiert. "Das jetzige System wird nicht bis 2020 funktionieren."

Als Beleg dafür könnte man das Scheitern des Manor-Rennstalls anführen, welches am Freitag verkündet wurde. Auch Sauber kämpfte bis zum Einstieg eines Investors im vergangenen Jahr lange ums wirtschaftliche Überleben, während Ferrari, Red Bull, Mercedes, McLaren und Williams im Rahmen der 2013 mit dem früheren Formel-1-Boss Bernie Ecclestone geschlossenen Vereinbarungen pro Jahr Sonderprämien in Millionenhöhe erhalten.

Vor allem diese aus ihrer Sicht ungerechte Verteilung der Einnahmen, die sich nicht alleine an sportlichen Ergebnissen orientiere, stößt Kaltenborn sauer auf. Nur wenn dieses System verändert werde, könne die Formel 1 für alle Teams nachhaltig sein und so ein ausgeglichener Wettbewerb entstehen.

Und genau das sollte bei den Planungen der neuen Eigentümer oberste Priorität haben. "Das wichtigste wird sein, die Rennen spannender zu machen. Denn egal über welche Ziele wir reden, letztlich geht es darum, unsere Zielgruppe zu begeistern", so Kaltenborn. "Und das sind die Fans."

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