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Massa Kandidat für Motorsport-Weltrat

Felipe Massa wurde von Brasilien als Mitglied des Motorsport-Weltrates nominiert, doch der scheidende Formel-1-Pilot wägt seine Zukunftsaussichten noch ab.

Felipe Massa könnte nach seiner aktiven Formel-1-Karriere auf die Seite von Automobil-Weltverband FIA wechseln und Mitglied des Motorsport-Weltrates (WMSC) werden. Der brasilianische Verband hat den Williams-Piloten laut FIA-Präsident Jean Todt schon als Vertreter des Landes nominiert: "Brasilien hat sich als Mitglied beworben, und ihr Kandidat ist Felipe Massa", bestätigt Todt in Abu Dhabi.

Der Weltrat ist die mächtigste Instanz der FIA und bestimmt über Regeln der einzelnen Serien. Neben Präsident Todt und seinem Stellvertreter Graham Stoker gibt es sieben sogenannte Vizepräsidenten, weitere 14 gewählte Mitglieder, wie den Deutschen Hermann Tomczyk, und vier ständige Vertreter, wie Tom Kristensen (als Chef der FIA-Fahrerkommission) oder Chase Carey (FOM).

Nun liegt es an der Generalversammlung, die im kommenden Monat tagt, über die Aufnahme des scheidenden Formel-1-Piloten zu entscheiden. Doch Todt, Massas ehemaliger Teamchef bei Ferrari, hätte auch noch andere Alternativen für den Brasilianer in petto: "Ich habe vielleicht noch ein paar andere Ideen für ihn. Ich habe noch zehn Tage Zeit um zu sehen, ob er interessiert ist", so der Franzose.

Gemunkelt wird etwa über eine Botschafter-Rolle, die Massa als dann ehemaliger Pilot ausfüllen könnte. Er selbst macht keinen Hehl daraus, dass ihn eine Rolle für den Wetverband durchaus interessieren würde. "Wenn ich mit meiner Erfahrung helfen kann, dann kann ich das tun", sagt der Williams-Pilot und will weitere Gespräche mit FIA-Vertretern führen. "Wir sollten ein paar Treffen und Ideen haben und dann sehen, was passieren wird."

Nur eine Rolle schließt Massa von vornherein aus: Er möchte kein Rennkommissar werden und über Strafen für seine heutigen Kollegen entscheiden. "Wenn ich anderen beim Fahren zuschaue, dann von zuhause aus", betont er. Denn er möchte nach seiner aktiven Karriere erst einmal mehr Zeit zuhause verbringen und kleinere Jobs nebenbei erledigen. "Mit ein paar Unternehmen zusammenarbeiten, ein paar Events machen, und mich auf die nächste Meisterschaft vorbereiten", zählt er auf.

Fahren möchte der 36-Jährige auf jeden Fall weiter - nur eben nicht in der Formel 1. Bekanntlich hat er die Formel E ins Auge gefasst, die allerdings bereits in der kommenden Woche beginnt - ohne Massa. "Es ist schade, dass er geht", meint Todt. "Er ist noch sehr motiviert zu fahren, von daher bin ich sicher, dass er etwas Gutes finden wird. Wenn er noch etwas zum Motorsport beitragen kann, wäre er von großem Wert."

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