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Formel 1: Analyse

Zweifel am Telemetrieverbot ab 2021

Liberty Media möchte in der Formel-1-WM die Telemetrie abschaffen, was im Fahrerlager zu Skepsis und eindringlichen Warnungen führt.

Mehrheitseigner Liberty Media zieht in Erwägung, die Telemetrie ab der Formel-1-WM 2021 zu verbieten. Damit soll die Rolle des Fahrers aufgewertet werden, der wie in der Motorrad-WM alleine für sein Verhalten im Rennen verantwortlich sein soll. Doch nicht alle im Fahrerlager sind von dieser Idee begeistert. "Das hängt davon ab, wie komplex die Autos sind", meinte Routinier Fernando Alonso auf die Frage, was er vom Vorschlag halte.

"Vor ein paar Jahren gab es dieses Funkverbot, aber gleichzeitig wurden die komplexesten Autos aller Zeiten eingeführt. Nach ein paar Rennen wurde es abgeschafft." Daher stellt der zweimalige Weltmeister eine Bedingung: "Wenn sie uns einfache Autos geben, also etwas, das wir selbst managen können, wäre es in Ordnung, weniger Informationen zu haben. Wenn wir allerdings bei dieser Technologie bleiben, sehe ich nichts Schlechtes darin, uns diese Informationen über das Auto zu geben."

Dies sorge auch nicht dafür, dass die Qualitäten des Fahrers abgewertet würden: "Man fährt ja nicht anders, und auch das Talent kommt nicht mehr zur Geltung, wenn man zum Beispiel weniger Boxenfunk hat." Der McLaren-Pilot hält es also nicht für notwendig, die Telemetrie abzuschaffen, er könnte aber unter gewissen Umständen, eben bei anderen Autos, mit einer solchen Entscheidung leben.

Die Telemetrie wurde in der Formel-1-WM Ende der 70er Jahre eingeführt, spielt jedoch heute durch die Komplexität der Hybrid-Turbo-Aggregate eine größere Rolle als je zuvor. Eine Zeitlang war die bidirektionale Telemetrie – also das Übermitteln von Daten von der Box ans Auto – erlaubt, doch dies wurde später wieder verboten, damit die Boliden während des Rennens nicht noch mehr vom Kommandostand aus ferngesteuert werden. Vor allem bei Stallorder – Stichwort: Michael Schumacher – hatte das immer wieder für Diskussionen gesorgt.

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