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Formel 1: Interview

Keine versetzte Startaufstellung mehr?

Je zwei Autos gleichauf: Pat Symonds zufolge erwägt die Formel-1-WM das Ende der um jeweils 16 Meter versetzten Startpositionen.

Die Formel-1-WM erwägt laut Pat Symonds eine Regeländerung bei der Startaufstellung: Die Verantwortlichen der Serie planen, in jeder Startreihe die Fahrzeuge nicht mehr versetzt, sondern auf selber Höhe starten zu lassen; auch andere Ideen stünden im Raum. Mögliche Änderungen sollen vor Einführung in Computersimulationen getestet werden. Anschließend könnten die Statistiken und Daten dieser Testläufe ausgewerter werden. Dies gebe der Formel-1-WM die Möglichkeit, verschiedenste Dinge zu testen. Ein Versuch gilt der Idee, verschiedene Startaufstellungen auszuprobieren.

"Seit vielen Jahren wird in der Formel 1 in einer versetzen Formation gestartet", so Symonds. "Das war nicht immer so", erklärte der ehemalige Williams-Chefmechaniker und nunmehrige Fernsehexperte. "Es gab eine Zeit, als die Fahrzeuge direkt nebeneinander gestartet sind. Es gab sogar Rennen, in denen vier Fahrzeuge nebeneinander in der Startaufstellung standen." Daher wolle die Formel-1-WM schauen, ob solche Lösungen beim Start sinnvoll seien.

In der realen Welt lässt sich solch ein Szenario nur schwierig testen, weshalb die Serie in die virtuelle ausweichen muss. 20 Rennen mit alternativen Startformationen sollen simuliert werden. "Es müssen ja keine 300-Kilometer-Rennen sein. Uns interessieren vor allem die ersten drei Runden", so Symonds. Die Frage, die es zu klären gilt, ist, ob so spannendere Anfangsphasen generiert werden oder das lediglich zu einem großen Unfall führt.

Durch die Simulationen könne die Formel-1-WM faktenbasierte Entscheidungen treffen, so Symonds. "Vor einigen Jahren wurde das Qualifyingsystem von jemand geändert, der nicht mehr in der Formel 1 involviert ist. Vorher hat es keinerlei Simulationen gegeben. Einige Personen mit einem höheren IQ haben sich die Änderungen angeschaut; sie wussten sofort, dass es ein Desaster werden würde." Solche Entscheidungen dürfe die Formel-1-WM in Zukunft nicht mehr treffen.

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