Formel 1

Inhalt

Formel 1: Interview

Nigel Mansell fordert wieder 26 Autos

Weil es zu wenig Cockpits gibt und kaum Ersatzpiloten gebraucht werden, sieht der Brite Nachwuchsfahrer in einer Sackgasse stecken.

Nigel Mansell beschreibt die Formel-1-WM der Gegenwart als weniger umkämpft als in den 80er und 90er Jahren und wünscht sich erneut ein Starterfeld von 26 Wagen. "Es gibt so viele gute Fahrer, die in einer Sackgasse stecken und einfach nicht wissen, wo sie hin sollen", sagte der Brite und bedauert in diesem Zusammenhang auch, dass sich das Fahrerkarussell nicht mehr so stark drehe wie in seiner aktiven Zeit.

Da Unfälle kaum noch zu Verletzungen führten und Karrieren insgesamt immer länger dauern, stagniere der Markt: "Früher war frisches Blut an der Tagesordnung." Mansell denkt an die Pausen, die lädierte Rennfahrer früher einlegen mussten: "Es gab immer Autos, die verfügbar waren, aber das hat sich komplett erledigt." Die Verbesserung der Sicherheit sei natürlich begrüßenswert, aber trotzdem ein Problem für den Nachwuchs, der einfach nicht zum Zug kommt.

In der Formel-1-WM waren seit dem Grand Prix von Kanada 1995 nicht mehr die im sportlichen Reglement als Maximum erlaubten 26 Fahrzeuge am Start; 2010 – nach dem Debüt von Hispania, Lotus und Virgin – war das Teilnehmerfeld immerhin wieder 24 Wagen stark. In den Folgejahren wurde es durch die Pleiten der neuen Teams aber auf 18 Wagen dezimiert. Haas füllte die Boxengasse 2016 wieder etwas auf, doch weitere Zuwächse sind nicht in Sicht.

Drucken

Ähnliche Themen:

14.01.2018
Formel 1: Interview

Michael Schumachers Erfolgshunger hätte ihn anders als Mansell oder Häkkinen öfters zu Unsportlichkeiten getrieben, so Adrian Newey.

08.09.2017
Formel 1: Interview

Theoretisch könnte die Formel-1-WM noch drei weitere Teams im Feld unterbringen, doch laut FIA gebe es derzeit keine Interessenten.

08.08.2017
Formel 1: Interview

Ex-Weltmeister Jackie Stewart verteidigt die Einführung von Halo und vergleicht dessen Gegner mit den Puristen seiner aktiven Zeit.

Neubau Jaguar D-Type: 25 fabrikneue Klassiker

Jaguar baut 25 Exemplare des legendären D-Type nach 63 Jahren Pause, um die 1955 angekündigte Serie von 100 Stück spät, aber doch zu vollenden.

WEC: Analyse ACO droht zu schnellen LMP1 mit Strafen

Der ACO behält sich vor, private LMP1-Teams mit harten Strafen zu belegen, sollten sie Toyota in der WM 2018/19 um die Ohren fahren.

Dynamischer Tausendsassa Harley-Davidson Sport Glide - erster Test

Harley-Davidson machte aus den Baureihen Softail und Dyna die neue Softail. Jüngster Ableger: Die Sport Glide, eine Mischung aus Cruiser und Roadster.

Ein Hauch von SUV Mercedes E 220 d All-Terrain - im Test

Die Mercedes E-Klasse All-Terrain bietet mit Höherlegung, Luftfederung und Allradantrieb eine Alternative für SUV-Verweigerer. Im Test als 194-PS-Diesel.