Formel 1

Inhalt

Formel 1: News

Formel-1-WM kehrt nach Zandvoort zurück

Nach 35 Jahren kehrt die Formel-1-WM schon in der nächsten Saison nach Zandvoort zurück – der Vertrag gilt vorerst für drei Rennen.

35 Jahre mussten niederländische Fans der Formel-1-WM auf ein Heimrennen warten, 2020 wird sie zurückkehren: Nach monatelangen Verhandlungen haben sich Vertreter der Rennserie und die Streckenbetreiber des Circuit Park Zandvoort auf einen Dreijahresvertrag geeinigt.

Chase Carey, Geschäftsführer der Formel-1-WM, bestätigte, dass der erste Grand Prix im Mai 2020 stattfinden werde: "Wir haben den Kalender noch nicht finalisiert – das wird erst in ein, zwei Monaten passieren. Generell wird es um diese Jahreszeit passieren, noch vor Monaco." Das Rennen werde den Auftakt der sog. Europasaison bilden.

Dem Rechteinhaber sei es unter anderem wichtig gewesen, den Kernmarkt Europa durch ein neues Rennen zu stärken, wenngleich dies vermutlich auf Kosten eines anderen, nämlich des Grand Prix von Spanien gehen wird. Ex-Rennfahrer Jan Lammers tritt als Sportdirektor des Rennwochenendes auf dem Dünenkurs an der Nordseeküste in Erscheinung.

Ross Brawn, Sportchef der Formel-1-WM, gab bekannt, dass die Strecke binnen der nächsten zwölf Monate adaptiert werden müsse: "Die Rennstrecke und die Infrastruktur werden modernisiert, um den Sicherheitsstandards der FIA zu entsprechen. Das Fahrerlager wird total umgebaut." Auch Lammers kündigte an: "Um die Wünsche der Formel 1 und die FIA-Standards zu erfüllen, werden Strecke und Infrastruktur modernisiert."

Im Detail wird das Grid Richtung Tarzanbocht verschoben, damit das ganze Starterfeld von der Haupttribüne aus gut zu sehen ist. Die Gerlach-Kurve wird breiter gestaltet, um die Sicherheit dort zu gewährleisten. Auch die Hugenholtzbocht wird an der Innenseite verbreitert. "Dann kann man mit höherer Geschwindigkeit in die Scheivlak-Kurve fahren. Die Hans Ernst Bocht wird etwas länger und breiter, um flüssiger um die Kurve zu kommen", schilderte Lammers die Pläne. Auch die letzte Kurve, die nach Arie Luyendijk benannt ist, soll flüssiger werden, damit sie mit Vollgas und offenem DRS durchfahren werden kann.

Die heutigen Grand-Prix-Piloten hatten sich mehrheitlich für eine Rückkehr ausgesprochen, auch wenn die enge, kurvenreiche Strecke kaum Überholmöglichkeiten bietet. Das momentane Layout stimmt nur noch teilweise mit jenem des Jahres 1985 überein, als Niki Lauda für McLaren den bisher letzten Niederlande GP gewinnen konnte – 1989 erfolgte ein massiver Rückbau inkl. Verkürzung von 4,2 auf 2,5 km Länge, 1998 wurde der Circuit Park wieder auf über vier Kilometer erweitert, wobei nur etwas mehr als der erste Sektor noch dem Originalkurs folgt.

Von 1948 bis 1985 war Zandvoort Austragungsort eines Grand Prix, ab 1952 mit WM-Prädikat. Rekordsieger ist Jim Clark mit vier Erfolgen, Lauda sowie Alain Prost haben dort je drei Mal gewonnen.

Drucken

Ähnliche Themen:

11.11.2017
Formel 1: News

Ein möglicher Niederlande-GP nimmt Formen an - Strecken-Verantwortliche in Zandvoort suchen Investoren - Klasse-1-Lizenz der FIA "nicht allzu aufwendig".

Sackgasse NoVA-Reform bringt fast nur Mehrkosten

Geplante NoVA-Reform bringt noch mehr Komplexität und obendrauf eine saftige Steuererhöhung für die Autofahrerinnen und Autofahrer.

Volks-Porsche 50-jähriges Jubiläum: Porsche 914

1969 brachte Porsche mit dem 914 einen bezahlbaren Sportwagen auf den Markt, zum Jubiläum widmet ihm das Werksmuseum eine Sonderausstellung.

Zweirad-Peugeot Schicker Stadtflitzer: Peugeot Pulsion 125

Peugeot Motocycles verstärkt seine Präsenz in der 125er-Klasse: Der neue Peugeot Pulsion zeigt deutliche Verwandschaft zu vierrädrigen Peugeots.

ARC: Rallye St. Veit Klassensieg von Rossgatterer in Kärnten

Die Reise führte Rossgatterer nach St. Veit an der Glan in Kärnten. Beim dritten ARC-Lauf wollte er sein Können unter Beweis stellen.