MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Carlos Sainz folgt Sebastian Vettel bei Ferrari!
Foto: XPB

Jugend an die Macht!

Ferrari hat nur wenige Tage nach dem offiziellen Ende der Zusammenarbeit mit Sebastian Vettel ab 2021 Carlos Sainz als neuen Teamkollegen von Charles Leclerc präsentiert.

Jetzt steht es offiziell fest: Carlos Sainz wird ab der Formel-1-Saison 2021 der Nachfolger von Sebastian Vettel bei Ferrari werden. Wie die Scuderia verkündet, hat der Spanier einen Vertrag über zwei Jahre in Maranello unterschrieben und wird somit bis mindestens 2022 Teamkollege von Charles Leclerc sein.

"In den fünf Saisons, die er schon hinter sich hat, hat Carlos bewiesen, dass er sehr talentiert ist. Er hat die technischen Fähigkeiten und die richtige Einstellung, um sich ideal in unsere Familie einzufügen", betont Teamchef Mattia Binotto und sieht in Sainz den idealen Nachfolger für Vettel.

Mit der Fahrerpaarung Sainz/Leclerc geht Ferrari dabei einen neuen Weg. Erstmals seit Kimi Räikkönen und Felipe Massa 2007 hat die Scuderia damit keinen aktiven Weltmeister mehr im Auto. Zudem sind die beiden mit 22 (Leclerc) und 25 Jahren (Sainz) die jüngste Ferrari-Fahrerpaarung seit mehr als 50 Jahren: 1968 startete man mit Chris Amon (24) und Jacky Ickx (23) in die Saison.

Binotto mahnt: "Lange Reise"

"Wir haben einen neuen Zyklus aufgeschlagen - mit dem Ziel, es zurück an die Spitze der Formel 1 zu schaffen", so Binotto. Ferrari wartet seit 2008 auf einen Titel in der Königsklasse und hechelt der Konkurrenz von Mercedes seit Jahren vergeblich hinterher.

Und auch jetzt mahnt Binotto zur Geduld: "Es wird eine lange Reise werden, nicht ohne Herausforderungen, besonders angesichts der derzeitigen finanziellen und regulativen Situation, in der sich plötzlich so viel ändert. Das ist eine Herausforderung, die wir anders angehen müssen als in der Vergangenheit."

Dennoch glaubt er daran, dass "eine Fahrerpaarung mit dem Talent und der Persönlichkeit von Charles und Carlos [...] die bestmögliche Kombination ist, um die Ziele zu erreichen, die wir uns selbst gesetzt haben."

Sainz glücklich über Top-Chance

Für Carlos Sainz ergibt sich 2021 nun die Chance, mit einem Topteam sein Können zu zeigen: "Ich bin sehr glücklich, dass ich 2021 für Ferrari fahren werde, und blicke meiner Zukunft in der Scuderia ganz aufgeregt entgegen", sagt er.

Sein aktuelles Team will er dabei nicht vergessen: "Vor mir liegt noch ein wichtiges Jahr mit McLaren, und ich freue mich schon sehr darauf, diese Saison noch einmal mit ihnen Rennen zu fahren."

Im Gegensatz zu Ricciardo bei Renault fällt seine Verabschiedung von McLaren nicht so frostig aus: "Ich möchte Carlos meine Anerkennung für die hervorragende Arbeit aussprechen, die er für McLaren geleistet hat, um unseren Plan zur Wiederherstellung der Performance zu unterstützen", sagt Geschäftsführer Zak Brown. "Er ist ein echter Teamplayer, und wir wünschen ihm für seine Zukunft jenseits von McLaren alles Gute".

Auch seine (ehemaligen) Teamkollegen Nico Hülkenberg und Lando Norris freuen sich für den Spanier: "Adios, amigo! Es war nur ein Jahr, aber es war eine Freude", schreibt Norris auf Twitter. "Wir haben gemeinsam gelacht und konnten einige Erinnerungen erschaffen. Gib dein Bestes und lass uns das Jahr so abschließen, wie es sich gehört."

© Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

GP von China: Bericht

Antonelli feiert ersten Sieg

Andrea Kimi Antonelli gewinnt sein erstes Formel-1-Rennen vor George Russell und den erneut heiß kämpfenden Ferraris - Komplettes McLaren-Debakel ohne Rennstart

Formel-1-Einstieg von BYD?

Brauchen die Chinesen ein eigenes Team?

Der chinesische Autohersteller BYD liebäugelt mit einem Formel-1-Einstieg: Warum das aber nicht zwingend heißen muss, dass der Konzern bald ein eigenes Team hat

Melbourne-Desaster: Honda vergrault?

Der fatale Umgang von Aston Martin mit Honda

Eigentlich sollte 2026 das Jahr von Lawrence Stroll werden - Doch nach dem Melbourne-Debakel sieht ein Experte die Beziehung zu Honda bröckeln

Absage Bahrain & Saudi-Arabien

Die versteckten Folgen der abgesagten GP

Die Absage der Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien hat nicht nur logistische Konsequenzen für die Teams, sondern betrifft auch mehrere sportliche Aspekte