MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Wurz sollte statt Kubica zu Sauber

Und es kommt doch auf die Größe an...

Alex Wurz hatte 2006 den Vertrag mit BMW-Sauber so gut wie in der Tasche, im letzten Moment sollte der Deal an der Körpergröße des Niederösterreichers scheitern.

Foto: XPB

"Das war das einzige Auto, wo ich partout überhaupt nicht reingepasst habe." Alexander Wurz zählt mit seiner Körpergröße von 1,86 Meter zu den größten Rennfahrern. Seine Statur wurde ihm 2006 zum Verhängnis und verhinderte einen Wechsel von McLaren zu BMW-Sauber. Robert Kubica war der Nutznießer.

"Mario Theissen [ehemaliger BMW-Sauber-Teamchef; Anm. d. Red.] hat versucht, mich ins Auto zu bekommen. Wir waren uns eigentlich einig. Und ich habe nicht reingepasst!", kann Wurz seine Enttäuschung auch 13 Jahre später in einem 'ORF'-Gespräch nicht verbergen.

"Das war das einzige Auto, wo ich partout überhaupt nicht reingepasst habe." Seine Knie passten nicht in den schmalen Cockpit-Schacht. Da die Crashtests vor Saisonbeginn bereits alle überstanden waren, konnte das Team am Monocoque nichts mehr umändern.

"Das konnten sie dann in der Zeit nicht mehr umändern für den Crashtest am Beginn der Saison. Und den Vertrag konnte ich dann nicht annehmen." Seine Größe habe ihm "das Cockpit gekostet", muss er feststellen. Statt Wurz, der zuvor bei Benetton und McLaren Renneinsätze absolvierte, kam Robert Kubica zu BMW-Sauber 2006.

Der Österreicher einigte sich hingegen mit Frank Williams. Zunächst wurde er Test- und Ersatzpilot, 2007 absolvierte er als Stammfahrer seine letzte Formel-1-Saison. "Ich habe mich dann mit Williams geeinigt." Zwar ist Kubica nur zwei Zentimeter kleiner als Wurz, das reichte aber aus, um den Platz im Werksteam zu erhalten.

"Robert, der ein paar Zentimeter kleiner war, hat gerad so hineingepasst, er hat den Vertrag dann genommen." Zunächst auch nur als Testpilot engagiert, ersetzte Kubica ab Saisonmitte Jacques Villeneuve im Stammcockpit. In seinem dritten Rennen in Italien fuhr er zum ersten Mal auf das Podium.

Besonders erfolgreich wurde BMW-Sauber zwei Jahre später. 2008 stand Kubica siebenmal auf dem Podest, den Grand Prix von Kanada konnte er gewinnen. Ein Jahr zuvor erlebte er in Montreal allerdings einen Schreckmoment, als er mit hoher Geschwindigkeit abflog.

Just in jenem Kanada-Rennen feierte Wurz mit Rang drei seinen letzten Podestplatz in der Königsklasse. "[BMW-Sauber] hätte auch ein bisschen besser gezahlt als Frank, aber darum wär es gar nicht gegangen", schmunzelt der GPDA-Vorsitzende.

© Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Radikale Briatore-Forderung

Briatore: Formel 1 braucht 24 Sprintrennen

Flavio Briatore schlägt der Formel 1 den Weg der MotoGP vor und fordert an jedem Wochenende einen Sprint - Warum der Italiener diesen Schritt gehen würde

F1-Boss kontert Kritik

"Niemanden interessiert es!"

Sollte die Formel 1 in der TV-Übertragung darüber informieren, wenn bei einem Auto die Batterie leer ist? - Stefano Domenicali will neue Fans der Serie nicht überfordern

ARBÖ Rallycross Greinbach: Bericht

Spektakuläres Highlight beim ARBÖ Rallycross

Volle Zuschauerränge, 120 Starter aus 7 Ländern machten das ARBÖ Rallycross Festival 2026 zu einem Motorsport Großevent am vergangenen Wochenende im PS Racing Center Greinbach mit viel Action und Spannung.

"Vieles zu kompliziert"

Formel-1-Teamchef schlägt Alarm!

Die Formel 1 ist technisch komplexer denn je: Haas-Teamchef Ayao Komatsu fordert mehr Kontrolle für die Fahrer und mehr Verständlichkeit für die Zuschauer

FIA veröffentlicht zweites ADUO-Ranking

Red Bull weiterhin stärkster F1-Motor

Auch in der zweiten ADUO-Periode ist der Motor von Red-Bull-Ford der stärkste im F1-Feld, sodass der Hersteller weiterhin keine zusätzliche Entwicklung bekommt

Beim Finale in London sichert sich Pascal Wehrlein auf dramatische Weise seinen zweiten WM-Titel in der Formel E - Barnard letzter Rennsieger der Saison 2025/26