Mitsubishi Outlander PHEV Instyle - im Test | 06.03.2015
Doppelherz
Mitsubishi haucht seinem SUV Outlander via Plug-in-Hybrid neues Leben ein: Wir testen, wie sich der stromgetunte "PHEV" im Alltag zurechtfindet.
Georg Koman
Wer auf die Ansage "PHEV" mit "Gesundheit" antwortet, muss sich vorwerfen lassen, nicht ganz auf Höhe der Zeit zu sein. Hinter dem etwas sperrigen Kürzel verbirgt sich nämlich die Aussage "Plug-in-Hybrid Electric Vehicle".
Und schwupp, schon fährt der 2012 neu aufgelegte Mitsubishi Outlander dank modernster Hybrid-Technik wieder vorne mit im Kreis der mittelgroßen SUV.
Neben dem 121 PS starken Benziner arbeiten im PHEV zwei zusätzliche, jeweils 60 kW/82 PS starke Elektromotoren. Einer davon unterstützt vorne den Benziner, der zweite übernimmt den Antrieb der Hinterachse, womit gleich auch die gewichtige Kardanwelle im Werk bleiben kann.
Es gibt mehrere Fahrmodi: Im elektrischen Fahrmodus "EV Drive Mode" werden Vorder- und Hinterachse durch die zwei Elektromotoren angetrieben. Höchstgeschwindigkeit maximal 120 km/h.
Im "Series Hybrid Mode" lädt der Benzinmotor über den Generator die Batterie auf und kommt während der Fahrt nur bei Bedarf für den Antrieb zum Einsatz.
Ist das Tempo oder der Beschleunigungswunsch intensiv, aktiviert die Antriebssteuerung den "Parallel Hybrid Mode". Hier treibt der Benzinmotor direkt die Vorderräder an. Die beiden Elektromotoren wuchten ihr erhebliches Drehmoment unterstützend auf Vorder- und Hinterachse.
Statt der Kardanwelle ruht mittig unter dem Auto die moderne Lithium-Ionen-Batterie, die im Vergleich zu anderswo noch immer eingesetzten Nickel-Metallhydrid-Batterien deutlich mehr Speicherkapazität (oder eben ein geringeres Format) bietet.
Im Outlander ist die Batterie kompakt, die Kapazität beträgt zwölf Kilowattstunden - man fährt ja auch kein Elektroauto. Es soll bloß eine gewisse Distanz elektrisch zurücklegen können, im Idealfall 52 Kilometer. Als Vorstellung ergibt sich somit: Unter der Woche elektrisch ins Büro, am Wochenende oder im Urlaub per Benziner (mit Strom-Unterstützung) quer durchs ganze Land.
Ob das wirklich so ist, dazu kommen wir auf der nächsten Seite. Zunächst wird einmal eingestiegen, und in Sachen Raumangebot gibt es beim PHEV gegenüber einem herkömmlichen Outlander keine Abstriche.
Ordentlich Platz gibt es vorne wie hinten, dazu zahlreiche Ablagen und einen 463-1.472 Liter fassenden Laderaum. Das ist für ein 4,66 Meter langes, 1,80 Meter breites und 1,67 Meter hohes SUV lediglich ein Durchschnittswert, mehr bietet der stromlose Outlander aber auch nicht.
Der von uns getestete "Instyle" ist die absolute Luxusversion mit Lederpolsterung, Touchscreen-Navi, Bluetooth, schlüssellosem Zugang, 710-Watt-Anlage, Rückfahrkamera, Glashubschiebedach, E-Heckklappe, Xenon-Licht, Spurhalteassist, nervig piepsendem Abstandsregel-Tempomat und und und.
Wie sich der Mitsubishi Outlander PHEV Plug-in-Hybrid fährt, wie viel er verbraucht, und was er sonst noch kann, erfahren Sie auf Seite 2.

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