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Tage des Donners – Forza Tuono

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und folgen Sie mir auf eine sehr persönliche und emotionsreiche Reise in die Toskana.

Text: Prob, Fotos: Der Haliklik

Hier finden Sie Fotos der Aprilia Tuono!

Sie kennen das Gefühl etwas zu wollen, aber Ihre Hausbank meint, das hätte noch jede Menge Zeit? Es begann mit einem Brief der Niederösterreichischen Landesregierung im Frühjahr 2002, worin zu lesen stand, dass man den offenen Kredit mit 35% Abschlag rückzahlen könne. Der Haken an der Sache? Das Gesparte war in den Wohnungsum- und Ausbau (ok, und eine Blackbird XX) investiert worden, mit einem Wort, da war nichts mit flüssig.

Meine linke Gehirnhälfte sprach sich für die Kostenersparnis aus...nächste Gelegenheit in zehn bis zwölf Jahren...jetzt oder nie. Meine rechte Gehirnhälfte ganz anders...für das weite Land auf der XX...bloß nicht wegen der schnöden Kohle weich werden...die Zinsen sind niedrig...der Berg ruft! Entschieden hat dann meine dritte Hälfte, nämlich meine besserer Hälfte...ja, ja,...ersparen Sie mir den Vortrag. So weit, so klar: Im Herbst ging alles über die Bühne, mein Bankbeamter bei der Ersten war beeindruckt, und ich ab sofort einspuriger Fußgänger. Der Winter war hart, nicht nur wegen der Temperaturen – was tun mit der Saison 2003?

Ein Besuch bei einem alten Freund aus Schultagen brachte mich auf andere Gedanken: „Du kaufst ja kein Weingut, wenn Du ein gutes Glas Sangiovese trinken möchtest, oder? Schau mal bei Dinos Tempel gegenüber der SCS vorbei...“ Stimmt! Ohne zu heucheln, der Laden bietet eine Riesenauswahl Mietbikes zu fairen Preisen...das stimmte mich sehr nachdenklich, ein Licht am Ende des Tunnels? Dann die Überraschung: die dritte Hälfte fordert einen fünftägigen Toskanabesuch – und jetzt werden Sie es ahnen – richtig, mit geeignetem Zweirad im Schlepptau. War nur als Scherz gedacht, lachte sie mit einem Engelsgesicht...

Tja, ausgescherzt, mein Schatz: Nach Probefahrten mit Hornet 900, Z 1000 und Tuono Mille fiel die emotionale Entscheidung auf die Aprilia. Nach kurzem, zähem (verbalem) Ringen mit German (eigentlich heißt er Martin, aber sein Germanisch ist zu stark, deshalb der Rufname) von der 2-Radbörse im 2. Bezirk und einem klärenden Rückruf bei seinem Häuptling „Fast Freddi“ war ein fairer Preis incl. Kaskoversicherung verhandelt. Jetzt fehlte nur noch der passende Motorradanhänger von meinem XX-Begleiter der 2002er Saison, dem BMW-Fritz.

Gesagt, getan: Am Staatsfeiertag ging's los Richtung Süden. Mein VW-Sharan-Firmenwagen zog kräftig am ungebremsten leichten Humer-Anhänger mit der gut aufgespannten Tuono. Tempo 130 bis 150 km/h auf der Südautobahn bis Villach waren sehr stabil und ohne ein Sicherheitsproblem zu bewältigen. Bis wir an einem dunkelblauen Peugeot 406 mit Villacher Kennzeichen und zwei zwielichtigen Gestalten – Type unrasierter Frühpensionist mit arbeitslosem Sohn am Weg zu Tante Rosis Feiertagsbraten – vorbeiglitten.

Nach 300 Metern Vorsprung zückte der Unrasierte das Magnetblaulicht und ließ die elektronische Heckscheibentafel sprechen. Während der arbeitslose Sohn einen sich scheinbar schuldig fühlenden und ebenfalls stehengebliebenen BMW-RT-Fahrer überprüfte, entpuppte sich der vermeintliche Frühpensionist als Hans aus Hermagor mit einem vergilbten Ausweis wie aus einem der ersten 70er-Kottan-Krimis, aber nichtsdestotrotz als legitimierter Schurkenjäger. Er erwies sich als belehrend und nahm den Gegenwert eines 97er Brunello von Talenti (Euro 36,-) in die Amtskassa ein.

Wenn der Peugeot nicht geklaut war, und das Blaulicht mit Heckscheibentafel von Conrad Electronic stammen...oder haben Sie schon mal das LGK Kärnten angerufen und nach dem Hans aus Hermagor gefragt? Ich erzähle dies deshalb so ausführlich, weil ich drei Tage später eine italienische Verkehrssicherheitskontrolle an der Heizer-Strecke zwischen Arezzo und Siena, der SS 73, erleben durfte.

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