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Nach 30 Metern der beste Freund

Mit der neuen KTM 950 Supermoto hat man sich bereits nach wenigen Metern angefreundet, 98 PS verleihen den Vorwärtsdrang eines Sportlers.

mid/dt

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    Draufsetzen, losfahren und wohlfühlen: Mit der KTM 950 Supermoto hat man sich schon nach einer Fahrtstrecke von 30 Metern angefreundet. Denn die 12.950,- Euro teure Zweizylinder-Maschine fährt sich so einfach wie ein Fahrrad, verfügt aber mit 72 kW/98 PS Leistung über die Kraft eines Sportlers.

    Und einige Meter weiter hat man wie automatisch eine Sitzposition weit vorn auf der Sitzbank eingenommen, die über den 17,5-Liter-Kunststofftank gezogen ist. Angesichts der stolzen Sitzhöhe von 86,5 Zentimetern freut man sich für jeden Kilometer, wo man nicht einen Fuß auf den Boden setzen braucht.

    Das ist selbst im Stadtverkehr eher selten notwendig, denn dank des breiten, sauber gefertigten Lenkers lässt sich das 191-Kilogramm-Leichtgewicht mühelos auch bei Schritttempo dirigieren.

    Ein wenig schade ist, dass den digitalen Anzeigen im Cockpit eine Drehzahlangabe zum Opfer gefallen ist. In Sachen Design hat sich der österreichische Hersteller ganz dem 21. Jahrhundert verpflichtet. Gut ins Gesamtbild der traditionell in Orange ausgelieferten Maschine passen die weißen Blinkergläser.

    In der Gestaltung der Frontmaske herrschen kantige Formen vor, zukunftsweisend wirkt auch die Edelstahlauspuffanlage mit zwei hochgesetzten Rohren. An alte Zeiten erinnert da nur das Rasseln der Antriebskette, was aber beim Beschleunigen durchaus Vergnügen bereitet.

    Leider fehlen Handprotektoren und ein Hauptständer, dafür ist aber eine akzeptable Gepäckbrücke mit soliden Haltegriffen für die Sozia vorhanden.

    Weitere High-Tech-Details sind die von White Power gelieferten, in der Federvorspannung einstellbaren Fahrwerkselemente in Form von Federbein und Federgabel.

    Sauber dosieren lässt sich die Bremsanlage mit den zwei 30,5-Zentimeter-Bremsscheiben vorn und der 24-Zentimeter-Einfachscheibe hinten, die von Brembo-Bremskolben in die Zange genommen werden. Günstig ist für die Fahrer, die sich gern in Crosser-Montur zeigen, dass zwischen Fußraste und Schalthebel für dicke Stiefel genug Platz bleibt.

    Die Kombination aus dem kompakt bauenden Zweizylinder-Motor mit absolut beherrschbarer Kraftentfaltung, dem vergleichsweise geringen Gewicht und einer passgenauen Sitzgeometrie scheint das Geheimnis des Motorrads auszumachen. Die Straßenbereifung weist indes deutlich auf den Einsatzort jenseits des Geländes hin, für das Maschinen aus Mattighofen normalerweisen bestimmt sind.

    Während mancher Wettbewerber mit Offroad-Optik an die Abenteuerlust der Motorradfahrer appelliert, haben die Ingenieure von KTM den umgekehrten Weg beschritten: Wieso sollte das, was auf schlechtem Untergrund überzeugt, nicht auch auf der Straße funktionieren? Und es fährt sich ganz hervorragend.

    Kleiner Wermutstropfen: An der Zapfsäule darf man nicht zimperlich sein. Bei den Testfahrten lag der Verbrauch nur selten unter sieben Litern auf 100 Kilometern. Zudem werden die Tankstopps oft zu früh eingelegt, weil die Reserveanzeige allzu rechtzeitig zum Anfahren an die Zapfsäule mahnt.

    Insgesamt vermittelt die leichte, schlanke, leistungsstarke und einfach zu handhabende Maschine Lust auf schnelle Kurven und Spaß bei gemütlichen Touren zu zweit auf der Landstraße. Selbst auf der Autobahn macht die Supermoto keine schlechte Figur, wenngleich die Langstrecke schon allein aufgrund des fehlenden Windschilds nicht ihre Paradedisziplin ist.

    Bei permanenter Geradeausfahrt würden aber auch ihre überragenden Talente vergeudet. Kurvenfahrten erledigt sie mit solcher Bravour, dass man gar nicht ans Absteigen denken will.

    Technische Daten KTM 950 Supermoto:

    Flüssigkeitsgekühlter LC8-Motor in 75-Grad-V-Anordnung mit 72 kW/98 PS Leistung, maximales Drehmoment 94 Nm bei 6.500 U/min, Sechsgang-Getriebe, Sitzhöhe 86,5 Zentimeter, Gewicht: 191 Kilogramm, Tankinhalt 17,5 Liter, Testverbrauch: sieben Liter auf 100 Kilometer, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17;
    Preis: 12.950,- Euro

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