ZWEIRAD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Endstation Ost

Zuerst der Verkauf nach Malaysia, jetzt das endgültige Aus: die wechselvolle Geschichte der ostdeutschen Firma hat kein Happy-End.

mid/hh

Es kommt für die Belegschaft leider nicht überraschend: Der ostdeutsche Motorradhersteller MZ hat, wie bereits seit längerem angekündigt, die Produktion zum Jahresbeginn 2009 nach jahrelangen kontinuierlichen Verlusten eingestellt.

Von der Schließung betroffen sind rund 40 Mitarbeiter im Werk im sächsischen Zschopau. Zehn Mitarbeiter kümmern sich weiterhin um Ersatzteilversorgung und Service – auch für die wenigen Exemplare, die ihren Weg nach Österreich gefunden haben.

Motorradwerk Zschopau 1906-2009

Wechselvolle Geschichte: gegründet wurde das Unternehmen 1906 vom Dänen Jörgen Rasmussen. In den folgenden Jahren diversifizierte man und baute unter anderem auch Dampfkraftwagen - abgekürzt "DKW". Es war einer der Grundsteine für die Auto Union und Audi als Hersteller.

Die Motorradproduktion begann 1922. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Betrieb 1950 in der DDR wieder aufgenommen, die Auto-Union war durch die innerdeutsche Grenzziehung und den Kalten Krieg aber zerrissen.

MZ existierte fortan als Einzelhersteller, 1970 lief das millionste Motorrad vom Band. Nach der "Wende" 1989 wieder privatisiert, litt die in MuZ umbenannte Firma jedoch durch den Wegfall des osteuropäischen Marktes von Beginn an unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

1996 wollte der malayische Investor Hong Leong Industries Berhard für einen "Turnaround" à la KTM sorgen. Allerdings ohne großen Erfolg: 2006 musste die Entwicklungsabteilung geschlossen werden, die Produktion lief nur noch in kleiner Stückzahl.

Unter anderem wurden nach dem Bekanntwerden von Ferdinand Piechs Ducati-Ambitionen auch in den Volkswagen-Konzern zaghafte Hoffnungen gesetzt, die sich aber schnell zerschlugen.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Dieses Mal mit einem ganz besonderen Jubiläum

Vorschau European Bike Week

Die European Bike Week feiert 120 Jahre Harley-Davidson! Im Rahmen dessen gibt es starke Bands, Feuershows, geführte Touren und viele weitere Highlights in und rund um Faak am See.

Die "Triumph Street Triple 765 R" erinnert an den Filmtitel "Die Schöne und das Biest". Allerdings ist die Engländerin schön und biestig in Personalunion.

Experience Tour unter dem Motto: Nicht träumen, machen!

Harley-Davidson mit großer Probefahrt-Aktion

Harley-Davidson feiert in diesem Jahr ihr 120-jähriges Jubiläum. Im Rahmen der dazupassenden Experience Tour bereist der Motorradhersteller Deutschland und Österreich und bietet Interessierten dabei zahlreiche Gelegenheiten, selbst herauszufinden, wie es sich anfühlt, eine dieser legendären Maschinen zu bewegen.

Die Bremsen am Motorrad richtig warten und tunen

Von schwammig zu standfest

Die Bremsanlage ist zweifellos eine der sicherheitsrelevantesten Komponenten an jedem Motorrad. Sie entscheidet nicht nur über den Anhalteweg in kritischen Situationen, sondern beeinflusst auch maßgeblich das Fahrgefühl und das Vertrauen des Fahrers in seine Maschine.

Willhaben hat zum Saisonstart erhoben, wie es um den Zweirad-Markt so bestellt ist. Das Ergebnis: Bei den Suchanfragen "gewinnt" KTM vor Yamaha und Honda, wobei das Angebot insgesamt um 12 Prozent höher ist als im Vorjahr.

Streng limitiert und stolze 159.000 Euro teuer

Yamaha bringt R1 GYTR PRO 25th Anniversary Limited Edition

Zur Feier des 25-jährigen Jubiläums der R1 hat Yamaha eine exklusive Serie von 25 R1-Bikes aufbauen lassen, die angefangen beim Rahmen von Hand aufgebaut werden und mit der gesamten Palette der GYTR PRO Performance-Teile ausgestattet sind.