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Rallye WM: Das größte Finale aller Zeiten

Die Entscheidung

Zum ersten Mal haben im Rallye-WM-Finale noch vier Piloten Titel-Chancen...

SportWoche / Gerald Enzinger

Vierkampf:
Colin McRae, Richard Burns, Tommi Mäkinen und Carlos Sainz haben noch Titel-Chancen

In den Wäldern von Wales kommt es am Wochenende zur atemberaubendsten Titelentscheidung in der Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft. Vier Piloten können das Championat erobern – Colin McRae (42 Punkte) geht als Führender in das Finale, die Konkurrenten liegen nur hauchdünn zurück: Tommi Mäkinen (41 Punkte) und Richard Burns (40 Punkte).

Da mit dem Formel-1-System (10 Punkte für den Sieg, danach 6/4/3/2/1) gewertet wird, ist jeder der drei, der die RAC-Rallye gewinnt, automatisch auch Weltmeister. Carlos Sainz, der Spanier, kann nur dann seinen dritten WM-Pokal auf die Hazienda stellen, wenn alle drei Rivalen leer ausgehen und er selbst gewinnt.

Doch die Hunderttausenden Fans, die in die Wälder strömen werden, erwarten nur eines: The Battle of Britain, den brutalen Showdown zwischen Colin McRae (Schottland) und seinem Erzfeind Richard Burns (England). Selbst Vierfach-Champion Tommi Mäkinen wird hier nur die Rolle des Statisten zugetraut, er hat hier noch nie gewonnen – im Gegensatz zu Richard Burns, der zuletzt drei Heimerfolge in Serie bejubelte. Und Burns übt sich erst gar nicht lange in Bescheidenheit. Obwohl nur auf Platz drei ins Finale rasend, stellt er klar: „Ich bin hier der haushohe Favorit!“ Wobei ihn ein Sieg in Vertragskalamitäten bringt: Burns hat bereits bei Peugeot für 2002 unterschrieben, doch bei einem WM-Titel wird sich sein Subaru-Vertrag automatisch verlängern.

„Ich denke nicht, dass es ein großes Problem wird“, glaubt Österreichs Subaru-Star Achim Mörtl: „Keine Firma zwingt jemanden, der weg will, zum Bleiben!“ Zumal die in England stationierten Japaner bereits hochkarätigen Ersatz für Burns gefunden haben: Tommi Mäkinen, der nach vier WM-Titel für Mitsubishi ins Subaru-Prodrive-Team wechselt. Wohl aber ohne den erhofften WM-Titel – wie die österreichischen Markenkollegen der WM-Finalisten unisono glauben – Mandi Stohl (Mitsubishi), Mörtl (Subaru) und Ford-Star Mundl Baumschlager sind vom Erfolg von Burns überzeugt.

Baumschlager: „Die Art, wie Burns hier durch den Nebel fetzt, ist einzigartig.“ Zudem hat Subaru Heimvorteil, da man hier in der Nähe trainieren kann. Auf der Strecke selbst sind illegale Tests dabei: „Die schauen hier rigoros drauf – was die Sache noch attraktiver macht!“, weiß Mundl. Umso wichtiger ist das RAC-Know-how der Herren Burns (dreifacher Sieger) und McRae (er gewann hier von 1994–1997 viermal, allerdings auf Subaru.“

„Ich denke, dass weder Ford noch Mitsubishi auf diese Strecke mit Subaru mitkommen“, glaubt Gruppe-N-Weltmeister Manfred Stohl, der natürlich auf einen Triumph seines alten Fußballkameraden Mäkinen (siehe Kasten rechts) hofft: „Weil Tommi trotz allem der Beste aller Zeiten ist!“ Wie aber verliefen die bis jetzt besten WM-Finali aller Zeiten? Ganze zwölf Mal fiel die Entscheidung erst im letzten Rennen, noch nie aber hatten vier Piloten vor der Schlussrallye noch WM-Chancen.

Weitere Details finden Sie im rechten Menü!

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