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"Er muss sich nur noch die Hörner abstoßen"

Der BMW-Motorsportchef ist der Meinung, dass harte Jungs wie sein Schützling Juan Pablo Montoya die Formel 1 bereichern würden.

Eva Braunrath

Vier Tage nach der zweiten Berührung von Michael Schumacher und Juan Pablo Montoya in dieser Saison wird immer noch über den Vorfall in der vierten Kurve des Grand Prix von Brasilien diskutiert. Während die Kommissäre die Karambolage als Rennunfall klassifizieren, gibt es geteilte Meinungen darüber, wen der beiden Beteiligten denn nun die größere Schuld am Zusammenstoß trifft.

Musste Montoya am Mittwoch noch Kritik von seinem Technikdirektor Patrick Head einstecken, so stärkt Gerhard Berger nun dem Kolumbianer den Rücken.

"Montoya ist ganz einfach ein tollkühner Kerl", so der BMW-Motorsportdirektor. "Die Formel 1 lebt von harten Jungs wie ihm. Das ist auch der Grund dafür, warum er in der Szene so beliebt ist. Privat ist er ein irrsinnig netter Zeitgenosse, aber auf der Rennstrecke gibt er alles Menschenmögliche. Deshalb haben wir ihn auch unter Vertrag genommen."

Während immer mehr Stimmen laut werden, dass der Williams-Pilot nicht nur sich sondern auch andere Piloten im Zirkus mit seiner aggressiven Fahrweise gefährde, kann Berger am Stil seines Schützlings nichts Negatives erkennen. "Montoya hat großen Respekt für seinen Sport. Er würde es niemals darauf anlegen, sich oder andere zu verletzen."

Der Österreicher zieht sogar Parallelen zu Montoyas schärfstem Kritiker, Michael Schumacher: "Montoya ist einfach genauso drauf wie der junge Michael Schumacher – er versucht, aus jeder noch so kleinen Chance das Beste herauszuholen. Am Beginn von Schumacher´s Karriere wurde ebenfalls behaupetet, er würde oftmals über´s Ziel hinaus schießen. Inzwischen hat er aber enorm viel Erfahrung gesammelt und ist viel cooler geworden." A la longue prophezeit Berger dem Kolumbianer jedenfalls eine rosige Zukunft: "Er muss sich erstmal die Hörner abstoßen, dann kann aus ihm ein grandioser Rennfahrer werden."

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