MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Justin Wilson: Zu groß für die F1?

Der Formel 3000-Champion sucht verzweifelt ein F1-Cockpit - glaubt aber, wegen seiner Körpergröße von den Teamchefs "übersehen" zu werden...

Michael Trawniczek

Justin Wilson: Die Leute glauben, ich sei zu groß für die Formel 1. Aber in Wirklichkeit bin ich ein guter Rennfahrer und sicher schnell genug...

Justin Wilson versteht die Welt nicht mehr. Der große, schlaksige Brite hat in der abgelaufenen Saison 2001 die Formel 3000-Meisterschaft gewonnen. Doch ein Cockpit in der Königsklasse ist derzeit nicht in Sicht. Wilson glaubt, man habe ihn wegen seiner Körpergröße "übersehen".

Bei einer Veranstaltung der britischen Fachzeitschrift "Autosport" in Birmingham konnte der regierende Formel 3000-Meister seine Frustration nicht mehr zurückhalten: "Es ist so ärgerlich. Die Leute glauben, ich sei zu groß für die Formel 1. Aber in Wirklichkeit bin ich ein guter Rennfahrer und sicher schnell genug."

Der Brite glaubt zu wissen, warum er trotz seines Meistertitels bisher kein F1-Cockpit ergattern konnte: "Scheinbar glauben sie (die Teamchefs,d.Red.), dass ich wegen meiner Größe auch ein höheres Körpergewicht habe und deshalb langsamer bin. Der einzige Weg, sie vom Gegenteil zu überzeugen, ist zu gewinnen. Und genau das habe ich getan."

Wilson war bei Jordan im Gespräch, wurde jedoch von Takuma Sato ausgestochen. Die Formel 1 ist trotz dieser verpassten Chance Wilson's großes Ziel geblieben: "Mein Ziel ist es, in der Formel 1 gegen die besten Fahrer der Welt anzutreten. Im Moment bin ich eher darauf eingestellt, im nächsten Jahr bei den Champ Cars oder den Sportwagen zu fahren, aber ich will mir Optionen für die Formel 1 offenhalten."

Für den Briten könnte es jedoch noch eine, wenn auch nicht gerade große, Chance geben, sein Lebensziel zu erreichen. Minardi-Boss Paul Stoddart soll Wilson auf seiner Liste stehen haben. Doch da gibt es noch den Australier Mark Webber und einige andere Jungstars, die sich ebenso Hoffnungen auf das zweite Minardi-Cockpit machen. Ganz zu schweigen vom womöglich arbeitslosen, aber F1-erfahreren Holländer Jos Verstappen, den Stoddart mit Handkuss verpflichten würde...

(c) Formel1.at/haymarket

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Der Weltverband FIA hat die Formel-1-Fahrer um Feedback gebeten und zeigt sich offen für Anpassungen: Dennoch sei "neunzig Prozent" der Arbeit bereits gut erledigt

Einige Beobachter befürchteten 2026 einen deutlichen Einbruch der Formel-1-Rundenzeiten - Der Wintertest in Bahrain zeigt, dass diese Sorge unbegründet war

Max Verstappen findet bei den Formel-1-Testfahrten in Bahrain deutliche Worte zum neuen Reglement: Es sei wie "Formel E auf Steroiden" und mache "keinen Spaß"

Formel 1-Regeln: Straight Mode

Neuer "Straight Mode" wird beim Start verboten

Die Formel-1-Kommission diskutierte in der vergangenen Woche über mehrere sicherheitsrelevante Themen - Dabei ging es auch um den neuen "Straight Mode"

Kurz vor dem Formel-1-Test in Bahrain hat McLaren das finale Design für den MCL40 von Lando Norris und Oscar Piastri präsentiert: Die Farben sind keine Überraschung

Honda hat eine Erklärung für seine bisherigen Probleme geliefert: Die Batterie wird durch Vibrationen beschädigt - Hersteller hofft auf Besserung bis Suzuka