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Mosleys Tauschgeschäft

FIA-Präsident Max Mosley schlägt den Teams die Rückkehr zu Slicks vor, im Gegenzug möchte er aber die Aerodynamik beschneiden.

Seit der Abschaffung der Slickreifen Ende der Saison 1997 trauern Formel-1-Puristen der "alten Formel 1" nach. Die Autos sahen damals auf Grund der fehlenden Rillen in den Reifen und der um 20 Zentimeter breiteren Bauweise einfach bissiger aus.

Zwar wurde die Formel 1 nach der Umstellung lange Zeit als "bessere Formel 3000" bezeichnet, doch mittlerweile hat man sich an das neue Erscheinungsbild gewöhnt.

Dennoch gibt es viele, die sich eine Rückkehr der Slickreifen wünschen. Nicht nur, weil dies den Boliden ein besseres Aussehen verleihen würde, sondern auch, weil dadurch durch die bessere Haftung der Reifen Überholmanöver erleichtert werden würden.

Gleichzeitig jedoch will FIA-Präsident Max Mosley in den kommenden Jahren die Reifen wieder verändern. Sie sollen sogar ein Profil erhalten, um dem technischen Fortschritt entgegen zu wirken und die Autos einzubremsen.

In einem Interview mit 'ITV' gibt Max Mosley zu, dass er ebenfalls viel lieber Slicks in der Formel 1 sehen würde, dass dies aber nicht so einfach umzusetzen ist, da man umgekehrt durch Eingriffe in die Aerodynamik den Abtrieb reduzieren müsste, damit die Autos nicht zu schnell werden:

"Die Ingenieure werden eine Abrüstung vorschlagen, die 1,5 bis 2 Sekunden die Runde kostet. Aber wenn sie ihre Arbeit über den Winter im Windkanal beendet haben, dann werden wir wieder dort stehen, wo wir auch vorher waren."

"Ich habe erst vor kurzem zu den Teams gesagt, dass wenn sie es uns erlauben, mit ein paar Monaten Vorlaufzeit die Aerodynamik so zu beschneiden, wie wir das wollen, so können sie so große und haftende Reifen haben, wie sie möchten, aber wir müssen in Sachen Aerodynamik alle Freiheiten haben. Dann können wir das tun, aber wir müssten die Aerodynamik dramatisch verändern", so der Brite.

Das Hauptproblem bei der Beschneidung der Aerodynamik wäre die reduzierte Flügelfläche, die jedoch von den Teams als Werbefläche dringend benötigt wird. Eine mögliche Variante, um diesem Problem entgegenzuwirken, wäre die Vergrößerung der Motorabdeckung, was im Reglement verankert werden könnte. Über die Rückkehr zur "alten Formel 1" wird die Technische Arbeitsgruppe auf ihrem Treffen am 6. Dezember diskutieren.

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