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Blickrichtung Formel 1

Die Deutsche Formel 3 fährt künftig nach dem Punkte-Schema der Formel 1, vor dem Saisonstart am 19. April wird bereits eifrig getestet.

Abgeschaut:
Künftig werden auch in der Dt. Formel 3 gleich viele Punkte wie in der Formel 1 verteilt

Die Formel 1 dient den meisten Motorsportarten als Vorbild, nach der DTM hat nun auch die Formel 3 zur Königsklasse aufgeschaut und das derzeitige Punktesystem übernommen. Genau wie in der Formel 1 wird ein Sieg dann mit zehn Meisterschaftszählern belohnt. Der zweite Platz bringt sechs, der dritte Platz vier Punkte ein. Die Plätze vier bis sechs werden mit drei, zwei beziehungsweise einem Punkt belohnt.

Christian Schacht, Leiter Automobilsport des Deutschen Motorsport Bundes, erklärt den Schritte folgendermaßen: "Die Int. Deutsche Formel-3-Meisterschaft ist derzeit das höchste DMSB-Prädikat, es verdient schon allein deshalb an die international gültige Linie angepasst zu werden. Alle wichtigen FIA-Prädikate entsprechen nun ein und demselben Punktesystem und auch die DTM wertet die Platzierungen entsprechend. Ich halte zudem ein einheitliches Wertungssystem auch aus Sicht der Öffentlichkeit für sehr wichtig, denn so bietet man den Zuschauern mehr Transparenz."

Wie in der Saison 2001 erstmals praktiziert, wird zusätzlich und damit im Unterschied zur Formel 1 auch die Trainingsbestzeit mit einem Punkt honoriert. Bei den neun Doppelveranstaltungen mit je zwei Rennen und den dazugehörenden Trainings erzielt man somit im Idealfall 18 Punkte für die Pole Positions. Addiert mit der Maximalzahl von 180 Punkten für die Rennsiege, sind also 198 Meisterschaftspunkte erreichbar.

Der Saisonstart geht am 19. April in Hockenheim über die Bühne, insgesamt sind fünf Österreicher (Bernhard Auinger, Marco Schärf, Richard Lietz, Norbert Siedler und Gottfried Grasser) mit von der Partie.

Bei den Testfahrten der mit Opel-Motoren bestückten Teams im italienischen Varano am 4. und 5. März erzielte der Vorjahres-Dritte Frank Diefenbacher im Opel-Dallara 3/02 des Opel Teams BSR die inoffizielle Bestzeit.

Doefenbacher umrundete den knapp drei Kilometer langen Kurs südwestlich der oberitalienischen Stadt Parma in 1.02,9 Minuten und war damit etwa drei Tausendstelsekunden schneller als Formel 3-Neueinsteiger Christopher Brück im Opel-Dallara des Teams Trella Motorsport. Neuling Timo Glock fuhr im Opel-Dallara 3/02 des Opel Team KMS inoffiziell die drittbeste Zeit. Bernhard Auinger landete als bester Österreicher auf Rang fünf.

1. Frank Diefenbacher (Opel-Dallara, BSR) 1.02,97 Min.
2. Christopher Brück (Opel-Dallara, Trella) 1.03,00 Min.
3. Timo Glock (Opel-Dallara, KMS) 1.03,05 Min.
4. Kousuke Matsuura (Opel-Dallara, Prema) 1.03,05 Min.
5. Bernhard Auinger (Opel-Dallara, BSR) 1.03,22 Min.
6. Sven Heidfeld (Opel-Dallara, Mücke) 1.03,44 Min.
7. Cesar-M. Campanico (Opel-Dallara, Prema) 1.03,60 Min.
8. Vitantonio Liuzzi (Auto Diefenbacher) (Opel-Dallara, BSR) 1.03,66 Min.
9. Stefan de Groot (Opel-Dallara, JB) 1.03,70 Min.
10. Frank Diefenbacher (Auto Liuzzi) (Opel-Dallara, BSR) 1.03,71 Min.
11. Markus Winkelhock (Opel-Dallara, Mücke) 1.03,72 Min.
12. Richard Lietz (Opel-Dallara, Palfinger) 1.04.47 Min.
13. Raffaele Giammaria (Opel-Dallara, Van Amersfoort) 1.04.53 Min.
14. Catharina Felser (Opel-Dallara, Van Amersfoort) 1.04,92 Min.
15. Marco Schärf (Opel-Dallara, Palfinger) 1.05,36 Min.

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