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Senna-Prozess wird neu aufgerollt

Die unsägliche Geschichte um den tragischen Tod des brasilianischen Rennfahrers geht weiter, damit wackeln auch die italienischen Grand Prixs.

Der oberste Gerichtshof in Italien hat nach Angaben des 'Grand Prix'-Magazins bekannt gegeben, dass der Senna-Prozess wegen Formfehler bei der ursprünglichen Gerichtsverhandlung neu aufgerollt werden muss. Nach dem Tod Ayrton Sennas am 1. Mai 1994 in Imola hatte die italienische Staatsanwaltschaft einen umstrittenen Prozess ins Rollen gebracht. In einem ersten Verfahren im November 1999 gegen Technikdirektor Patrick Head und Chefdesigner Adrian Newey wurden beide vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen.

Die Staatsanwaltschaft wollte den damaligen Williams-Mitarbeitern nachweisen, dass die Lenksäule am FW16 vor dem Unfall durch fahrlässige Schweißarbeiten verursacht gebrochen und dadurch Ayrton Senna machtlos in die Streckenbegrenzung gerast war.

In der Formel 1 stößt das Verhalten der italienischen Justiz auf Protest, da man auf den Rennsport, in dem das Risiko zu verunglücken größer ist als im normalen Straßenverkehr und die Fahrer deshalb entsprechende Haftungsausschlusserklärungen unterschreiben, dennoch Gesetze anwendet, die sonst im öffentlichen Straßenverkehr Verwendung finden.

Wegen der schwierigen Rechtslage droht den Italienern sogar der Verlust der Rennen in Monza und Imola – vor allem im Zusammenhang mit dem drohenden Zigarettenwerbeverbot und den versiegten Geldquellen in Imola, die dringend notwendige Renovierungsarbeiten am Kurs ausbleiben lassen. Bisher hat man sich nicht dazu überwinden können, entsprechende Gesetze für den Rennsport verabschieden zu können.

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