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Sind Ferraris Reifen-Probleme hausgemacht?

Formel-1-Experten geben den japanischen Reifen die alleinige Schuld an der Ferrari-Misere, doch inwieweit ist die Scuderia mitverantwortlich?

Der japanische Reifengigant Bridgestone muss momentan als Prügelknabe für die schlechten Ergebnisse der Scuderia Ferrari herhalten und dementsprechend viel einstecken. Doch nachdem Teamchef Jean Todt seinen Reifenpartner zu Beginn dieser Woche bereits in Schutz genommen hatte, schlagen die Japaner nun zurück – und belasten auch die Italiener.

So wird der Motorsportdirektor von Bridgestone, Hisao Suganuma, in der Sport Bild wie folgt zitiert: „Wir haben Vorschläge gemacht, die abgelehnt wurden. Unsere Zusammenarbeit mit Ferrari ist zwar ganz gut, aber die Kommunikation untereinander müssen wir noch verbessern.“

Demzufolge sei klar, dass sich Bridgestone „steigern“ müsse, doch müsse „Ferrari ebenfalls besser werden“. Entwicklungschef Hirohide Hamashima: „Wir wären besser, wenn wir einen robusteren Reifen bringen würden. Einen, der uns ein größeres Nutzfenster lässt.“

Also einen Reifen, wie ihn Konkurrent Michelin einsetzt. Doch deren Motorsportchef Pierre Dupasquier enthüllte nun, dass Bridgestone dem französischen Vorbild schon zu Beginn dieser Saison nacheifern wollte, was Ferrari allerdings nicht wollte: „Wir wissen, dass Bridgestone seine Reifen zu dieser Saison nach unserem Vorbild bauen wollte“, so Dupasquier, „aber Ferrari hat es untersagt.“

Der Grund hierfür soll darin zu finden sein, dass die Roten sowohl die Kosten als auch das Risiko scheuten, ihre Aerodynamik so umzugestalten, um mit einer anderen Reifenkonstruktion am F2003-GA in die Saison gehen zu können. Somit würde auch Ferrari eine gehörige Mitschuld an der Bridgestone-Reifen-Misere tragen, was die diplomatischen Worte von Jean Todt zu Beginn dieser Woche in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt...

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