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Achim Mörtl im Interview

Über seine Erwartungen an die bevorstehenden Events und seine ersten Erfahrungen mit dem neuen "Arbeitsgerät" auf ungewohntem Terrain.

Zehn Jahre Rallyesport, mit allen Höhen und Tiefen. Auch auf höchstem Niveau. Hast du die Nase voll, dass du dir jetzt eine andere Herausforderung gesucht hast?

Nein, der Rallyesport ist weiterhin mein Leben. Er hat bisher alles, was ich mache sehr beeinflusst. Es ist nur so, dass ich eine sportliche Herausforderung brauche. Wenn man einmal in einem Werks- oder Semiwerksteam gefahren ist, wird es schwierig, diesen Level aufrecht zu halten. Die Rallye-WM ist ganz einfach unerschwinglich geworden. Und ich fahre im Grunde ja weiter Rallies, nur eben in der Wüste.

Und eine Rückkehr nach Österreich kam für dich nicht in Frage?

Das kann man so nicht sagen. Gäbe es in der österreichischen Meisterschaft eine sportliche und finanzierbare Herausforderung, könnte ich mir schon vorstellen in Österreich zu fahren. Ein WRC-Projekt ist aber selbst bei uns schon zu teuer. Und mit einem Gruppe-N-Mitsubishi will ich sicher nicht fahren. Toll wäre beispielsweise eine Meisterschaft mit den Super-1600-Kitcars, mit vier, fünf Herstellern.

Die sportliche Herausforderung findest du also in der Wüste?

Ja, ich denke schon. Wir fahren von Anfang an auf Sparflamme. Bin dort blutiger Amateur. Wir werden da nix gewinnen. Ich gehe jetzt praktisch in die motorsportliche Volksschule. Es ist aber der Reiz des Neuen. Die Suche nach einem neuen Limit.

Hat man nicht etwas Angst?

Ich muss zugeben, dass ich vor der ersten Rallye ein recht flaues Gefühl im Bauch habe. Wenn man ohne bisschen Angst in eine 300-Kilometer-Prüfung in der Wüste geht, ist man ein Selbstmörder. Angst bremst dich vermutlich doch ein. Gefahren lauern überall. Und man hat da auf einem Motorrad keinen Co-Piloten, der dich vor den Gefahren warnt.

Wie viel hast du jetzt vor der Tunesien-Rallye eigentlich geübt und trainiert?

Sehr viel, praktisch täglich. Seit Dezember. Ich bin viele, viele Kilometer auf dem Motorrad gesessen. Und ich bin jetzt auch körperlich fit, habe viel Kraft getankt. Kraft und Kondition ist wohl das Allerwichtigste, um auf den langen Tagesetappen überhaupt zu überleben.

Du willst aber irgendwann wieder in ein Cockpit eines Rallyeautos klettern?

Ja, das ist mein Ziel. Eine Wüsten-Rallye, vielleicht einmal auch die Paris-Dakar, mit einem Auto zu fahren, übt auf mich einen ganz großen Reiz aus. Falls ich mich auf dem Motorrad aber wohl fühle, dort auch zu Erfolgen komme, kann ich mir vorstellen, weiterhin mit der KTM zu fahren.

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