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Doppelsieg für die Audi-Teams

Der New England Grand Prix der American Le Mans Series in Lime Rock Park war einmal mehr eine klare Angelegenheit für die beiden Audi-Kundenteams.

Johannes Gauglica

Die American Le Mans Series (ALMS) ist beliebt bei den Zuschauern, aber die Starter fehlen. Nach dem Reglement der 24 Stunden von Le Mans gibt es vier Klassen, beim Rennen am Independence Day in Lime Rock kam dennoch nur ein 22-Auto-Feld zusammen. Nächstes Jahr steigt Porsche ein, auch Toyota wird herbeigerüchtet, und es gibt weitere Pläne zur Krisen-bewältigung: Für 2006 sind einige gemeinsame Veranstaltungen mit der ChampCar-Serie angedacht.

Die Zuschauer kommen aber schon jetzt, und auf der kurzen Strecke von Lime Rock mit Rundenzeiten unter 48 Sekunden fiel das kleine Feld nicht so sehr ins Gewicht. Im Training wurden bei Hochsommertemperaturen die Rundenrekorde serienweise gesprengt. Einige Sportwagenspezialisten hatten ein anstrengendes Wochenende mit Direktflügen von Daytona nach Lime Rock und von den eher plumpen GrandAm-Autos in die leichtfüßigeren Le-Mans-Sportwagen, wie z.B. Butch Leitzinger und Andy Wallace, die für Dyson Racing mit den Lola B01/60 gegen die Audi von Champion Racing antraten; nur diese vier Autos starteten in der LMP1-Klasse. Trotzdem ging es im Training knapp zu, die Audi-Mannschaft Marco Werner/JJ Lehto (zwei der Siegfahrer aus Le Mans) belegte die Pole.

Das Rennen war ereignisreich: der Dyson-Lola Nr. 20 bekam schon früh Ärger mit der Schaltung und war danach in zwei Unfälle verwickelt (und kurzzeitig sogar in Brand). Das Schwesterschiff mit der Nr. 16 duellierte sich mit den beiden Audi und lag bereits in Führung, als nach einem Boxenstop in der zweiten Rennhälfte der Motor nicht mehr anspringen wollte – ein altes Problem. Danach setzte der Brite James Weaver alles auf eine Karte, holte einen Rundenrückstand wieder auf und jagte bravourös durchs Feld, bis der Gaszug riß. Letzten Endes war es wieder eine Audi-Prozession zum Doppelsieg: Lehto/Werner vor Frank Biela/Emanuele Pirro.

Die kleine Prototypenklasse war mangels ernster Konkurrenz schnelle Beute für Miracle Motorsports (Jeff Bucknum/John Macaluso/Chris McMurry). Bei den GT dominierten die Werks-Corvette trotz zwischenzeitlicher Ausrutscher, Oliver Gavin/Olivier Beretta wurden Gesamtdritte. In der Kleinen GT-Klasse gab es zwar jede Menge Unfälle, die für ausgiebige Gelbphasen sorgten, aber um den Sieg war die Sache überraschend klar; die Porsche-Werksfahrer Romain Dumas und Timo Bernhard gewannen für Alex Job Racing.

Am 17. Juli zieht die ALMS weiter nach Sonoma, Kalifornien für das 2:45h-Rennen in Sears Point.

Ergebnis

Fotos

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Motorsport: US-News

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