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Finale furioso

PS-Fans im Osten Österreichs sollten sich einen Besuch in Brno überlegen. Am 21. Oktober gibt es dort wieder einmal Le-Mans-Atmosphäre.

Beim „Epilog“, dem schon traditionellen 6-Stunden-Rennen zu Saisonanschluß, hat auch ein Österreicher noch Chancen auf einen Meistertitel. Der große Favorit um den Gesamtsieg ist aber, wie in den vergangenen Jahren, das Charouz-Team mit dem Mercedes CLK-DTM. Momentan steht nur ein solches Auto auf der Nennliste, ein zweiter Silberpfeil könnte noch hinzukommen. Fahrinstruktor und Drift-Kaiser Werner Gusenbauer teilt sich den silbernen V8-Renner mit dem tschechischen Jungstar Adam Lacko und dem ehemaligen DTM-Fahrer Vaclav Nimc.

Ebenfalls mit Mercedes-Power rollt ein echter Exot, der Pagani Zonda. Die nicht ganz leichte Aufgabe, diesen Hochkaräter die Sechs-Stunden-Distanz zu bringen, hat Jarek Janiš übernommen. Der gemeinsam mit Tomas Enge momantan bekannteste tschechische Rennfahrer hat heuer schon im Rahmen der FIA-GT-Meisterschaft in Brno gewonnen, allerdings mit diesem Auto. Hier fährt er gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Erik, Kart-Europameister 2005, und Antonín Herbeck.

Acht Porsche und achtzehn BMW nehmen die Verfolgung auf. Aus österreichischer Sicht zählen sicher Dieter Quester und das Team Duller Motorsport zu den größten BMW-Hoffnungen: Obzwar PS-mäßig etwas unterlegen, hat das brandneue BMW Z4M Coupé schon beim 24-Stunden-Rennen in Silverstone seine Siegfähigkeit bewiesen. Altmeister Quester wechselt sich mit dem Deutschen Dirk Werner am Steuer des blitzblauen Bayern ab.

Üblicherweise Teil der Porsche-Fraktion, hier aber im zweiten Duller-BMW mit dabei: RaceAlliance-Teamchef Lukas Lichtner-Hoyer und sein aus der FIA-GT-Serie bewährter Partner Thomas Gruber. Neben einigen weiteren aus der Porsche-Szene bekannten Österreichern steuert auch Ski-Legende Patrick Ortlieb einen 996 GT3.

Letzte Titelchance für Michael Zottl

Titelentscheidung in der Klasse bis 1.600ccm: Nach dem unerfreulich verlaufenen letzten Rennen zur heurigen tschechischen Rennsportmeisterschaft sagten Michael Zottl und das Team Beck Motorsport in Gedanken allen Titelchancen leise „servus“. Jetzt gibt es wieder etwas Hoffnung: Für das 6-Stunden-Rennen am 21. Oktober hat – anders als in früheren Jahren - eine ausreichende Zahl an Konkurrenten in der 1.600ccm-Klasse genannt, damit werden auch dort noch Punkte vergeben.

Gepunktet wird in diesem Rennen zweimal, zur Halbzeit und im Ziel. Sofern also zur Hälfte des Rennens noch genügend 1.600er im Rennen sind und der Citroen Saxo VTS sich ausreichend gut positioniert findet, ist der Griff nach dem Titel noch möglich. Der technische Fehler am Auto ist, wie ein Funktionstest gezeigt hat, kuriert. Mit Michael Zottl und dem ehemaligen Rallycross-Europameister Manfred Beck geht ein bewährtes und in der Vergangenheit mehrmals siegreiches Team an den Start.

Es geht also um alles oder nichts, Taktieren gilt nicht. Ein halbes Dutzend der 60 genannten Autos laufen als direkte Gegner in der 1,6-Liter-Klasse, allen voran der Honda Civic der polnischen Fahrer Kijas/Kijas/Brymora. Dieses optisch unscheinbare Auto ist über die fliegende Runde momentan der vielleicht Schnellste seiner Klasse, muß aber erst einmal sechs Stunden durchhalten. Weitere Österreicher in der Klasse: Andreas Kuchelbacher und Philipp Haas fahren ebenfalls einen Citroen Saxo, und Amazone Victoria Schneider teilt sich mit Alexander Fojtik einen Suzuki Ignis.

Während an der Spitze die Supersportwagen einander das Leben schwer machen werden, haben die schnellsten dieser „kleinen“ Klasse auch durchaus Chancen auf ein achtbares Gesamtergebnis. Die beste Platzierung des Beck-Teams in diesem Langstreckenrennen war ein sechster Gesamtrang. Am 21. Oktober um 13.30 geht die Sechs-Stunden-Hatz los.

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