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Sternstunden

Keine Neuigkeiten bei den 6 Stunden von Brno: Der Sieg geht erwartungsgemäß an das AMG-Charouz-Team mit dem Mercedes CLK, dahinter Quester & Co. Im Duller-BMW.

Bei spätsommerlich strahlendem Wetter gingen über 50 Fahrzeuge in das längste Rennen der tschechischen Saison. Nicht dabei war (beinahe erwartungsgemäß) der Pagani Zonda, der nur im ersten Training für ein paar Runden zu sehen war. Jarek Janiš stieg stattdessen beim österreichischen Team Duller Motorsport zu, wo er Dieter Quester und Dirk Werner unterstützte.

Das neue BMW Z4M Coupé erwies sich im Lauf eines von Ausfällen geprägten Rennens als „best of the rest“ – denn gegen den Mercedes CLK-DTM des Teams AMG Charouz war wieder einmal kein Kraut gewachsen. Trotz technischer Probleme im letzten Renndrittel hatte der Silberpfeil am Ende noch immer satte vier Runden Vorsprung. Somit stand auch ein Österreicher am Siegerpodest ganz oben: Drift-King Werner Gusenbauer teilte sich den Mercedes mit Adam Lacko, Václav Nimc; und Štefan Rosina.

Als späte Nachnennung ebenfalls in Brno mit dabei war Karl Wendlinger: Der Kufsteiner unterstützte Lukas Lichtner-Hoyer und Thomas Gruber im BMW M3 GTR, im Ziel war die RaceAlliance-Mannschaft auf Platz 5. Andere gut platzierte österreichische Teams: Jörg Peham und Mathias Schmitter belegte mit ihrem Porsche Platz 8. Ebenfalls einen Porsche steuerte Ex-Skirennläufer Patrick Ortlieb gemeinsam mit Paul Pfefferkorn und Martin Sagmeister, sie schafften den 15. Platz.

Der jüngere der Janiš -Brüder, Kart-Europameister Erik, stieg vom Zonda in einen Audi-Supertourer um und gewann mit diesem Team auf Gesamtplatz 12 seine Klasse. Gleich zu Rennbeginn Pech hatte ein potentieller Favorit: Der Ferrari 360 des französischen FIA-GT-Teams JMB empfahl sich bereits in der ersten Kurve vorübergehend aus dem Renngeschehen, die Aufholjagd führte das Team immerhin wieder auf Platz 6.

In der 1.600ccm-Klasse war die Entscheidung um den Meistertitel noch offen. Leider traten einige genannte Konkurrenten nicht an, deshalb wird derzeit noch beraten, ob volle Punkte vergeben werden. Nach drei Stunden an der Spitze waren jedenfalls Michael Zottl und Manfred Beck im Citroen Saxo VTS; Zottl hat also noch berechtigte Hoffnungen auf tschechische Meisterwürden.

Auch bei Ablauf der Renndauer war der Saxo weiterhin an der Spitze der Klasse, wieder ein Klassensieg also für den Langstrecken-Spezialisten aus Wien und den ehemaligen Rallycross-Europameister aus Gols im Burgenland. Im Training von einem Konkurrenten schuldlos „abgeschossen“, ging das Auto optisch lädiert und nur aus der 21. Startreihe in die Sechs-Stunden-Hatz. Unter dem geschundenen Blech war allerdings nach einer Nachtschicht des Beck-Teams wieder alles in Ordnung.

Etwas verwunderlich war dann die Meldung des Reifenlieferanten, für die Distanz stünden nicht genügend Reifen zur Verfügung… - aus Österreich wurden eilends passende Pneus herbeigeschafft, auf der Strecke auf reifenschonende Fahrweise geachtet. Kurzfristig lag die österreichische Mannschaft Philipp Haas/Andreas Kuchelbacher in einem zweiten Saxo an der Spitze, leider bedeuteten hier technische Probleme das Ende der Veranstaltung. Ebenfalls stark unterwegs bei den „Kleinen“: Victoria Schneider und Alexander Fojtik im Suzuki Ignis, mit einem problemfreien Rennen von einem der letzten Startplätze auf Platz 2 der Klasse.

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