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Formel 1: News

Nur noch ein Windkanal erlaubt

Das FIA World Council hat beschlossen, dass künftig die aerodynamische Entwicklungsarbeit limitiert wird - z. B.: nur noch 1 Windkanal!

Fotos: Toyota F1

Verbot der Traktionskontrolle und Slicks, da sind sich alle einig, sind ein erster richtiger Schritt in Richtung mehr Überholmanöver in der Formel 1. Allerdings ist es damit nach Ansicht der meisten Fahrer noch nicht getan, weil der Kern des Übels im Aerodynamikbereich steckt. Genau dagegen geht die FIA nun vor.

Vom World Council wurden heute in Monaco einige Beschlüsse gefasst, die bereits 2008 greifen werden und auf den ersten Blick nicht allzu spektakulär zu sein scheinen, in Wahrheit aber großen Einfluss haben werden. So darf in Zukunft zum Beispiel nur noch in einem Windkanal getestet werden, was einige Rennställe, die gerade erst eine zweite Anlage errichtet haben, mit einem riesengroßen Aufschrei quittieren werden.

Doch damit nicht genug: Im Windkanal darf nur noch mit einer maximalen Luftstromgeschwindigkeit von 50 Metern pro Sekunde und höchstens mit 60-Prozent-Modellen gearbeitet werden. Dies kommt kleinen Teams wie etwa Force India entgegen, verbrennt aber auf einen Schlag die Investitionen, die etwa Toyota, Honda oder das BMW Sauber F1 Team kürzlich getätigt haben, um ihre bestehenden Anlagen auf den neuesten Stand zu bringen.

Entscheidend auch noch, dass es mit den 24-Stunden-Schichten, die inzwischen zumindest bei den Topteams längst Usus sind, vorbei ist: Pro Tag dürfen maximal 15 Läufe durchgeführt werden - in einem Zeitraum von maximal acht Stunden, was effektiv einem Einschichtbetrieb gleichkommt. Außerdem sind nicht mehr als fünf Betriebstage pro Woche gestattet. Allerdings dürfen die Windkanäle weiterhin an externe Unternehmen vermietet werden.

Diese Maßnahmen werden natürlich unweigerlich dazu führen, dass die Teams ihre Ressourcen immer mehr in Richtung Strömungsdynamik verlagern, aber auch dem soll ein Riegel vorgeschoben werden. Erster Schritt: Die CFD-Abteilungen der Teams dürfen künftig nur noch mit einer bestimmten Anzahl an Mitarbeitern besetzt werden, die erst noch festgelegt werden muss. Außerdem sollen Richtlinien für die verwendeten Computersysteme eingeführt werden.

Darüber hinaus sind Einschränkungen in den Bereichen Prüfstände, Design und Produktion, Radaufhängungen und Bremsen, Hydraulik, Bodywork, Gewichtsverteilung, Testfahrten und Personal an der Rennstrecke geben. Eine genaue Aufstellung dieser neuen Bestimmungen wird am 11. Januar veröffentlicht. Und: Das KER-System (KERS) wird als völlig unreglementierte Technologie schon ab 2009 zugelassen.

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