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Berger: "F1 muss eigene Krise bewältigen"

Für Gerhard Berger sind die finanziellen Schwierigkeiten mit der die Formel 1 derzeit zu kämpfen hat hauptsächlich hausgemacht.

Gerhard Berger hatte einige Gründe, um bei Toro Rosso die Brocken hinzuwerfen: Er beendet seine Karriere als Teamchef der italienischen "Jungbullen" auf einem Höhepunkt (Sieg in Monza, Platz sechs bei den Konstrukteuren und satte 39 WM-Punkte), Erfolgsgarant Sebastian Vettel ist zum "Mutterteam" Red Bull gewechselt, Freund und Partner Dietrich Mateschitz hat wieder die volle Kontrolle über das Team, was einem späteren Verkauf entgegen kommt und schließlich hängt schon lange das Kundenautoverbot über dem Team aus Faenza wie ein Damoklesschwert.

Auch hat Berger nicht zuletzt so manchen Euro durch den Verkauf verdient. Was zunächst verwunderlich schien, hat durchaus gute Gründe. Doch es gibt noch weitere, wie der österreichische Grand-Prix-Sieger gegenüber Blick verriet: "Die Formel 1 wird jetzt nicht nur von der weltweiten -Finanzkrise gepackt. Nein, unser Sport muss vor allem die hausgemachte Krise bewältigen."

Der ehemalige Teamkollege von Formel-1-Legende Ayrton Senna wollte mit den schwindelerregenden Unsummen, die im Feuer des schnellsten Zirkus der Welt verbrannt werden, nichts mehr zu tun haben: "Ich kann mir die Formel 1 nicht leisten - und die beiden Teams von Red Bull brauchen für die -Zukunft freie Hand. Ich sehe die Formel 1 als Geschäft."

"Aber ich will kein Geschäft haben, bei dem kein gesundes Geschäftsmodell vorhanden ist. Was jetzt mit Budgets von 300 Millionen Dollar pro Jahr -veranstaltet wird, geht auch mit 30 Millionen, wenn die Vernunft zurückkehrt", fordert Berger. Noch vor etwa zehn Jahren waren solche Summen eher an der Tagesordnung.

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