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Safety-Car übermittelt Zeitlimit an Piloten

Safety-Car übermittelt Rundenzeiten-Limits an Piloten; Die Boxengasse bleibt immer geöffnet; Sprints zur Tankstelle sollen verhindert werden.

Safety-Car-Einsätze haben in den vergangenen Monaten immer wieder zu kuriosen und teils sportlich schmerzhaften Situationen geführt. So hatten zum Beispiel Rubens Barrichello und Nick Heidfeld in der zurückliegenden Saison Durchfahrtsstrafen kassiert, weil sie bei geschlossener Boxengasse zum Tanken gefahren waren - sonst wäre ihnen allerdings der Sprit ausgegangen. Nun ist damit Schluss, denn die FIA hat eine neue Safety-Car-Regel verabschiedet.

Ab sofort bleibt die Boxengasse immer geöffnet. Ein elektronisches System wird beim Einsatz des Safety-Cars zum Tempomat der Formel-1-Piloten. Sobald das Sicherheitsfahrzeug auf die Strecke geschickt wird, übermittelt dieses System eine minimale Rundenzeit, die der jeweilige Fahrer erreichen darf. Somit soll verhindert werden, dass es zum bis 2006 üblichen Sprint zur Tankstelle kommt und somit Gefahren entstehen.

Ein Computer rechnet für jeden Rennteilnehmer in Abhängigkeit von der Position auf der Strecke, dem jeweiligen Gefahrenpunkt und dem Aufenthaltsort des Safety-Cars einen gewissen Wert, der per Funk ins Auto übertragen und auf dem Display am Lenkrad angezeigt wird. "Die Regel, die wir 2007 eingeführt haben, war schlecht", so FIA-Renndirektor Charlie Whiting. "Wir sind also zur Regel von 2006 zurückgegangen. Der einzige Unterschied ist, dass es jetzt eine minimale Zeit gibt, die vom Fahrer auf dem Weg zur Box nicht unterschritten werden darf."

"Sobald das Safety-Car herausfährt, wird die Standardelektronik in den Autos auf einen "Safety-Car-Modus" umgeschaltet", beschrieb Whiting weiter. "Die Piloten bekommen eine Meldung, bekommen die minimale Rundenzeit und müssen das dann respektieren. Wir haben damals die Schließung der Boxengasse beschlossen, weil die Piloten immer zu schnell zur Box jagten. Das ist nun vorbei, weil sie nicht schneller sein dürfen, als es im Display angezeigt wird."

Das entsprechende System ist keine Neuheit. Es wurde bereits seit Anfang des Jahres entwickelt und im Juli getestet. Nach einem entsprechenden Versuch am Freitag vor dem Silverstone-Rennen hatten jedoch viele Piloten Kritik geäußert. "Es ist schon etwas komisch, weil man die ganze Zeit auf das Display schauen muss. Gleichzeitig fährt man dann möglicherweise an der Unfallstelle vorbei", schilderte damals Williams-Pilot Nico Rosberg.

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