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BMW nimmt 2012 an der DTM teil

Am Weg zurück

Die grundsätzliche Entscheidung ist gefallen: BMW kehrt nach zwei Jahrzehnten in die DTM zurück – und bleibt auch in anderen Serien aktiv.

Offiziell klingt das so: " In der vergangenen Woche hat der Vorstand der BMW AG eine positive Grundsatzentscheidung für ein Engagement des Unternehmens im neu ausgerichteten "Deutsche Tourenwagen Masters" (DTM) ab 2012 getroffen. Dazu müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, an denen der Dachverband ITR derzeit arbeitet. In Erwartung eines positiven Abschlusses trifft BMW Motorsport auf der Technikseite entsprechende Vorbereitungen. Die endgültige Entscheidung soll im Jahresverlauf fallen."

Das von der ITR auszuarbeitende neue Reglement der DTM wird also noch einigen Input seitens der BMW-Sportstrategen erhalten. Motorsportdirektor Mario Theissens Ausblick auf die zukünftigen Aktivitäten:

"Das neu ausgerichtete Programm ermöglicht es uns, die sportlichen Gene der BMW Fahrzeuge auf zahlreichen wichtigen Bühnen zu demonstrieren. Die geplante Rückkehr in die DTM ist für unsere Mannschaft eine spannende Aufgabe. Wir werden in den kommenden Monaten auf technischer Seite alle nötigen Vorbereitungen treffen, um uns im Falle eines Einstiegs 2012 aus dem Stand konkurrenzfähig präsentieren zu können."

Back to the Masters

Als die DTM noch kein(e) Masters, sondern eine echte Meisterschaft war (das ist lange her!), bestimmte BMW die Entwicklung der Serie mit wie keine andere Marke; bereits im Anfangsjahr holte man den Meistertitel. Fahrer war der spätere Opel-Sportchef Volker Strycek.

Von 1987 bis Anfang der 1990er war dann der M3 der ersten Serie das anerkannte "Volumensmodell". 1993 beendete die Marke aus München ihr werksseitiges Engagement, denn die neuen Regeln der Klasse 1 riefen nach V6-Motoren, die man damals nicht im Sortiment hatte.

Danach konzentrierten sich die BMW-Sportler, die das vom Serienfahrzeug zunehmend entfernte Regelwerk der DTM/ITC nicht mittragen wollten, auf die Supertourenwagen mit 2 Liter Hubraum und auf den Einsatz des M3 E36 als GT-Fahrzeug, nicht zuletzt auf Initiative von Dieter Quester.

Erfolge in Amerika mit diesem Auto und dem Nachfolger E46 führen in direkter Linie zum heutigen GT2-Projekt mit dem aktuellen M3. Und dieses noch recht junge Unternehmen wird zumindest 2011 weitergeführt.

Weiter in Le Mans

"Aufgrund seiner großen Tradition im Produktionswagensport ist der BMW M3 für den Einsatz als Basisfahrzeug prädestiniert", erläutert Dr. Theissen, "unseren BMW M3 GT2, der in diesem Jahr seine Debütsaison in Europa bestreitet, schicken wir auch 2011 wieder an den Start." – Damit wird BMW also auch nächste Saison in Le Mans und Umgebung aktiv sein.

Der Tourenwagen-WM und dem Super2000-Reglement wendet man noch nicht ganz den Rücken zu; eine Entscheidung über das weitere Engagement in der WTCC wird vom Verlauf der Saison 2010 abhängig gemacht.

Jedenfalls entwickelt BMW nicht zuletzt für den Einsatz in Kundenautos einen 1,6l-Turbomotor nach dem ab 2011 geltenden "Weltreglement" für S2000-Tourenwagen und Rallyefahrzeuge.

Damit erneuern die Bayern ihr Bekenntnis zum Kundensport: In der S2000-Welt ist der 320si das beliebteste Kundenfahrzeug. Weiters offeriert BMW mittlerweile eine ganze Flotte von käufliche Rennfahrzeugen für die Klassen GT4 (M3) GT3 (Z4) und auch GT2, denn den GT2-Renner kann man ebenfalls käuflich erwerben - sofern man die nötigen Mittel (560.000 Euro zzgl. Steuern) verfügbar hat. Die Nachwuchsförderung läuft ebenso weiter wie der BMW-Sportpokal für die Privatiers der Marke.

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