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Können Grauzonen ausgeräumt werden?

FIA-Präsident Jean Todt will erreichen, dass alle Formel-1-Regeln klar und eindeutig formuliert werden, doch er glaubt selbst nicht, dass das überall gelingt.

Die Formel 1 hat zwar ein feststehendes Reglement, doch es gibt immer wieder Grauzonen, die die Teams zu nutzen verstehen. Manchmal stellt sich aber auch die Frage, ob ein Fahrer mit einer Aktion gegen das Reglement verstoßen hat oder nicht, weil die betreffende Regel nicht zu einhundert Prozent klar ist. Ein solcher Fall war Michael Schumachers Überholmanöver vor der Zielline in Monaco. Schumacher kassierte eine Zeitstrafe und wurde auf Platz zwölf zurückversetzt.

Mercedes ging davon aus, dass das Rennen wieder freigegeben war, die Rennkommissare sahen das anders. Doch auch die FIA hatte bemerkt, dass die Regelungen nicht ohne Widerspruch sind. In einem Schreiben an das Team entschuldigte man sich quasi für dieses Durcheinander. Mercedes verzichtete aber auf einen Einspruch.

FIA-Präsident Jean Todt will nun dafür sorgen, dass solche Unklarheiten aus dem Reglement verschwinden. In die angesprochene Causa hat er sich nicht direkt eingemischt, gegenüber auto, motor und sport sagt er dazu: "Das ist Sache der Sportkommissare und nicht des FIA-Präsidenten. Bei Durchsicht der Fakten habe ich aber festgestellt, dass die Regeln in diesem Punkt nicht hundertprozentig klar sind. Deshalb habe ich unseren Rennleiter Charlie Whiting gebeten, beim nächsten Rennen eine Klärung der Regel zu beantragen."

Diese Regel war aber nur eine von vielen, die unterschiedliche Interpretationen zulassen. Gerade im Technikbereich gibt es immer wieder Schlupflöcher. Es sei der Plan, all diese Grauzonen auszuräumen, betont Todt. Doch er weiß selbst, dass das für die FIA eine enorm schwierige Aufgabe wird: "Sie dürfen nicht vergessen, dass wir mit einer beschränkten Anzahl von Leuten einem Heer von sehr gescheiten Personen auf der Seite der Teams gegenüberstehen, die nichts anderes zu tun haben, als die Regeln bis an die Grenzen auszuloten."

Deshalb befürchtet er: "Wahrscheinlich werden wir es nie schaffen, dass jeder Paragraf zweifelsfrei interpretiert werden kann."

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