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GP2: Hockenheim

Maldonado dominiert nach Belieben

Pastor Maldonado dominiert die GP2-Serie, mit seinem vierten Sieg in Folge stellt der 25-jährige Venezolaner einen neuen Rekord auf. Romain Grosjean mit verpatztem Comeback.

Die GP2 steht derzeit ganz im Zeichen von Pastor Maldonado. Der Venezolaner feierte auf dem Hockenheimring seinen vierten Sieg im Hauptrennen in Folge. Das ist neuer Rekord für die Nachwuchsserie, die Talente wie Lewis Hamilton, Nico Rosberg und Nico Hülkenberg hervorgebracht hat. Für Lokalmatador Christian Vietoris endete das Rennen bereits in der ersten Kurve.

Im Qualifying musste sich Maldonado noch Charles Pic geschlagen geben, doch beim Start kam der Franzose schlecht weg und wurde von Maldonado und Sergio Perez überholt. Das Duo setzte sich rasch vom Feld ab, lag aber innerhalb einer Sekunde.

Bereits früh kamen die ersten Piloten zu ihrem Pflichtboxenstopp herein, doch die Spitze blieb draußen.

Soweit kam Lokalmatador Christian Vietoris gar nicht. Nach einem guten Start krachte der Deutsche in der ersten Kurve in das Heck von Romain Grosjean, der für ein Rennen in die GP2-Serie zurück gekehrt ist. Das Lenkrad stand anschließend schief und die deutsche Nachwuchshoffnung musste aufgeben. Vier Runden vor dem Ziel war auch für den Schweizer Fabio Leimer Feierabend.

Der Kampf um die Spitze wurde härter. Maldonado absolvierte in Runde zwölf sein Service, während Perez noch eine schnelle Runde hinknallte. Einen Umlauf später bog der Mexikaner in die Boxengasse ab. Die Barwa-Addax-Mannschaft arbeitete flott, aber es reichte nicht. Maldonado blieb vorne und vergrößerte die Lücke auf seinen härtesten Verfolger kontinuierlich. Bis ins Ziel war der Überflieger der Saison unantastbar.

Hinter Perez folgten mit einem Abstand von über zehn Sekunden Pic und Dani Clos. Ein spektakuläres Rennen fuhr wie so oft Jules Bianchi. In Deutschland fiel das Ergebnis aber nur mittelprächtig aus. Nachdem er von Rookie Vladimir Arabadzhiev lange aufgehalten wurde, war der Zug nach vorne bereits abgefahren und es blieb bei Rang fünf. Trotzdem fuhr der Franzose noch die schnellste Runde und sicherte sich somit den Extrapunkt. Marcus Ericsson absolvierte die 28 Runden eher unauffällig und sah die Zielflagge als Sechster.

Bis alle Piloten ihre Boxenstopps absolviert hatten, lag Rückkehrer Adrian Zaugg in Führung. Nach seinem Halt fiel er in die Kampfgruppe um Rang acht zurück. Oliver Turvey hielt als Siebter den Südafrikaner und Michael Herck in Schach. Vier Runden vor Schluss attackierte Zaugg den Briten in der Haarnadel und kam nach einigen leichten Berührungen vorbei. Herck versuchte ebenfalls alles, aber er konnte nicht profitieren. Somit wird Turvey den Sprint von der Pole-Position aus starten.

Grosjean beherzt

Rückkehrer Grosjean brachte kein zählbares Resultat ins Ziel. Trotzdem fiel der ehemalige Renault-Pilot durch eine beherzte Fahrt auf. Nach einem langen Boxenstopp war der Franzose bereits am Ende des Feldes, dies hielt ihn aber nicht davon ab, schnelle Runden zu drehen und einige Gegner zu überholen. Wegen Abkürzens bekam er obendrein noch eine Durchfahrtsstrafe.

Es wurden mehrere Piloten, darunter Perez, Johnny Cecotto und Davide Valsecci, von der Rennleitung verwarnt, weil sie die asphaltierten Auslaufzonen in ihre Rennlinie mehrfach miteinbezogen hatten. Am Endergebnis änderte das jedoch nicht. In der Gesamtwertung hat Maldonado (66 Punkte) nun 24 Zähler Vorsprung auf Clos (42).



Ergebnis

  
 1.  Pastor Maldonado     Rapax                54:07.807
 2.  Sergio Perez         Barwa Addax            + 3.866
 3.  Charles Pic          Arden                 + 12.423
 4.  Dani Clos            Racing Engineering    + 12.900
 5.  Jules Bianchi        ART                   + 23.175
 6.  Marcus Ericsson      Super Nova            + 26.399
 7.  Adrian Zaugg         Trident               + 38.594
 8.  Oliver Turvey        iSport                + 42.832

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