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WEC: Shanghai

Beide Toyota in Führung

Halbzeit im WEC-Rennen von China: Der Toyota mit Sarrazin/Buemi bleibt Spitzenreiter knapp vor den Teamkollegen Wurz/Lapierre. Dahinter Audi mit Treluyer.

Der vorletzte WEC-Lauf des Jahres könnte zum großen Triumphzug von Toyota werden.

Die Japaner führen das Sechs-Stunden-Rennen von Schanghai zur Halbzeit souverän mit beiden Fahrzeugen an.

Sebastien Buemi liegt nach drei Stunden rund 20 Sekunden vor dem Schwesterauto von Alexander Wurz. Audi steckt in China in Problemen. Die Ingolstädter leiden unter schlechter Traktion und geringer Haltbarkeit der Reifen.

"Wir hatten nicht erwartet, dass wir einen solchen Vorsprung hätten, es war uns aber klar, dass unser Auto schnell ist. Im ersten Stint waren wir viel schneller als Audi - das war überraschend.

Das Fahren hier ist sehr anstrengend. Im Verkehr geht es eng zu. Es kann noch viel passieren", mahnt Anthony Davidson zur Halbzeit. Aufregung gab es kurz nach dem Fahrerwechsel. Buemi meldete Probleme mit dem Bremsverhalten. Kurze Zeit später Entwarnung: kein Defekt des Hybridsystems, sondern ein defekter Sensor.

Wurz/Lapierre hatten das Rennen zu Beginn angeführt, aber die Markenkollegen konnten von einem früheren ersten Stopp profitieren. Seither ist der Toyota mit der Startnummer 8 sicher in Front. Einen zwischenzeitlichen Rückschlag gab es für die amtierenden Champions. "Wir hatten einen Reifenschaden. Das hat uns zurückgeworfen. Schade - aber es ist ja noch ein Stück zu fahren", berichtet Benoit Treluyer, der auf Platz drei eine Minute Rückstand auf die Spitze hat.

Kaffer muss Titelhoffnungen aufgeben

Das Audi-Schwesterauto liegt mittlerweile schon eine Runde zurück. Kristensen/McNish/Duval können das Tempo der drei anderen Werksautos nicht mitgehen. "Das ist merkwürdig. Ich bin am Freitag die schnellste Runde des Wochenendes gefahren. Seither hat sich die Strecke negativ entwickelt. Das ist seltsam", berichtet Allan McNish. "Im weiteren Rennverlauf wird es sicherlich wieder besser. Die Strecke wird sich zu unseren Gunsten entwickeln."

McNish/Kristensen/Duval können entspannt in die weiteren Stunden gehen. Solange das Schwesterauto nicht gewinnt und man selbst die Position hält, dann hat man den Fahrertitel sicher. Der Lola-Toyota von Rebellion fährt unangefochten und solide auf dem fünften Gesamtrang. In der LMP2-Klasse hat G-Drive die Führung an den Oak mit der Startnummer 24 abgeben müssen. "Wir hatten leider einen Kontakt mit einem GTE-Fahrzeug. Dabei ist hinten etwas an der Verkleidung kaputtgegangen. Die Reparatur hat uns viel Zeit gekostet. Vielleicht können wir das aber wieder aufholen", sagt John Martin.

Während der zweite Morgan-Judd von Oak (Startnummer 35) auf Platz drei - und somit auf Titelkurs - fährt, gibt es bei den deutschen Beteiligten große Sorgen. Der Oreca-Nissan von Pierre Kaffer schaffte nur 30 Runden. "Wir haben ein Problem mit dem Kabelbaum. Es fließt kein Strom mehr - jedenfalls nicht überall. Wir konnten das Auto nach dem Boxenstopp nicht mehr starten. Kann sein, dass wir endgültig aus dem Rennen sind", erklärt Kaffer frustriert. Die Titelhoffnungen in der LMP2-Klasse dürften somit begraben sein. Am Lotus von Kraihamer/Holzer/Charouz musste nach einem Kontakt ein Schaden am Heck behoben werden.

Ein riesiges Spektakel bietet mal wieder die GTE-Pro-Szene. Stefan Mücke führt das Rennen im Aston Martin an, dahinter rangeln die beiden AF-Corse-Ferraris weiterhin mit dem zweiten Aston Martin. Die große Show lieferten Kamui Kobayashi (Ferrari) und Bruno Senna (Aston Martin). Die beiden Ex-Formel-1-Piloten duellierten sich rundenlang, fuhren phasenweise im Paarflug durch die Ecken, vermieden aber eine Berührung. Senna entschied das Duell mit qualmenden Reifen schließlich für sich. Porsche hat mit dem Kampf um die Spitze nichts zu tun. Bei den Amateuren führt der Aston Martin mit der Startnummer 95 souverän.

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