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Formel 1: News

"Pirelli-Einfluss darf nicht überhand nehmen"

Gerhard Berger findet, dass das Reifenthema derzeit ein zu dominantes in der Formel 1 ist und kritisiert den von Pirelli im Winter eingeschlagenen Weg

Genau wie die erste Saisonhälfte 2012, so steht auch der Beginn der diesjährigen Formel-1-Saison vor allem im Zeichen der Pirelli-Reifen. Beim Grand Prix von Malaysia zählte man im Verlauf der 56 Rennrunden nicht weniger als 73 Boxenstopps im Feld. Ist der Einfluss der Reifen auf den Ausgang der Rennen derzeit zu groß?

Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger findet, dass die Grenze des Vertretbaren mit der diesjährigen Generation der Pirelli-Reifen überschritten wurde. "Es macht natürlich keinen Sinn, Millionen in die Auto- und Motorenentwicklung zu stecken und dann bestimmt der Reifen alles. Wenn es obendrein noch darauf ankommt, wer am saubersten langsam fährt, dann ist da ein Fehler drin. Man kann alles übertreiben. Hier ist der beste Kompromiss gesucht. Ich fand, das war 2012 besser gelöst", sagt Berger im Gespräch mit 'auto motor und sport'.

Nach Ansicht des 210-fachen Grand-Prix-Starters sollte es nicht die Fahrweise der Piloten sein, die über Sieg oder Niederlage entscheidet. "Wenn ich mir den Räikkönen in der Bordkamera anschaue, dann sieht man, wie sauber der einlenkt. Oder ich höre, wie sanft der Button aufs Gas geht. Denen kommen die Reifen entgegen", analysiert Berger und sieht in dieser Tatsache ein Problem: "Es sollte weder für den einen noch den anderen ein Vorteil sein. Wir wollen den schnellsten sehen, egal welcher Fahrstil."

In diesem Zusammenhang verweist der Österreicher auf seine aktive Karriere. "Da gab es den Prost, der einen sauberen Strich gefahren ist und den Mansell, der ein wilder Hund war. Wenn die zwei nicht hätten gegeneinander fahren können, weil der Reifen den einen bevorzugt und den anderen benachteiligt, dann wäre das schade gewesen." Beim Grand Prix von Spanien kommt an diesem Wochenende erstmals die kurzfristig veränderte Hard-Mischung zum Einsatz.

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