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Ersatzrennen für Russland angedacht

Kommt "Plan B"? Aufgrund der angespannten politischen Situation in der Ukraine könnte die DTM auf ihr Rennen in Russland verzichten.

Das Rennen in Russland bestreiten – oder lieber nicht? Mit dieser Frage muss sich nun auch die DTM beschäftigen, denn die Meisterschaft hat für den 13. Juli 2014 ein Gastspiel auf dem Moscow Raceway eingeplant. Die angespannte politische Situation in der Ukraine könnte allerdings eine Absage der Veranstaltung erforderlich machen. Hinter den Kulissen arbeitet man jedenfalls bereits an einem "Plan B".

Dabei handelt es sich aber offenbar nur um eine Vorsichtsmaßnahme, denn aktuell stehen die Ampeln für den Russland-Ausflug auf Grün. "Wir bekommen zur Zeit etliche Anrufe aus Moskau", sagt ITR-Chef Hans-Werner Aufrecht (Bild) der FAZ. Er werde gefragt: "Kommt Ihr?" Seine Antwort falle immer gleich aus. "Stand jetzt ist: Wir kommen", so Aufrecht am Hockenheimring.

Die in der DTM engagierten Hersteller Audi, BMW und Mercedes, die großes Interesse an einem Auftritt im wichtigen russischen Automarkt haben, verlassen sich dabei voll und ganz auf die DTM-Dachorganisation um Aufrecht und Co., wie BMW-Sportchef Jens Marquardt betont: "Die ITR muss entscheiden, ob das Rennen stattfinden kann. Wir Hersteller vertrauen ihnen da vollkommen."

Es gelte, die richtige Entscheidung in Relation zur Gesamtlage zu treffen, so Marquardt weiter. "Das muss man einfach beobachten. Ich glaube aber, die ITR ist da extrem verantwortungsbewusst." Und dennoch könnten äußere Faktoren den Kurs der Serie beeinflussen. In diesem Fall wäre den Herstellern die Entscheidung aber komplett aus der Hand genommen, sagt Marquardt.

Vorerst würden sich die DTM-Teams jedoch wie geplant darauf vorbereiten, im Juli in Russland anzutreten. "Ob es dann möglich sein wird, sehen wir in der Gesamtsituation", meint der Sportchef von BMW. Falls nicht, dürfte kurzfristig eine Ersatzstrecke nominiert werden. Welche, ist allerdings noch offen. Marquardt: "Der Plan B ist, dass wir in diesem Jahr auf jeden Fall zehn Rennen hinkriegen."

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