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Hamilton: WM-Kampf intensiver als 2008

Lewis Hamilton stellt das heurige Duell mit seinem Teamkollegen Rosberg dem dramatischen WM-Kampf der Saison 2008 gegenüber.

In der Formel-1-Saison 2007 kämpfte Lewis Hamilton als Rookie auf Anhieb um den WM-Titel. Mit vier Punkten Vorsprung auf seinen McLaren-Teamkollegen Fernando Alonso und drei weiteren Punkten Vorsprung auf Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen kam der Brite zum Saisonfinale in São Paulo. Dort erreichte Hamilton nur Platz sieben und verlor so den Titel im letzten Moment tatsächlich noch an Räikkönen.

Ein Jahr später gestaltete sich die WM-Entscheidung noch dramatischer. Die Protagonisten: Felipe Massa im Ferrari und erneut Hamilton im McLaren. Wieder kam der Brite mit sieben Punkten Vorsprung auf die Speerspitze der Scuderia nach São Paulo. Massa gewann sein Heimspiel und jubelte bereits über den WM-Titel, doch der Brasilianer hatte sich zu früh gefreut.

In der letzten Kurve des Rennens zog Hamilton noch am auf Rang fünf liegenden Toyota-Piloten Timo Glock vorbei. Als der McLaren-Pilot wenige Sekunden später die Ziellinie kreuzte, hatte er in Summe 98 WM-Punkte auf dem Konto. Massa, der es auf 97 Zähler brachte, musste auf der Gegengeraden der Auslaufrunde einsehen, dass er doch nicht Weltmeister war.

Angesichts des engen Duells zwischen Hamilton und seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg in der laufenden Saison wäre es alles andere als eine Überraschung, sollte die Entscheidung erneut erst beim Saisonfinale fallen. In diesem Jahr ist die Wahrscheinlichkeit dafür sogar deutlich größer, denn bekanntlich gibt es beim letzten Saisonrennen – das diesmal nicht in Brasilien, sondern in Abu Dhabi stattfindet – erstmals doppelte Punkte.

Und noch etwas ist anders: "In diesem Jahr fühlt sich der Kampf deutlich intensiver an", stellt Hamilton sein Duell mit Mercedes-Teamkollege Rosberg um den WM-Titel 2014 jenem von vor sechs Jahren gegenüber und meint: "Es ist ein bisschen wie beim Pokern. Dein Gegner sollte nicht wissen, was du auf der Hand hast, aber Nico und ich können die Karten des anderen sehen. Es ist also schwieriger, einander zu schlagen."

"Man muss also Wege finden, um sich kleine Vorteile zu verschaffen", so der Brite in Bezug auf die Arbeit auf beiden Seiten der Mercedes-Box. In diesem Zusammenhang sei es unabdingbar, sich ständig weiterzuentwickeln und seinen Horizont zu erweitern: "Wenn du einfach nur so gut bist wie beim letzten Mal, dann ist das nicht genug."

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