MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

20, 16 oder nur das Safety-Car?

Für die Zukunft der Formel 1 sind die rechtlichen Verpflichtungen bezüglich des Starterfeldes wohl wegweisend, aber keineswegs einfach zu durchschauen.

Das Teamsterben in der Formel 1 hat eine wichtige Frage aufgeworfen: Wie viele Autos müssen am Start stehen, damit die Königsklasse ihre Verträge erfüllt und ihren rechtlichen Verpflichtungen gegenüber den Fernsehsendern, den Promotern, den Sponsoren sowie der FIA als eigentlichem Inhaber der kommerziellen Rechte nachkommt? Die Antwort ist aus zweierlei Gründen komplex, schließlich sind die Vereinbarungen erstens vertraulich und zweitens verworren verklausuliert sowie unverbindlich.

Die lange als maßgebend erachtete Marke von 20 Boliden scheint keinen Wert zu besitzen. Für die Rennen in Sao Paulo und in Austin waren nach dem Aus für Caterham und Marussia nur 18 Autos gemeldet, Konsequenzen blieben aus. Interessanter ist die Marke von 16 Wagen, die auch laut einem Forbes-Bericht im Ausrichtervertrag des letzten Europa-Grand-Prix in Valencia auftaucht. In diesem Zusammenhang ist nicht von einer Pflicht, sondern lediglich von "vernünftigem Bemühen" die Rede.

Vor einem Gericht nachzuweisen, dass das nicht der Fall gewesen ist, grenzt an Unmöglichkeit, zumal es sich bei der Formulierung um gängige Vertragssprache handelt und sie keine bestimmten Standards setzt - geschweige denn die absolute Verpflichtung beinhaltet. Gleiches gilt britischen Rechtsexperten zufolge auch für den in den FIA-Verträgen gewählten Ausdruck, dass die Formel 1 es "versuchen müsse, mindestens 16 Autos für die Weltmeisterschaft zu gewinnen". Ein Richter hat das aber noch nicht bewertet.

Was wäre aber in dem Fall, dass in einem maßgebenden Kontrakt tatsächlich eine juristische Untergrenze gebrochen und ausreichend Fahrlässigkeit nachgewiesen würde? Allgemein geht die Szene von der Möglichkeit aus, dass die FIA die kommerziellen Rechte wieder an sich reißen und Ecclestone seine Machtgrundlage entziehen könnte. Zuvor könnte noch ein Schlichtungsverfahren stehen, wie es in solchen Fällen üblich ist. Häufig ist ein Kompromiss die Folge. Wie der im Fall der Formel 1 aussehen könnte, bleibt wie so vieles ein Rätsel.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Red Bull hat seine Farben für die neue Formel-1-Saison präsentiert: Das Design für den RB22 erstrahlt für die Partnerschaft mit Ford in einem neuen Glanz

Geheimtest von Audi

Audi R26 testet in Barcelona

Der Audi R26 testet auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya - Erste Seh- und Hörprobe der neuen Formel-1-Fahrzeuggeneration 2026!

"Vorfreude umso größer"

Habsburg fährt auch 2026 für Alpine

Während Mick Schumacher die WEC und Alpine in Richtung IndyCar verlassen hat, bleibt Ferdinand Habsburg für drittes Jahr im französischen Werksteam an Bord

Übergabe der Trophäen an alle Sieger:innen, an die Motorsportler des Jahres 2025 sowie erstmals Vergabe von acht Ehrenpreisen für besondere Leistungen