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Formel 1: News

Asphaltbemalungen erlaubt

Die FIA erlaubt, unter gewissen Voraussetzungen, dem Sieger eines Formel-1-Rennens Donuts für das Publikum zu drehen.

In vielen Rennserien, vor allem in den USA, zählen Donuts zum festen Ritual eines Rennsiegers. Das Auto mit durchdrehenden Rädern auf der Stelle im Kreis drehen lassen - so werden bei NASCAR und Co. regelmäßig Erfolge gefeiert. In der Formel 1 waren solche Rituale lange Zeit verpönt, bis Sebastian Vettel nach seinem WM-Triumph in Indien dieses Tabu brach, es sich auch bei seinen weiteren Siegen nicht nehmen ließ, den Red Bull Renault kreisen zu lassen und damit Kollegen ansteckte.

Dabei handelten Vettel, Webber oder Massa allerdings nicht in Sinne des Sportlichen Reglements. Gleich durch zwei Artikel waren Donuts bisher nicht gedeckt. Zum einen Artikel 30.4, der Fahrern verbietet, das Auto ohne berechtigten Grund auf der Strecke anzuhalten. Und insbesondere Artikel 43.3 forderte die Fahrer unmissverständlich auf, nach dem Rennende ohne unnötige Verzögerung in den Parc Ferme zu fahren.

Bestraft wurden Vettels Burnouts allerdings nur in Indien, weil der Weltmeister damals sein Auto auf der Start- und Zielgeraden und nicht im Parc Ferme abstellte. 25.000 Euro Geldstrafe und eine Verwarnung waren die Folge. Bei den folgenden Rennen in Abu Dhabi, Austin und Sao Paulo ließen die Rennkommissare dann Gnade vor Recht ergehen und sahen von Sanktionen ab.

Das ist in dieser Saison nun nicht mehr notwendig, denn nach der aktuellen Fassung des Sportlichen Reglements sind Donuts oder ähnliche Rituale nun unter bestimmten Voraussetzungen ausdrücklich erlaubt. Eine Ergänzung des Artikels 43.3 stellt klar, dass dem Rennsieger (und nur ihm!) vor dem Erreichen des Parc Ferme ein Feier-Darbietung erlaubt ist.

Dafür gelten allerdings folgende Vorgaben: Die Sicherheit anderer Fahrer und der Offiziellen darf nicht beeinträchtigt werden, die Legalität des Autos darf dadurch nicht in Frage gestellt werden, und die Podium-Zeremonie darf nicht verzögert werden. Vettel und Co. dürfen also in dieser Saison unbeschwert ihre Siege feiern - sofern sie dafür noch genügend Benzin im Tank haben.

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