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Formel 1: News

Turbo: Teuer und unnötig

Patrick Head äußert sich negativ über die Turbo-Hybrid-Motoren: Sie seien viel zu teuer und würden die Kosten nur weiter in die Höhe jagen.

Seit 37 Jahren ist er in der Formel 1 und hat schon so ziemlich jeden Trend bei den Rennwagen mitgemacht. Doch die neue Turbo-Hybrid-Ära findet Patrick Head nicht gut. "Ich denke, die neuen Motoren sind faszinierend, aber ich bin auch überzeugt, dass sie viel zu teuer sind, für das, was sie können sollten", meint Head im Gespräch mit der BBC. "Man kann natürlich für 2 Millionen Euro pro Team und Jahr einen Motor mit 800 PS entwickeln. Ich bin mir sicher, dass die Teams das Zehnfache davon zahlen müssen. Das ist eine sehr teure Art, sein Auto schneller zu machen."

Head selbst trat als Chefingenieur bei Williams 2012 zurück. Jetzt mahnt er den Sport, sich auf die wieder mehr auf die Unterhaltung zu konzentrieren, als die Hybrid-Technologie zu bewerben. Die sei, laut Head, in den normalen Straßenautos sowieso schon sehr ausgereift. "Ich denke, es sollte wieder mehr um die Fahrer gehen und mehr um die Unterhaltung auf der Strecke. Das klingt sehr stupide, aber die Entwickler der Straßenautos machen einen perfekten Job, was Hybrid angeht. Deswegen glaube ich nicht, dass es die Formel 1 braucht, um die Technologie zu demonstrieren."

"Technisch gesehen ist der Sport immer noch so faszinierend, wie immer. Und auch wenn ich nicht mehr direkt involviert bin, würde ich nicht zurück blicken und alles besser finden", erklärt Head. Aber ich bin nicht sicher, dass die Formel 1 wirklich da ist, wo sie aktuell sein sollte. Denn in Wirklichkeit funktioniert Formel 1 doch mehr über Unterhaltung. Der Klang der Autos ist da aber eine andere Sache."

Auf sein altes Team angesprochen meint der ehemalige Chefingenieur: "Es ist schön zu sehen, dass das Team schon nach sechs Rennen 48 Punkte mehr hat, als am Ende der vergangenen Saison. Pat Symonds, die anderen Neulinge im Team und die beiden Fahrer machen einen guten Job. "Es freut mich zu sehen, dass einige bei Williams merken, dass es besser läuft und sie mit einem Lächeln arbeiten. Wenn man vergangenes Jahr in die Garage von Williams kam, war das für niemanden schön."

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