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Vorschau auf die 17. Saison

Zwar findet sich das Autodromo Monza nicht mehr im Rennkalender, dafür startet der Histo-Cup 2014 insgesamt vier Mal in Österreich.

Fotos: Johann Vogl / motorsportphoto-hanse. at / Histo-Cup Austria

Vorhang auf für die 17. Saison des Histo-Cup Austria: Der Start der erfolgreichen historischen Rennserie erfolgt Mitte April in Spielberg. Nur zwei Wochen später folgt der zweite Streich in Brno. Am Wochenende vom 31. Mai auf den 1. Juni steht dann der Salzburgring auf dem Programm. Nach einem Ausflug nach Hockenheim Mitte Juni beginnt die "heiße Phase": Der Pannoniaring (5. bis 6. Juli) und der Slovakiaring (2. bis 3. August) bilden die Osttournee, bevor es im Herbst bei zwei weiteren spektakulären Heimrennen auf dem Salzburgring (6. bis 7. September) und beim Saisonfinale auf dem Red Bull Ring (27. bis 28. September) ins Finale geht.

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde der Histo-Cup von Außenstehenden oft nur milde belächelt: Mit Motorsport im eigentlichen Sinn hätte die Serie nur wenig zu tun, bemängelten Kritiker. Keine Frage – Skeptiker gibt es auch heute noch, doch was der Salzburger Michael Steffny, Mitgründer und organisatorisches "Gehirn" hinter und vor den Kulissen der Serie, mit dem Histo-Cup auf die Beine gestellt hat, muss – zumindest in Mitteleuropa – keinen Vergleich scheuen. Vor 17 Jahren begann alles mit gerade einmal sieben Boliden, heute ist der Histo-Cup zu einer der größten und erfolgreichsten historischen Rennserien Europas gewachsen – mehr noch: In Österreich stellt der Histo-Cup mit bis zu 300 Startern jede andere Rundstrecken-Veranstaltung in den Schatten.

Die Erfolgsformel des Histo-Cups ist schnell erklärt: Man nehme jede Menge alter, schöner und vor allem schneller Autos, die dazugehörigen Autofreaks und –fans und fertig ist das rasende Automobilmuseum. Eine Art PS-Wanderzirkus mit Autos, die man im Straßenverkehr gar nicht mehr sieht, mit Volksfestcharakter im Fahrerlager. Trotz des wachsenden Erfolgs bleiben die Macher der Serie ihren Grundprinzipien stets treu: Ausgesperrt wird beim Histo-Cup niemand; das für jedermann offene Fahrerlager ist während der Rennwochenenden ebenso selbstverständlich wie die erfrischend freundschaftliche Atmosphäre zwischen den Teilnehmern. Nicht umsonst bezeichnen sich die meisten Rennfahrer stolz als Teil der "Histo-Cup-Familie".

Bei den Zuschauern kommt das ebenso gut an wie bei den Aktiven – längst spricht der Histo-Cup nicht mehr nur reine Hobby-Piloten an. Auch wird die Zahl jener semi-professionellen Teams und Piloten immer größer, die den Histo-Cup als Ergänzung oder ernsthafte Vorbereitung für das eine oder andere Langstreckenrennen nutzen. Kein Wunder: Mit Events auf legendären Strecken wie Brno oder dem Salzburgring bietet der Histo-Cup mehr und vor allem günstigere Rennkilometer als jede vergleichbare Serie.

Mit Thomas Kaiser auf Mini Cooper S war der alte Meister der Histo-Cup-Piloten nach Anhang K auch der neue. Bleibt abzuwarten, ob der mittlerweile zweifache Gesamtsieger 2014 den Hattrick perfekt machen kann, oder ob ihm die Verfolger – allen voran die Phalanx der rasanten "Rennsemmeln" der Marke Steyr Puch – einen Strich durch die Rechnung machen können.

Wie im Vorjahr werden die historischen Boliden nach Anhang K und die Spezialtourenwagen auch 2014 gemeinsam an den Start gehen – jedoch getrennt gewertet in den Kategorien bis 2.500 cm³ und über 2.500 cm³. Der Modus hat sich bewährt, die Felder liegen knapp beisammen, heiße Fights mit atemberaubenden Driftwinkeln und rauchenden Reifen sind vorprogrammiert. Ein Wiedersehen gibt es 2014 auch mit den Hubraumriesen Die US-amerikanischen V8-Ballermänner werden erneut gegen die traditionelleren Rennfahrzeuge von Porsche, BMW und Ford antreten.

Bei den Youngtimern darf sich Gesamtsieger Gustav Engljähringer mit dem V8-STAR-Jaguar auf ein heißes Jahr gefasst machen: Gleich mehrere V8-STAR-Boliden haben sich für die acht Wochenenden und damit 16 Rennen umfassende Rennsaison eingeschrieben, doch auch die starke BMW-Fraktion erhebt wie immer Anspruch auf Platz eins – last, but not least darf man auch den Oberösterreicher Roland Luger mit seinem schnellen Opel Omega nicht unterschätzen.

Dank des enorm positiven Feedbacks bei den Fahrern wird es bei den Sommerevents am Pannoniaring und Slovakiaring auch wieder jeweils ein Ein-Stunden-Teamrennen geben, bei dem alle Tourenwagen und GTs zugelassen sind.

Im Jahr eins nach der Einführung der Einheitsklasse mit 2,5-Liter-Serienmotoren sorgen zahlreiche Neuanmeldungen in der BMW 325 Challenge für ein Rekordstarterfeld. Nach dem erneuten Sieg des Serienmeisters im Vorjahr ist die Konkurrenz heiß darauf, Titelverteidiger Dietmar Lackinger den Platz auf dem Thron streitig zu machen. Das Feld der Favoriten ist groß: Allen voran die Deutschen Jan Kasperlik und Heribert Haimerl sowie die Österreicher Luca Rettenbacher, Geri Gaitzenauer und Manfred Zaunbauer werden Lackinger das Leben schwer machen.

Ein Comeback in der Challenge feiert der Salzburger Georg Steffny: Als Meister des Jahres 2012 kann sein Anspruch nur lauten, am Ende des Jahres ganz oben auf dem Siegespodest zu stehen. Der Salzburger pilotiert gemeinsam mit Christian Walleit einen von BMW Motorsport aufgebauten 325er.

Spannend wie selten zuvor war in der Vorsaison auch die Titelentscheidung in der Formel Historic: Am Ende lag Robert Stefan mit seinem Formel-3-Dallara in Front – doch 2014 werden die Karten neu gemischt, vier Rennwochenenden auf heimischen Boden dürfte die Anzahl der Piloten, die um die Gesamtwertung mitkämpfen, erhöhen.

Renntermine 2014:

12. bis 13. April - Spielberg
26. bis 27. April - Brno
31. Mai bis 1. Juni - Salzburgring
13. bis 15. Juni - Hockenheimring
5. bis 6. Juli - Pannoniaring
2. bis 3. August - Slovakiaring
6. bis 7. September - Salzburgring
27. bis 28. September - Spielberg

Testtage 2014:

27. März - Pannoniaring
28. März - Wachauring Melk
3. April - Salzburgring
11. April - Spielberg
25. April - Brno
5. Juli - Pannoniaring
1. August - Slovakiaring
5. September - Salzburgring
26. September - Spielberg

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