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Stockcar: Natschbach IV

Auf zum Flutlicht-Rennen

Am kommenden Samstag absolviert der Stockcar Racing Cup in Natschbach-Loipersbach seinen 4. Saisonlauf, Andy Bössner gilt als Top-Favorit.

Fotos: Walter Vogler

Das Sandbahn-Oval in Natschbach-Loipersbach steht am kommenden Samstag, dem 5. Juli, wieder ganz im Zeichen des mehr und mehr aufstrebenden Stockcar-Sports in Österreich. Im Zuge des vierten Renntages (von insgesamt sechs) wird in drei Klassen (Formel 2, Saloon Cars und Volvo) wieder um wichtige Punkte im Hinblick auf den Meistertitel gefightet. Das Event wird als Night-Race ausgetragen, bei dem die entscheidenden und spektakulären Finalläufe unter Flutlicht zwischen 20 und knapp vor 22 Uhr ausgetragen werden. Die Trainingsläufe beginnen um 15.25, die Vorläufe um 17 Uhr.

In der leistungsstärksten Klasse, der Formel 2, wird dabei besonders Andy Bössner wieder das Augenmerk auf sich bzw. seinen silbernen Boliden mit der Startnummer 70 (den er – „ohne, dass ich ihn vorher gesehen habe“ - über Ebay aus Irland erstanden hat) ziehen. Der Wiener mit höchst erfolgreicher Motorsport-Vergangenheit gilt bei nahezu jedem Renntag als auffälligste Erscheinung, und das nicht nur, weil sein Arbeitsgerät stets ganz besonders glänzt. „Die Außenwirkung meines Fahrzeugs ist mir sehr wichtig“, erklärt der 45-jährige Toppilot, der auf sechs Staatsmeistertitel im Speedway-Sport verweisen kann. In erster Linie zählt freilich die Leistungsstärke, und auch diese ist reichlich vorhanden. Mit exakt 18,712 Sekunden (gefahren am letzten Renntag, 14. Juni) ist Bössner im Besitz der schnellsten je gedrehten Stockcar-Runde in Natschbach-Loipersbach. Doch das war bislang nur der Höhepunkt seiner heurigen Rekordlaune. Schon am 5. April (18,778 Sekunden) und am 24. Mai (18,888 Sekunden) fuhr er heuer die besten Zeiten des jeweiligen Renntages. Nicht umsonst nennt ihn daher Manfred Stohl, der in der Gesamtführung vorne liegt, den Österreicher, „der mich absolut am härtesten fordert.“ Andy Bössner nimmt das Lob mit Genugtuung entgegen: „Wenn das ein ehemaliger Rallye-Weltmeister über dich sagt, freut‘s einen natürlich besonders.“ Deshalb macht der Rekordhalter auch gar kein Geheimnis um seine Titelambitionen. „Der Gesamtsieg ist mein oberstes Ziel, obwohl das nicht einfach zu erreichen ist. Ich versuche zwar bei jedem Renntag so viele Punkte als möglich zu sammeln, aber dadurch stehe ich im abschließenden Grande Finale, in dem die meisten Punkte zu holen wären, jedes Mal ganz hinten, und wenn alle Autos gleichzeitig auf der Strecke sind, ist es ganz schwer nach vorne zu kommen. Vielleicht muss ich hier noch ein bissel taktischer agieren.“ Laut Reglement müssen die Vorlauf- bzw. Finalbesten jeweils von der letzten Startposition ins nächste Rennen gehen.

Andy Bössner vertraut einer bis zu vierköpfigen Betreuer-Crew, welche das Fahrzeug optimal auf ihn zugeschnitten hat. Bössner: „Ich überlasse nichts dem Zufall, betreibe das alles sehr professionell.“ Der Erfolg – sowohl früher auf zwei als auch jetzt auf vier Rädern - gibt ihm Recht. „Dabei würde ich den Sand gar nicht als mein Lieblings-Terrain bezeichnen. Ein Rundstreckenrennen auf Asphalt würde mich fast noch mehr reizen, aber das ist halt auch eine finanzielle Frage.“ Im Stockcar Racing Cup 2014 liegt Andy Bössner momentan (hinter Manfred Stohl und Hans-Jürgen Erhart) auf Rang drei. Wer einen Renntag in dieser Sportart schon einmal verfolgt hat, weiß dass 22 Punkte Rückstand auf Stohl bzw. vier Zähler auf Erhart dabei praktisch nichts sind und Bössner seinen Silberpfeil auch diesmal wieder rekordverdächtig durch die Natschbacher Arena schießen wird.


Die Saloon-Car-Klasse wird am Samstag wieder am stärksten besetzt sein. Zuletzt konnten die 1000 Zuschauer in Natschbach in dieser Serie 23 Startern (= Rekord) zujubeln. In der Volvo-Klasse haben sich zumindest acht Starter angesagt. Was auch hier die bisherige Höchstmarke wäre. Aufschwung also, wohin das Stockcar-Auge schaut!


Alle Facts zum Stockcar Racing Cup gibt es auch auf www.stockcar-racing.com


Stockcar-Punktewertung nach drei Renntagen:
Formel 2: 1. Manfred Stohl (W) 321 Punkte, 2. Hans-Jürgen Erhart (NÖ) 303, 3. Andy Bössner (W) 299, 4. Marcin Klonowski (Polen) 295, 5. Gerhard Windstey (NÖ) 287, 6. Bernd Herndlhofer (NÖ) 250, 7. Tom Smart (England) 226, 8. Patrik Krassnigg (Stmk) 165, 9. Martin Herndlhofer (NÖ) 136, 10. Sepp Friedl (W) 113, 11. Markus Zemanek (NÖ) 75, 12. Dave Harley (England) 74, 13. Rudi Stohl (W) 60, 14. Mario Schredl (W) 58, 15. Norbert Rottensteiner (NÖ) 56, 16. Martin Kalteis (NÖ) 51, 17. Chris Bryant (England) 49, 18. Julia Schrenk (NÖ) 42, 19. Florian Dorfstätter (NÖ) 12.

Saloon Cars: 1. Andreas Kampichler (NÖ) 296 Punkte, 2. Peter Prenner (NÖ) 219, 3. Marcus Lechner (NÖ) 216, 4. Georg Weißenböck (NÖ) 194, 5. Thomas Kirchsteiger (NÖ) 190, 6. Gerald Koloc (NÖ) 177, 7. Jürgen Alfanz (NÖ) 173, 8. Florian Dorfstätter (NÖ) 167, 9. Albert Eder (W) 159, 10. Manuel Otter (NÖ) 147, 11. Manuel Weninger (NÖ) 139, 12. Anton Bock (NÖ) 135, 13. Andreas Mortsch (NÖ) 133, 14. Tomasz Ludwiczak (NÖ) 120, 15. Gerhard Zöger (NÖ) 118, 16. Manuel Kirchsteiger (NÖ) 113, 17. Günther Lang (NÖ) 107, 18. Georg Kössl (NÖ) 103, 19. Georg Eder (W) 86, 20. Rene Fuchs (NÖ) 82, 21. Harald Christoph (NÖ) 81, 22. Christian Küberl (W) 61, 23. Peter Gutenberg (NÖ) 37, 24. Julius Schlener (B) 36, 25. Manuel Weinold (NÖ) 34, 26. Christa Christoph (NÖ) 18, 27. Marcel Borsitzki (NÖ) 12, 28. Christian Bauer (NÖ) 0,

Volvo-Wertung: 1. Felix Spielauer (NÖ) 172 Punkte, 2. Georg Gschwandner (NÖ) 135, 3. Otto Lehr (NÖ) 126, 4. Stipo Curdo (Kro) 118, 5. Friedrich Hemmelmeyer (W) 117, 6. Michael Trawniczek 97, 7. Norbert Tomaschek (NÖ) 76, 8. Kurt Putz (NÖ) 51.


Der Zeitplan zum 4. Lauf des Stockcar Racing Cups 2014
am Samstag, dem 5. Juli, in Natschbach-Loipersbach


12.40 Uhr Öffnung des Fahrerlagers und des Sekretariats
12.40 Uhr bis 14.40 Uhr Administrative und technische Abnahme

14.55 Uhr Fahrerbesprechung (verpflichtend)

15.25 Uhr Extra-Training für Neulinge (F2/Saloon/Volvo, 5 Runden)
15.35 Uhr Training Gruppe Volvo (5 Runden)
15.45 Uhr Training Gruppe 1 F2 (8 Runden)
15.55 Uhr Training Gruppe 1 Saloon (5 Runden)
16.05 Uhr Training Gruppe 2 F2 (8 Runden)
16.15 Uhr Training Gruppe 2 Saloon (5 Runden)

17.00 Uhr 1. Vorlauf Gruppe Volvo (8 Runden)
17.10 Uhr 1. Vorlauf Gruppe 1 F2 (10 Runden)
17.20 Uhr 1. Vorlauf Gruppe 1 Saloon (8 Runden)
17.30 Uhr 1. Vorlauf Gruppe 2 F2 (10 Runden)
17.40 Uhr 1. Vorlauf Gruppe 2 Saloon (8 Runden)

17.50 Uhr 2. Vorlauf Gruppe Volvo (8 Runden)
18.00 Uhr 2. Vorlauf Gruppe 1 F2 (10 Runden)
18.10 Uhr 2. Vorlauf Gruppe 1 Saloon (8 Runden)
18.20 Uhr 2. Vorlauf Gruppe 2 F2 (10 Runden)
18.30 Uhr 2. Vorlauf Gruppe 2 Saloon (8 Runden)

18.40 Uhr 3. Vorlauf Gruppe Volvo (8 Runden)
18.50 Uhr 3. Vorlauf Gruppe 1 F2 (10 Runden)
19.00 Uhr 3. Vorlauf Gruppe 1 Saloon (8 Runden)
19.10 Uhr 3. Vorlauf Gruppe 2 F2 (10 Runden)
19.20 Uhr 3. Vorlauf Gruppe 2 Saloon (8 Runden)

19.40 Uhr Fahrerpräsentation

20.10 Uhr Finale B Saloon (8 Runden)
20.25 Uhr Finale B F2 (10 Runden)

20.40 Uhr Finale A Saloon (8 Runden)
20.55 Uhr Finale A F2 (10 Runden)
21.10 Uhr Finale Volvo (10 Runden)

21.40 Uhr Grande Finale Saloon (12 Runden)
21.55 Uhr Grande Finale F2 (15 Runden)

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