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DTM: Nürburgring

Erster Saisonsieg für Martin

Nach einem misslungenen Start von Polesetter Lucas Auer wird dieser noch Sechster, Maxime Martin feiert ersten Saisonsieg.

BMW darf auch nach dem ersten Rennen auf dem Nürburgring jubeln. RMG-Pilot Maxime Martin feierte am Samstag seinen zweiten Erfolg in der DTM. Der Belgier dominierte den 15. Saisonlauf nach einem Restart zu Beginn souverän und kam im Verlauf des Rennens kaum in Gefahr. Das Podest komplettierten Edoardo Mortara (Audi) und Pascal Wehrlein (Mercedes), der somit seine Führung in der Gesamtwertung ausbauen konnte. Erstmals 2015 waren alle drei Marken gleichzeitig auf dem Podium.

"Wir haben den Fans ein tolles Rennen geliefert", sagt Edoardo Mortara, der nach Rang zehn von Mattias Ekström nun Platz zwei in der Meisterschaft übernommen hat. Die große Show ging sofort beim Start los. Im Sprint auf die erste Kurve verbremste sich Polemann Lucas Auer leicht und fiel zurück. Es profitierten Maxime Martin und Bruno Spengler, die fortan das Feld anführten, nachdem man Pascal Wehrlein aus dem Weg gedrängt hatte. Aber der Spaß war schnell geschmälert.

Im hinteren Feld gab es folgenschwere Berührungen, die Jamie Green in einen Dreher brachten. Der Audi-Pilot war Passagier im Autoscooter, prallte mit seinem RS5 an die Markenkollegen Mattias Ekström, Miguel Molina und Timo Scheider. Für den Briten war das Rennen somit ebenso schnell beendet wie für Molina. Auch Scheider musste seinen Audi später aufgrund der Defekte abstellen. Auch Oschersleben-Sieger Tom Blomqvist fiel vorzeitig aus.

Wegen der Trümmer und Öl auf der Fahrbahn im Bereich der Mercedes-Arena wurde das Rennen kurz nach dem Start abgebrochen. Die Autos kamen für einen Restart hinter dem Safety-Car zurück auf die Start-Ziel-Gerade. Diese Gelegenheit nutzte Wehrlein, sich aus dem Mercedes abzuschnallen und zu Martins BMW zu gehen. Dort schlug der junge Mercedes-Mann wütend gegen die Tür des M4 und beschwerte sich über ein angeblich unfaires Manöver des späteren Siegers.

Wut auf Martin: Wehrlein entschuldigt sich

"Na ja, nach dem Start ist man sehr emotional. Ich hatte die Wiederholung nicht gesehen. Jetzt habe ich sie gesehen und muss sagen, dass dort eine Lücke war, die er einfach genutzt hat. Ich muss mich entschuldigen, denn es war alles in Ordnung", gibt Wehrlein offen zu.

Der Meisterschaftsfavorit hatte ein hartes Rennen nach dem Restart. Nach dem Ausfall von Spengler, der zunächst auf Rang zwei gelegen hatte, rangelte er vergeblich mit Mortara um Platz zwei.

"Die Meisterschaftsführung auszubauen ist sicherlich positiv. Es war ein schwieriges Rennen, denn mein Auto war ab der ersten Kurve beschädigt. Wir können für morgen sicherlich noch besser aussehen - wenn ich ein ganzes Auto zur Verfügung habe", sagt Wehrlein nach seinem ersten dritten Platz in dieser Saison. Martin hatte unterdessen so gar keine Probleme, die Entschuldigung seines Kollegen anzunehmen.

"Ich bin sehr, sehr glücklich. Es ist ein toller Sieg. Ich bin hier GTs gefahren und vieles mehr. Aber mit der DTM hier erfolgreich zu sein, bedeutet mit sehr viel", erklärt der BMW-Pilot nach seinem zweiten DTM-Sieg. 2014 hatte er in Moskau gewonnen. "Es sah leichter aus als es war. Zu Beginn konnte ich einen Vorsprung herausfahren, aber später gab es Probleme mit den Reifen. Der Sieg ist unglaublich", so Martin, der gemeinsam mit RMG-Teamchef Stefan Reinhold auf dem Podest jubelte.

Hinter den Podestbesuchern hielt DTM-Rookie Maxi Götz über weite Strecken einen starken vierten Platz, musste diesen jedoch kurz vor dem Ende an Mercedes-Kollege Gary Paffett abgeben. Auf Rang sechs rundete Lucas Auer seinen guten Tag mit vielen Punkten ab. Hinter Marco Wittmann (BMW), Robert Wickens (Mercedes) und Antonio Felix da Costa (BMW) holte Mattias Ekström nur einen Punkt. Der Schwede (127 Punkte) ist nun nur noch Dritter in der Meisterschaft hinter Wehrlein (155) und Mortara (128).

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